Ein Loch
in der Wolkendecke
wie im Sommer
gefüllt mit Hoffnung
goldgelb, kraftvoll und stark
lässt tief blicken.
Mehrfach
Mehrfach versucht
realistisch zu bleiben.
Auf silbrigen Flügeln
flirrend entkommen
verhalten -
Beim Absturz den kalten Wind,
den harten Aufprall gespürt,
Realität
Vorsatz im Kopf
von vorne.
ohne Titel
möglichst abschalten
wegdrehen, zumachen
diese Zeit überrolt uns
dich und mich
und sie drückt.
Gegenwärtig lauern Gefahren
den Bogen gespannt,
Pfeile gerichtet
zu klein sind die Blumen,
die es zu treffen gilt.
Wenn...
Wenn meine Arme niemanden
mehr halten können.
Wenn mein Mund sich nicht
festsaugen darf.
Wenn meine Gefühle
verhungern, dann,
werden auch meine
Gedanken schweigen.
Und ich bin
nicht mehr ich.
Wohin ?
Tage zerfliessen wie Schnee in der Sonne.
Nächte dümpeln vor sich hin.
Schwermut greift um sich
Erfasst vom Sog des Unendlichen?
Erfasst vom Sog der Tiefe?
Erfasst schon vom Tod?
Der Hilfeschrei blieb ungehört!
Meine Zuneigung wurde zerpflückt.
Einzelteile blieben zurück.
Warum nicht im Ganzen?
Warum das Ganze?
Warum?
Endstation ?
Für was?
Gedanken, Emotionen
auf dem Abstellgleis
oder Neubeginn?
mit Säcken voller Ideen
Wagenladungen
gefüllt mit Hoffnung
zuversichtlich der
Zukunft entgegenschauend
breche ich heute auf.
Freundschaft
Ein Tag für Dich, wie jeder andere,
den Kaffee getrunken wie immer.
Neuigkeiten getauscht
über Gefühle gesprochen
und zugehört.
Ich merke, wie ich Dich brauche.
Wenn Du mir etwas sagst,
kannst Du mich verletzen,
mich zum Lachen bringen,
mich ablenken
... weil ich Dich mag!
Schneegedanken
Treiben lassen.
Weisswerden lassen.
Nasswerden lassen.
Mit der Zunge den Schnee löffeln.
Auf den Wimpern die Schneekristalle sehen.
Mit dem Herzen den Unterschied spüren
zum Sommer!
Traumland
Bewusstes unbewusst verarbeiten
Probleme erkennen
Verdrängtes hervorholen,
so bin ich
nachts
Leben
Smaragde spiegeln sich im Wasser
Schaumperlen tanzen übermütig
mit der Gischt.
Der Wind spielt Brandung,
die Sonne turtelt
Steine bedecken den nassen Sand
Muscheln zeigen ihr Perlmuttkleid
Meine Augen wollen sich nicht lösen
Das Salz auf meiner Haut
der Geruch von Teer in meiner Hose
der Geschmack von Sommer
auf meinen Lippen
ich bin!
Abgelehnt
Nein, die Kälte ist nur äusserlich,
nein, die Wärme der Hände nicht für mich,
nein, diese Arme werden mich nicht umschlingen.
Ja, ich werde damit fertigwerden müssen!
Träumte ich doch so manchen Traum vergebens.
Mit Leichtigkeit
Die tiefstehende Sonne
blendet meine Gedanken aus,
die voller Argwohn mich bestimmen.
Wohlige Wärme macht sich breit,
füllt schmeichelnd meinen Körper -
Schatten wird nicht zugelassen,
lässt doch jede Pore sich öffnen.
Ach, liesse sich doch alles so vertreiben,
was Schatten wirft!
Wärme mich, Sonne!
Das lässt sich doch spielend schaffen,
so scheint es doch.
Seelenwasser
Seelenwasser
mehrfach mich umspült
davongetragen ...
kein Land unter den Füßen
herrlich!
Zu viel Weite
Was tun mit dem geschaffenen Raum,
der sic höffnet gleich einer Tulpe,
die nach Licht suchend, sich den Weg bahnt?
Wozu ist dieser Platz nütze,
der sich breit machen möchte,
nach Sonne suchen wird
und wohl auf Schatten trifft?
