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Geschichte der Seefahrt im 20. Jahrhundert

 
* 14.6.1900 - Das Flottengesetz
Berlin: Der Reichstag nimmt das Flottengesetz an. "Deutschland's Zukunft liegt auf dem Wasser!" so der Leitspruch des verantwortlichen Kaisers. Das Wettrüsten zur See, an dem hauptsächlich die Briten und Deutschen beteiligt sind, beginnt. Wenige Jahre später, in der Skagerrakschlacht war diese Zukunft bereits wieder beendet.
* 23.6.1912 - Ein Genie wird geboren
Am 23.6.1912 kommt Alan Turing auf die Welt. Er wird später Mathematiker, Pionier der Computertheorie und Erdenker der "Turing-Maschine". Er war einer - wahrscheinlich der wichtigste - derjenigen, denen es im Zweiten Weltkrieg gelang, in die Funk-Codes der Deutschen Wehrmacht einzudringen ("Enigma").

Die Titanic


* 12.4.1912 12:00 GMT Southhampton: Das angeblich unsinkbare Passagierschiff "Titanic" bricht zu seiner Jungfernfahrt auf, die gleichzeitig die letzte Fahrt des Schiffes werden wird.
* 15.4.1912 Nördlicher Atlantik 41 N 30 49 W 02: Die "Titanic" sinkt um 2:20 (Schiffszeit), nachdem sie um 23:36 (22:13 EST) am 14.4. einen Eisberg gerammt hatte.
Das angeblich unsinkbare Schiff reisst 1.517 Menschen mit in die Tiefe, weil viel zu wenig Rettungsboote an Bord waren. Unverantwortliches Verhalten soll auch der Grund für die Katastrophe gewesen sein. Die Geschwindigkeit des Schiffes war in der Nähe von Eisbergen viel zu hoch.
Die Geschichte von einem riesigen Riss im Schiffsrumpf kann übrigens als unwahr zu den Akten gelegt werden. Eine weitere Theorie besagt, dass es eine Menge kleinerer Risse waren, die zum Wassereinbruch führten. Diese kleinen Risse sollten entstanden sein durch die schlechte Qualität des verwendeten Stahls, der für Polarregionen nicht geeignet war und sowieso bereits porös zu werden begann.
Neuere Untersuchungen haben hervorgebracht, dass die handgeschmiedeten Nieten im Vorderteil des Schiffes nicht robust genug waren, um der Kollision mit einem Eisberg stand zu halten.
- Weitere Daten:
Kiellegung: 31.3.1909 in Dublin. Stapellauf: 31.5.1911
Schwesternschiffe: "Olympic", "Britannic".  

WW I

Die "Lusitania"


17.9.1907 Liverpool: Jungfernfahrt des Passagierschiffes "Lusitania" der Reederei Cunard. Das Schiff hat 900 Mann Besatzung und ist für 2.300 Passagiere ausgelegt. Es ist 220 m lang, 30.000 BRT groß und verfügt über eine Maschine mit 68.000 PS. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Knoten.
Das Schiff findet ein tragisches Ende.
7.5.1915 14:12 deutsche Zeit vor der irischen Küste bei Queenstown: "Torpedo los!" auf dem deutschen U-Boot U-20. Opfer ist das britsche Fährschiff "Lusitania". Das Schiff sinkt und reisst 1.198 Menschen mit in die Tiefe. Die Versenkung soll ein Grund gewesen sein, aus dem die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten sind.

* 21.11.1916 - Versenkung der "Britannic"
08:00 LT Mittelmeer: Entweder durch eine Mine oder durch einen Torpedo wird das Schwesterschiff der "Titanic", die "Britannic" versenkt.
* 21.10.1918 - Ende des U-Boot-Krieges
Die deutsche Marine stellt den U-Boot-Krieg ein.

Kreuzer 1
Bild oben: Ein russischer Kreuzer.

 

Die Schlacht im Skagerrak


31.5. bis 1.6.1916: Im Skagerrak findet die größte Seeschlacht des Ersten Weltkrieges zwischen Briten und Deutschen statt. Dank der hervorragenden und mutigen Führung des deutschen Admirals Scheer und seiner Schergen gehen die Briten aus der Schlacht als Sieger hervor - obwohl viele Historiker darüber geteilter Meinung sind. Andere Kenner der Materie berichten, dass sich beide Seiten militärisch steif und ziemlich tölpelhaft benommen haben.  

