| Staatlich sanktionierter Raub |
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| Nachrichten - Szene |
| Mittwoch, 15. April 2009 um 16:53 |
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Illegaler Anbau von Marihuana - Kripo erntet 9 Kilogramm Da sich Aufbruchspuren und Pflanzen in derselben Wohnung befanden, ist ein Zusammenhang beider Geschehen möglich, jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht durch Beweise untermauert. Die bei der Kriminalpolizeistelle Bad Segeberg eingerichtete EG BTM übernahm noch am Abend die Ermittlungen. Vor Ort konnten keine Personen angetroffen werden. Die im Obergeschoss befindliche Wohnung war nach Einschätzung der eingesetzten Kriminalbeamten im Wesentlichen zur professionellen Aufzucht von Marihuana gedacht. In der Wohnung konnten ca. 370 Marihuana - Pflanzen, jeweils in einer Größe von etwa 60 - 90 cm, sowie diverse Kanister offensichtlicher Dünger festgestellt werden. Die Wohnung war in mehreren Räumen mit einer speziellen Beleuchtungsanlage (jeweils 600 Watt Lampen) ausgestattet, die über eine Haupt- und Unterverteilung elektrotechnisch eingespeist worden ist. Zur Steuerung der oben benannten Beleuchtungskörper wurden verschiedene Schaltgeräte (siehe Lichtbild I mit Holzregal) eingesetzt. Durch diese Geräte wurde die kontrollierte Beleuchtung mit voller Wattleistung langfristig gesichert. Überdies wurde eine Belüftung der Wohnung (Pflanzen) durch eine leistungsstarke Belüftung ermöglicht (siehe Lichtbild II mit Abluftschlauch). Um eine geregelte Zu - und Abfuhr von Wasser zu gewährleisten, wurde selbst das in der Wohnung befindliche WC genutzt (siehe Lichtbild III mit WC). Die Pflanzen wurden noch am Abend in zwei Rollcontainern zur Kriminalpolizei Bad Segeberg verbracht und anschließend 10 Tage in einem extra eingerichteten Container getrocknet (siehe Lichtbild IV mit Container und Pflanzen). Die Trocknung der Pflanzen diente als Vorbereitung der nun anstehenden Kriminaltechnischen Untersuchung beim Landeskriminalamt (LKA) in Kiel. Dort wird der in den Pflanzen enthaltene Wirkstoffgehalt gutachterlich festgestellt. Eine rechtliche Einordnung der sichergestellten Betäubungsmittel ist dann möglich. Insgesamt wurden 9 Kilogramm wirkstoffhaltigen Pflanzenmaterials (Blüten und Blätter) in der vergangenen Woche von Beamten der EG BTM sowie Beamten des Technischen Zuges der Polizeidirektion für Aus - und Fortbildung geerntet. Marihuana - Pflanzen enthalten vor allem den Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC). Die Kombination aus THC und anderen im Cannabisharz befindlichen Substanzen ist für die berauschende Wirkung der Betäubungsmittel verantwortlich. Folgen des Konsums. z.B. rauchen oder orale Aufnahme durch die Einarbeitung in Nahrungsmittel wie Keksen, sind in aller Regel die Beeinflussung des Zeitgefühls, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Motorik, so dass insgesamt ein berauschender Zustand empfunden wird. Regelmäßiger Konsum von Cannabisprodukten kann zu physischen und psychischen Abhängigkeiten führen und insbesondere bei Personen im Alter von etwa 12 - 20 Jahren zu neurologischen Schäden führen. Als tatverdächtig gilt im vorliegenden Fall der 25 jährige Mieter der Wohnung. Er befindet sich wegen anderer Delikte aktuell in einer Justizvollzugsanstalt in Hamburg. Der Mann ist den Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit dem Deliktsfeld der Betäubungsmittelkriminalität bereits bekannt. Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass weder Vermieter noch angrenzende Bewohner den unerlaubten Anbau bemerkten. Nach Feststellung eines Elektrosachverständigen des LKA Kiel wurden in etwa von Mitte Januar 2009 bis zum Feststelltag im März 2009 etwa 10.200 Kilowattstunden Strom in der Wohnung verbraucht. Dieser Stromverbrauch entspricht mehr als das Doppelte eines Jahresverbrauchs einer vierköpfigen Familie in einem Einfamilienhaus. Die in der Wohnung eingerichtete Anlage ist insgesamt aus Sicht der ermittelnden Kriminalpolizei als professionelle Anbauanlage zu werten. In der Wohnung wurde im Rahmen der weiteren Spurensicherung auch DNA - Material gesichert, um eine Tatbeteiligung anderer Personen zu prüfen. Plantagen der genannten Form sind im hiesigen Bereich durchaus üblich. Allein im Jahr 2008 wurden zwei Plantagen durch die EG BTM entdeckt und Betäubungsmittel im Kilogrammbereich sichergestellt. Im vorliegenden Fall ist die Anzahl der Pflanzen jedoch als nicht alltäglich zu werten. Trackback(0)
Kommentare (1)
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Besonders gilt dies natürlich für durch Alkohol verursachte Krankheiten. Ungehindert verfallen große Teile unserer Jugend diesem gefährlichen Gift. Warum wird dort nicht genau so vehement eingeschritten?
Oder soll man das Ganze als einen völlig normalen Vorgang der Evolution betrachten? Diese hat über die Zeit immer wieder dafür gesorgt, dass nicht mehr benutzte Körperteile zurückgebildet werden. So wie das menschliche Steißbein, das der Überrest eines Schwanzes ist, den wir wegen unserer aufrechten Körperhaltung nicht mehr benötigen. Weil Erwachsene und Staat unseren Nachwuchs einer völlig Verwahrlosung überlassen, werden Denkvorgänge und somit das Gehirn nicht mehr gebraucht. Und somit unter Nachhilfe alkoholischer Exzesse entsorgt. "Evolution" auf Umwegen.