Wohl deswegen, werde ich sagen,
dass man hineinsehen kann
in diesen eiweissgleichen Hohl-Raum.
Angebrachte Vorsicht
Merkst Du nicht meine Unsicherheit?
Spürst Du nicht meine Angst in zu
schnell fließendes Fahrwasser zu graten?
Dahinzufließen ohne
das Alleinschwimmen lange
trainiert zu haben?
Ehe
Denkkorsett
angelegt
von fremden Händen geschnürt.
Gedanken hineingepresst
Vorstellungen gängig gemacht!
- Ausrutschgefahr -
Gefühlskorsett
per Vertrag geregelt
mit Ringen demonstriert.
Aussenglück!
- Locker lassen -
Für H.
Begreifen
dass nichts mehr so sein darf
zwischen uns
wie früher
Lernen
Ansprüche nicht aufkommen
zu lassen
Erfassen
dass Keile
die uns trennen
hineingetrieben sind
von uns.
Wahrhaben müssen,
Gefühle auszuschliessen
bei unseren Begegnungen,
- weil wir uns nicht mehr gehören,
irgendwie absurd!
Aufruf an mich
Mein Gott, wo bist Du, mein Gott?
Weiviele Tränen, wieviele
Taschentücher werden noch gebraucht?
Vom Altbekannten, vom Vertrauten, vom
frisch Geschaffenen heisst es, sich zu lösen
um neu zu beginnen - mit mir!
Das Verzetteln und Verstricken in Fäden
andere, die meine Gedanken wie dünne
Wäschestücke in den Wind hängen, und
die Schnüre nicht halten, nuss enden.
Selber möchte ich Fäden ziehen, Taue
testen, Haltegurte bauen. Haltegurte!
Es summt in meinem Kopf.
Unter meiner Haut machen sich
Eiskügelchen breit.
Meine Augen schwimmen.
Ich habe Sehnsucht.
Ich habe Angst.
Was heisst hier `Voran`?
Was bedeutet `Zurück`?
Wer redet eigentlich von Liebe?
Einen Moment lang
Einen Moment lang
Deine Augen, deinen Hals,
Deine Hände
Deinen Atem ...
Einen Moment lang
nur wir
und wieder lösen,
entfernen
einen Moment lang.
Ungleiche Zeit
Während Du
Deinen Träumen nachgehst
Während Du
über Deine Zukunft nachdenkst,
Während Du
mit Dir beschäftigt bist,
... träume ich von besseren Zeiten!
Kurze Verzweiflung
Hilflos,
Kopflos
sich der Situation hingeben
orientierungslos
sich dem Morgen
in die Hände spielen,
wehrlos sein.
Spielball, Pustblume,
federleicht,
schuldlos?
Frust
Träne der Reue
findest Du nicht bei mir,
doch Tränen der Enttäuschung
in denen unsere Beziehung schwamm.
Wir trauten unseren Kräften nicht.
Unserer Zukunft glaubten wir kaum.
Unserer Liebe gaben wir keine Chance.
Die Energie glitt uns durch die Finger,
während wir uns hielten ...
Dabei habe ich so auf Dich gehofft!
Vakuum
Dein Haar in meiner Bürste
Dein Frühstücksgeschirr auf dem Tisch
Deine Zahnbürste in meinem Becher
Dein Atem noch im Raum ...
Meine Gedanken noch zu oft bei Dir!
Die Abschiedsblume hebt noch
den Kopf
voller Erwartung,
auf Deinen Platz bei mir.
Eismeer
Thema durch, sagst Du
mir kalt in die Augen blickend,
nicht ahnend, was in mir vorgeht.
Endgültig Schluss damit, ändere Deine
Position, dann reden wir weiter
sagst Du
und ich denke "Mann!" Deine
Träume, Deine Gedanken, die Dich
herunterziehen oder motivieren können,
haben mich immer interessiert, weshalb
tust Du es nicht mehr für mich?
Ich kann es nicht mehr hören,
Du drehst Dich im Kreis, höre ich,
und gleichzeitig trauere ich um
unser Verhältnis.
Abschied
Ameisen im Bauch
kein gutes Gefühl
ich sehne mich nach Dir
Aufgefült die Zeit
Gespräche berieseln ...
Telefonate lenken ab
nur kurzzeitig.