Die Matrosenaufstände


* 1.11.1918 bis zum 3.11.: Die deutsche Hochseeflotte in Kiel und Wilhelmshaven meutert. Der Matrosenaufstand ist im Gange.
* 2.3.1921 Kronstadt: russische Soldaten meutern gegen die allgemein schlechten Bedingungen. Hauptquartier des Aufstandes ist der Kreuzer "Peter und Paul". Die Rote Armee geht brutal gegen den Aufstand vor. (S. auch 25.2.)
* 25.2.1925 Aufstand russischer Matrosen in Kronstadt. Diejenigen, die Leninīs Revolution ermöglicht hatten, stellen sich nun wegen Hungersnöten und der Unterdrückung der Bauern gegen ihn. In einer blutigen Schlacht wird die Revolte von der Roten Armee unter dem Kommando von Leo Trotzki niedergeworfen. (Als zweites Datum - na nu! - findet sich der 2.3.1921) Liegt vielleicht an verschiedenen Kalendern ...?
* 21.12.1925 Uraufführung des Filmes "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein. Der Film berichtet eindrucksvoll über Elend und Aufstand russischer Matrosen.
 

Matrosenaufstand
Bild oben: Denkmal zum Matrosenaufstand in Kiel.

Die Wiederaufrüstung


* 1.4.1933 - Ein neues Schlachtschiff
Das erste deutsche "Westentaschenpanzerschiff", die "Deutschland" wird seiner Bestimmung übergeben. Trotz seiner eher kleinen Ausmaße ist ein durchaus kampfkräftiges Schiff entstanden. Erreicht wurde dies durch einen sehr leistungsfähigen Dieselantrieb. Ausserdem wurde das Schiff nicht genietet sondern geschweisst, wodurch sehr viel Gewicht eingespart wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wird das Schiff in "Lützow" umbenannt, für Hitler war es undenkbar, sich vorzustellen, dass gleich ganz Deutschland versenkt werden könnte.
* 1935 - Deutsch-Britisches Flottenabkommen
Durch dieses Abkommen wurde eine Wiederaufrüstung der deutschen Kriegsmarine möglich. Es erlaubt den Deutschen, auf 35 Prozent der britischen Flotte aufzurüsten, bei den U-Booten sollen 100 Prozent erlaubt sein.
* 25.6.1933 - Die U-Boote kommen wieder
In Kiel-Wik wird die "Schule für U-Boot-Abwehr" gegründet. Gründungsbesetzung sind ein Dutzend Offiziere und ca. 60 Unteroffiziere und Mannschaften. Offiziell sollten hier nur Abwehrmaßnahmen entwickelt werden. Doch im Hintergrund hatte Deutschland schon lange an neuen U-Booten gebastelt. Diese wurden in Scheinfirmen in Holland bereits seit 1932 produziert und erprobt. In Deutschland wurden schon während der Verhandlungen zum Münchener Abkommen neue U-Boote auf Kiel gelegt.
* 28.7.1935 - Schon 38 Tage nach Unterzeichnung des Flottenabkommens läuft das erste neue U-Boot in Kiel zu seiner ersten Probefahrt aus. Alle zwei Wochen lief daraufhin ein neues Boot vom Stapel.

U-Kreuzer Links:
Ein deutscher U-Kreuzer.

* September 1935
Karl Dönitz wird Chef der ersten Flottille, der "U-Flottille Weddingen". Zur Einheit gehörten anfangs zwei 250-Tonner, die U 6 und U 7. Wenig später folgten U 1 bis U 5. Weitere neun Boote vom Typ IIb wurden in den nächsten Monaten in Dienst gestellt.
* 1935 - 1945: Kiel wird ein zweites Mal Reichskriegshafen.
* 8.12.1938 - "Graf Zeppelin", der Flugzeugträger
Kiel: Auf der Bauwerft Deutsche Werke Kiel AG tauft Gräfin Hella von Brandenstein-Zeppelin den ersten Flugzeugträger der Kriegsmarine auf den Namen `Graf Zeppelin`. Wegen kriegsbedingter Materialprobleme musste der Bau 1940 gestoppt werden. Das Schiff wurde im Juni 1940 nach Gotenhafen geschleppt werden und diente der Lagerung von Edelhölzern. Am 13. Mai erging dann doch noch der Befehl zum Weiterbau, am 5.12.1942 kam der Träger mit Schlepperhilfe wieder in Kiel an. Wiederum wegen Materialmangels wurde der Bau eingestellt. Im April/Mai 1943 wurde das Schiff in einen Seitenarm der Oder bei Stettin verbracht.
Am 25.4.1945 wurde der Träger mittels Hilfe von Wasserbomben versenkt. Das Wrack wurde 1946 von den Russen gehoben und als Transporter für Demontagegut verwendet. Soweit bekannt ist, soll der Träger dann sein Ende als Zielscheibe für Torpedos und neue Munition gefunden haben. Die zweite Versenkung soll bei 18 E 30 und 55 N 48 stattgefunden haben.
Der Liegeplatz für das Schiff sollte eigentlich Bremerhaven sein. Das Hafenbecken war bereits fertiggestellt.
 

WW II

1.1.1939 - Der erste Schuss


04:45 MEZ Danzig, Westerplatte: "Seit 5 Uhr 45 wird nunmehr zurückgeschossen." wie Hitler wenige Stunden später vor dem Reichstag behauptet. Das deutsche Linienschiff "Schleswig-Holstein" hat allerdings schon eine Stunde früher das Feuer auf die Danziger Westerplatte eröffnet, auf der sich eine polnische Festung befindet. Mit dem deutschen Überfall auf Polen hat der Zweite Weltkrieg begonnen.

"Total Germany"


Gegen Morgen des 3.9.1939 sendet das Oberkommando der britischen Marine an alle Schiffe den Funkspruch "Total Germany". Die Feindseligkeiten mit Deutschland können aufgenommen werden.
Am selben Tag um 11:30 befiehlt auch das deutsche Oberkommando den Beginn des Krieges gegen das Britische Empire.

Operation Weserübung


Am 9.4.1940 beginnt eine der gewagtesten Operationen der deutschen Marine, der Überfall auf Dänemark und Norwegen. Auf unzälige Schiffe verteilte Soldaten sollen verschiedene Häfen besetzen, darunter Oslo und Narvik.
Die deutsche Streitmacht kommt den Briten nur kurz zuvor, auch diese waren schon auf dem Weg. Bei der Operation verliert die Marine gut die Hälfte ihrer Zerstörer, vor Oslo wird eines der größten deutschen Schiffe, die "Blücher" durch Torpedos versenkt.
Mehr Glück hatten die Briten: Sie befanden sich aus Angst vor den Deutschen mit einer erheblichen Zahl von Einheiten auf dem Rückweg ins Mutterland. Dabei gerieten sie deutschen U-Booten vor die Rohre. Aufgrund der schlechten, deutschen Torpedos konnten sie den Grauen Wölfen entkommen.

Die Bismarck


Durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages war es den Deutschen lediglich erlaubt, Schlachtschiffe bis zu einer bestimmten Größe zu bauen. Die Lösung: die sogenannten "Westentaschenschlachtschiffe", von denen die Tirpitz und die Bismarck die bekanntesten waren.
* 1936 wird das Schiff bei Blohm & Voss in Hamburg auf Kiel gelegt.
* 14.2.1939 Stapellauf in Hamburg.
* 24.8.1940 auf der Niederelbe: Das Schiff wird in Dienst gestellt.
* 19.5.1941 02:00 MESZ Gotenhafen: Ankerauf zum ersten Einsatz.
* 21.5.1941 23:00 Bergen: Auslauf zum Durchbruch in den Atlantik.
* 24.5.1941 05:53 Schlachtkreuzer "Hood" und Schlachtschiff "Prince of Wales" eröffnen das Feuer. Acht Minuten später wird das schwerste Schiff der britischen Marine, die "Hood" durch gut gezielte Salven aus den deutschen Geschützen versenkt.
* 24.5.1941 ab 23:50 Angriff von neun britischen Torpedoflugzeugen.
* 26.5.1941 20:55 bis 21:25: Torpedoangriffe durch Flugzeuge der Ark Royal. Um 21:15 erhält das Schiff einen Treffer in die Ruderanlage, der es zwingt, im Kreis zu laufen.
* 27.5.1941 09:31 : Alle Geschütze der Bismarck sind ausgefallen. Oberhalb des Panzerdecks ist das Schiff fast vollständig zerschossen.
* 27.5.1941 10:00 MESZ ca. 48° 10' Nord, 16°12' West: Schwer angeschlagen entschliesst sich Kapitän Lindemann zur Aufgabe und Selbstversenkung des Schiffes, wobei zwei britische Kreuzer kräftig nachhelfen. Um 10:39 beginnt das Schiff zu sinken, ein Großteil der Besatzung kommt ums Leben.
* 8.6.1989 Der Amerikaner Robert Ballard findet das Wrack der Bismarck. Um nicht Massen von Plünderern anzuziehen, wird nur der deutschen Bundesregierung die genaue Lage des Wracks bekanntgegeben.

Schlachtschiff Bismarck
Bild: Schlachtschiff Bismarck

 

Die Grauen Wölfe


Karl Doenitz Durch das deutsch-britische Flottenabkommen war es den Deutschen ab 1935 wieder erlaubt, U-Boote zu bauen und zu besitzen. Erste Versuche waren allerdings schon Jahre vorher und im Geheimen gemacht worden, zum Teil sogar im Ausland.
Treibende Kraft bei Entwicklung und Ausbau der Unterwasserflotte war der "Befehlshaber der Unterseeboote" Karl Dönitz (Photo links). Dieser leidenschaftliche Verfechter der U-Bootwaffe hatte seine Kampferprobung bereits im Ersten Weltkrieg in der "Flotille Weddingen" erhalten. Für den Fall eines Krieges hatte er von Hitler 400 Boote gefordert. Zu Kriegsbeginn hatte er 57, davon waren etwa 25 Boote einsatzbereit.
Von den 40.000 eingesetzten deutschen U-Bootfahrern fanden ca. 30.000 den Tod, womit diese Waffengattung die höchste Verlustrate während des Zweiten Weltkrieges hatte.
* 5.9.1939 - U 47 und der erste Frachter
Nördlich von Spanien gelingt es U 47 unter Kapitänleutnant Günther Prien den ersten britischen Frachter, die "Bosnia" zu versenken.
* 13.10.1939 - U 47 und Scapa Flow
Vor Scapa Flow 19:00 deutsche Zeit: U 47 unter Kapitänleutnant Prien taucht auf, um einen der spektakulärsten mit einem U-Boot geführten Angriffe überhaupt zu beginnen. U 47 dringt in den stark bewachten Stützpunkt Scapa Flow ein. Glück im Unglück für die britische Marine: ihre Home Fleet ist gerade nicht im Hafen. Dennoch beginnt Prien am 14.10 gegen 01:00 Uhr seinen Angriff. Er versenkt das Schlachtschiff Royal Oak und beschädigt zwei weitere Schiffe schwer.
Prien und seine Mannen kehren unbehelligt nach Wilhelmshaven zurück, wo sie bgeistert empfangen werden. Prien wird von Hitler persönlich empfangen und mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Ausgetüftelt wurde der Plan vom BdU Dönitz, der es vollkommen in das Ermessen Priens stellte, den Angriff zu fahren oder auch nicht (so berichtet in Priens Buch "Mein Weg nach Scapa Flow"). Am 8.9.1939 ging U 47 in See.
11. - 31.1.1942
Operation Paukenschlag: Deutsche U-Boote versenken vor der Küste der USA 49 Handelsschiffe mit 276.173 BRT.
* Die Verluste
Die Namen von mehr als 30.000 Toten: Beeindruckend erinnert das "U-Boot-Ehrenmal" in Kiel-Möltenort an die gefallenen U-Bootfahrer beider Weltkriege, vorne ein ziemlich hässlicher Bronzeadler auf einer nichtssagenden Steinsäule. Im hinteren Teil findet sich ein in die Erde eingelassenes Halbrund, in dem auf Bronzetafeln die Namen sämtlicher Gefallener U-Bootleute beider Weltkriege stehen. Die U-Bootwaffe war im Zweiten Weltkrieg die Waffengattung mit der höchsten Verlustrate.

Hilfskreuzer


Hilfskreuzer waren die Wölfe im Schafspelz. Diese Schiffe wurden bereits im Ersten Weltkrieg erfolgreich eingesetzt, und so wurde die Idee auch im nächsten Weltkrieg wieder aufgegriffen. Hilfskreuzer sind umgebaute, ehemalige Frachter mit einer zum Teil sehr kampfstarken Bewaffnung.
Sie führten umfangreiches Tarnmaterial mit sich, die Aufbauten und auch die Namen der Schiffe wurden nach jedem Angriff geändert. Ihre Namen: Atlantis, Coronel, Hansa, Komet, Kormoran, Michel, Orion, Pinguin, Stier, Thor und Widder.
 
Hilfskreuzer Atlanis
* 31. März 1940 - Der Rekord der Atlantis
Kiel: Unter dem Kommando von Kapitän Rogge bricht der erste deutsche Hilfskreuzer und "Handelsstörer" Schiff 16, die "Atlantis" zum längsten Törn auf, den ein Schiff im Zweiten Weltkrieg gemacht hat. Der Hilfskreuzer ist 600 Tage unterwegs, bis er im November/Dezember 1941 vom britischen Kreuzer `Devonshire` versenkt wird. Ihre Fahrt begann sie getarnt als norwegischer Frachter. Die `Atlantis` kaperte insgesamt 22 Schiffe. Getarnt als japanischer Frachter `Kasimaru` erwischte sie ihr erstes Opfer, den britischen Erzfrachter `Scientiest` (6.200 BRT) am 3.5.1940 querab Südafrika.
Die Atlantis war der ehemalige Frachter "Goldenfels" (7862 BRT). Bewaffnung: sechs 15-cm-Geschütze, ein 7,5-cm-Geschütz, zwei 3,7-cm-Flak, zwei 2-cm-Flak und sechs Torpedorohre. Zur Ausstattung gehörten ebenso 420 Minen, zwei Wasserflugzeuge vom Typ `Arado` und ein kleines Schnellboot.
* April 1940 - Orion
Anfang April läuft Schiff 36 "Orion" unter dem Kommando von FregKpt. Weyher aus. Es soll den Nachschub im Südatlantik behindern.
Die "Orion" ist der ehemalige Frachter "Kurmark" (7021 BRT). Bj. 1936. Besatzung: 377 Mann. Bewaffnung ähnlich wie `Atlantis`.

Flugzeugträger


To be updated!

Der Pazifik


* 20.10.1941 - Erste Planungen
Die japanische Marine beginnt mit ihren Planungen für den Überfall auf Pearl Harbour.
* 7.12.1941 - Pearl Harbour
In der Morgenröte: Von mehreren japanischen Trägern starten Flugzeuge zum Angriff auf die amerikanische Flottenbasis in Pearl Harbour. Gegen 07:10 LT werden die Maschinen vom amerikanischen Radar in 140 km Entfernung geortet, aber es folgt keine Reaktion. Um 08:00 LT beginnt der Angriff und hat auf die völlig unvorbereiteten Amerikaner verheerende Folgen.
Wäre die moderne Technik besser eingesetzt worden, wären die Folgen des Angriffs vielleicht nicht ganz so schlimm gewesen. Wenige Zeit vorher war auf einem Berg in der Nähe des Hafens eine Radarstation errichtet worden. Die Warnung der sie bedienenden Soldaten wurde jedoch nicht ernst genommen.
Bei dem Angriff werden 19 Schiffe versenkt oder schwer beschädigt. 188 Flugzeuge werden zerstört, 2.403 Soldaten werden getötet, 1.178 verwundet.
Um 13:55 LT wird in Washington eine ultimative Note der Japaner übergeben. Zu spät, sie sollte 55 Minuten vorher eintreffen.
* 4. - 8.5.1942 - Schlacht im Korallenmeer
Seeschlacht im Korallenmeer zwischen amerikanischen und japanischen Verbänden. Es ist die erste Schlacht der Geschichte, in der massiv Flugzeugträger zum Einsatz kommen.
* 7.8.1942 - Island Hopping
11.000 US-Marines beginnen mit Operation "Watchtower", der Landung auf der Salomoneninsel Guadalcanal, die seit Mai 1942 von japanischen Truppen besetzt ist. Die Schlacht dauert sechs Monate und wird zu den blutigsten des Zweiten Weltkrieges gezählt. Das Unternehmen bildet den Auftakt des "Island Hopping", einer Taktik, mit welcher den Japanern Insel für Insel wieder entrissen werden soll. Den Kern der Taktik bilden amphibische Truppen, die Flugzeugträger als mobile Basen haben.
* 11./12.10.1942 - Seeschlacht bei Cape Esperance
Bei Guadalcanal liefern sich japanische und amerikanische Kreuzer ein Gefecht. Die Japaner verlieren 2 Schiffe.
* 19.2.1945 - Iwo Jima
Im Morgengrauen: amerikanische Marines landen im Pazifik auf der japanisch besetzten Insel Iwo Jima. Eine der härtesten Schlachten im Pazifik beginnt. Für die Eroberung waren vier Tage geplant, die Aktion dauerte jedoch ganze 36 Tage. Es gibt hohe Verluste auf beiden Seiten.
* 27.8.1945 - Amerikaner auf japanischem Boden
Die zur 3. US-Flotte unter Admiral Halsey gehörende Task Force 38 läuft in die Sagami-Bucht vor Tokio ein. Zwei Tage später beginnt die 11. Airborne Division mit der Besetzung Japans. Zum erstenmal seit 2500 Jahren befinden sich fremde Truppen auf japanischem Territorium.
* 2.9.1945 - Die Kapitulation
10:30 LT Sagami-Bucht vor Tokio, Schlachtschiff Missouri: Japan unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation. Anwesend sind der japanische Außenminister Shigemitsu und General Umedzu, Chef des Generalstabes der japanischen Armee. Für die Alliierten sind vor Ort (oder besser an Bord ..) der amerikanische General McArthur, General Nimitz und diverse andere hohe Tiere. Nach sechs Jahren und einem Tag ist der Zweite Weltkrieg beendet. Durch den Krieg verlor die japanische Handelsflotte 2.106 Schiffe. Die Kriegsmarine verlor zehn Schlachtschiffe, 16 Flugzeugträger, 37 Kreuzer, 137 Zerstörer und 127 U-Boote. 60.422 Flugzeuge der See- und Luftstreitkräfte wurden zerstört. Durch den Luftkrieg verloren 392.000 Japaner das Leben, hinzu kommen eine halbe Million Verletzte und 9.2 Millionen Obdachlose. 2.2 Millionen Häuser wurden durch das amerikanische Bombardement zerstört.

Die Flucht


Als die Rote Armee beginnt, Ostdeutschland einzunehmen, beginnt eine heillose Flucht auf allem, was fährt, schwimmt oder fliegt. Cirka zwei Millionen Flüchtlinge sind unter zum Teil unvorstellbaren Verhältnissen per Schiff aus den teilweise schon von der Roten Armee eingeschlossenen Häfen evakuiert worden. An diesen Aktionen beteiligten sich Schiffe aller Art. Einige dieser schwimmenden, überbelegten Rettungsschiffe haben eine traurige Berühmtheit erlangt, denn mit ihnen gingen mehrmals Tausende von Menschen unter.
Dennoch schafften über eine Million Menschen die Flucht über die Ostsee, nur ein ganz geringer Prozensatz kam um.
* Zahlen
Aus einer Lagemeldung der Seekriegsleitung über die vom 23. Jan. bis 8. Mai 1945 aus Ostpreußen abtransportierten Flüchtlinge, Verwundete und Soldaten (Vom 9. Mai 1945):
Marineoberkommando Ost, Mürwik, den 9. Mai 1945
"Nach dem Westen, wurden mit Schiffen aus den Häfen Königsberg, Pillau, Danzig, Gotenhafen (Gdingen) und Hela transportiert:
Flüchtlinge: 679.541
Verwundete: 345.477
Soldaten: 181.775
Insgesamt: 1.206.793 Menschen"

Wilhelm Gustloff

* 30.1.1945 - Die Wilhelm Gustloff
21:16 LT 55N07.5 17E42, 12 sm querab Stolpmünde: Das sowjetische U-Boot S-13 schiesst drei Torpedos auf die "Wilhelm Gustloff" ab. Alle drei treffen, das Schiff sinkt gegen Mitternacht. Das ehemalige KdF Schiff war um 12:30 in Danzig ausgelaufen und hatte offiziell 6.050 Menschen an Bord, überwiegend Ostdeutsche, die sich auf der Flucht vor der Roten Armee befanden.
Von den über 6.000 Menschen waren etwa 4.424 Frauen und Kinder, der Rest gehörte zum Schiffspersonal oder zur Wehrmacht. Die Lufttemperatur betrug zum Zeitpunkt des Unterganges minus 18 Grad. 5.384 Menschen starben in den eiskalten Fluten der Ostsee, soweit sie die Einschläge der Torpedos überhaupt überlebt hatten. Die Wilhelm Gustloff war im Frühjahr 1938 vom Stapel gelaufen und 25.484 BRT groß.
* 16. April 1945 - Die "Goya"
Gegen Morgen torpediert ein sowjetisches U-Boot vor der Halbinsel Hela den ehemaligen norwegischen Frachter "Goya". Etwa 7.200 Menschen kommen ums Leben, nur wenig mehr als hundert können gerettet werden. Der Untergang der "Goya" ist die größte Schiffskatastrophe alle Zeiten.

Was geschah noch?


* 30.1.1943 - Neuer Oberbefehlshaber
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, wird entlassen. Sein Nachfolger wird der Oberbefehlshaber der U-Boote Karl Dönitz.
* 6.6.1944 D-Day
Das größte Landungsunternehmen der Kriegsgeschichte beginnt: Die Allierten Streitkräfte landen in der Normandie. Um 00:11 beginnt eine Landung britischer Lastensegler. Um 01:07 startet ein Luftangriff auf die französische Stadt Caen und um ca. 06:00 beginnt der Beschuss des Atlantikwalls durch alliierte Schiffsartillerie.
* 3.5.1945 - Die "Cap Arkona"
In der Neustädter Bucht, der Krieg ist eigentlich schon vorbei: Britische Jagdbomber beschossen das unbewaffnete Schiff und versenkten es, wobei einige tausend Menschen den Tod fanden. Es traf "die Falschen": Anfang März 1945 nahm das Schiff 5.000 KZ-Häftlinge an Bord, viele verloren bei dem Angriff ihr Leben.
Dabei hatte das Schiff ganz andere Zeiten gesehen. Am 14.5.1927 läuft die "Cap Arkona" auf der Werft von Blohm & Voß in Hamburg vom Stapel. Lag sie in ihrem Heimathafen Hamburg, so überragten ihre drei schwarzen Schornsteine mit rotem Topp alle anderen Schiffe. Das Schiff mit einer Größe von 27.650 BRT war 205.9 m lang, mit seinen 24.000 PS erreichte es eine Geschwindigkeit von 20 Knoten. 630 Bordbedienstete kümmerten sich um das Wohl der maximal 1315 Passagiere. Mit 1000 Passagieren an Bord legte das Schiff am 19.11.1927 zur Jungfernfahrt Richtung La Plata ab.
Im Zweiten Weltkrieg lag das Schiff in Gotenhafen und fungierte als Wohnschiff der Marine. In den letzten Kriegsmonaten brachte es 27.000 Flüchltinge über die Ostsee in Sicherheit.
 

  1945 - 1999


Der verrückte Norweger: Thor Heyerdahl


Kon Tiki 28.4.1947 Südamerika: Thor Heyerdahl beginnt mit fünf Begleitern und einem Papagei seine Fahrt auf dem aus Balsaholz gebauten Floß `Kon Tiki`. Er will beweisen, dass die Bewohner der samoanischen Inseln aus Südamerika gekommen sind. Der Beweis gelingt. Heyerdahl und seine Leute landen zwar im letzten Moment auf ein paar Klippen, kommen aber an.

Die "Andrea Doria"


Am 25.7.1956 kurz vor dem Wachwechsel um 24:00. Die Andrea Doria befindet sich in einer dichten Nebelbank.
Die Stockholm rammt die "Andrea Doria" an Steuerbord. Sieben der elf Decks werden fast bis zum Kiel aufgerissen.
Bei der "Stockholm" ist der Bug zerterümmert, sie kann aber aus eigener Kraft nach New York weiterfahren. Der "Andrea Doria" kommt die "Ile de France" zur Hilfe, die am 26. Juli um 18:00 Uhr New York erreicht. Mehr als 1.000 Menschen haben das Unglück überlebt, es gibt 51 Tote.
Am 26. Juli 1956 um 10:09 säuft die Andrea Doria ab.
Kapitän der "Andrea Doria": Piero Calamai. Kapitän der "Stockholm": Nordenson
Zum Hergang des Unglücks gibt es eine langwierige Untersuchung, die schliesslich eingestellt wird. Man einigt sich auf einen Vergleich, beide Reedereien zahlen 6 Millionen Dollar.

Die Estonia


Am 28.9.1994 um kurz nach Mitternacht passiert in der Ostsee eine der schlimmsten Schiffskatastrophen der Neuzeit. Die Fähre "Estonia" der estnisch-schwedischen Linie Estline sinkt im Sturm. Sie war auf dem Weg von Tallinn nach Stockholm, 989 Menschen waren an Bord. Durch eine abgerissene Bugklappe dringt schnell Wasser in das Schiff, es sinkt innerhalb weniger Minuten. Nur 137 Menschen können gerettet werden.
Die Unfallursache kann auch Jahre später nicht richtig geklärt werden. Mitte 2000 tauchen im Auftrag einer Journalistin einige Männer hinab zum Wrack. Sie entdecken einen Riss neben der vorderen Luke und nehmen Materialproben, die verschiedenen Instituten übergeben werden. Diese kommen zu dem Schluss, dass das Schiff durch eine Explosion zerstört wurde.

 

Was geschah noch im 20. Jahrhundert?


* 23.2.1900 - Dampfschiff gesunken
Das Dampfschiff "Rio de Janeiro" sinkt in der Bucht von San Francisco.
* 16.6.1900 - Ein neuer Kanal
Lübeck: In Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. wird der "Elbe-Lübeck-Kanal" für den Verkehr freigegeben. Der Grundstein wurde 1895 gelegt, das Projekt kostete 95 Millionen Goldmark.
* 17.11.1913 - Ein wichtiger Kanal
Der Panama-Kanal wird für den Verkehr freigegeben.
* 3.8.1936 - Segeln der Meister
Kiel, nach Einbruch der Dunkelheit: Eröffnung der Olympischen Segelspiele.
* 28.9.1938 - Die "Queen Elizabeth
Stapellauf des britischen Passagierdampfers "Queen Elizabeth".

MS Berlin Bild rechts:
MS Berlin
Das Passagierschiff wurde gebaut für die Reederei Peter Deilmann, Neustadt /Holstein. Mittlerweile wurde das Schiff verkauft und trägt jetzt den Namen "Spirit of Adventure". Die "Berlin" fuhr einige Zeit als "ZDF-Traumschiff" durch meist tropische Meere. Mehr über eine der schönsten, deutschen Flotten und mit freundlicher Genehmigung der
Reederei Deilmann

* 22.8.1939 - Die Bremen
Bremerhaven: der Stolz der deutschen Passagierflotte, die "Bremen" (Reederei Hapag-Loyd) verlässt das letzte Mal Bremerhaven Richtung New York. Dort kommt es am 28.8. an und kann den Hafen gerade noch vor Kriegsausbruch am 31.8. zwischen 18:00 und 19:00 Uhr New Yorker Zeit wieder verlassen. An der Eisgrenze entlang schleicht es sich dann nach Murmansk. Schliesslich landet es wieder in Bremerhaven, wo es als Flak- und Wohnschiff Verwendung findet. Am 16.3.1941 gerät das Schiff aus unbekannter Ursache in Brand und fackelt total ab.
* 30.10.1938 - Noch ein Kanal
Der Mittellandkanal wird für den Verkehr freigegeben.
* 21.1.1954 - Erstes Atom-U-Boot
Groton /Connecticut: Stapellauf der "Nautilus", des ersten atomgetriebenen U-Bootes der Vereinigten Staaten.
Die Kiellegung war am 14.6.1952. Am 11.1.1955 um 16:00 EST wird das Boot zum ersten Mal allein mit Atomkraft betrieben.
* 23.8.1958 - Die "Gorch Fock"
Das Segelschulschiff "Gorch Fock" läuft vom Stapel. Die Indienststellung als Ausbildungsschiff der Bundesmarine findet am 17.12.1958 statt. Daten: ca. 270 Mann Besatzung, Gewicht voll ausgerüstet 1880 Tonnen, 81,44 m Länge (über Bugspriet 89,32 m), 12 m breit, 5 m Tiefgang, 1964 qm Segelfläche.
* 21.7.1959 - Die "Savannah"
USA: Die "Savannah", das erste atomgetriebene Passagierschiff der Welt läuft vom Stapel.
* 23.1.1960 - Tieftaucher
Die Tauchkapsel "Trieste" erreicht im Marianengraben vor den Philippinen eine Tiefe von 35.802 Fuss (ca. 12.000 Meter).
* 24.9.1960 - Flugzeugträger mit Atomantrieb
Der erste atomgetriebene Flugzeugträger der Welt, die "USS Enterprise" läuft vom Stapel.
Besonderheiten: Die Enterprise ist das längste Kriegsschiff der Welt. 1995 wurde sie umgebaut und vergrößert.
Am 14. Januar 1969 kommt es bei Hawaii zu einer folgenschweren Explosion. 24 Seeleute werden getötet, 344 verletzt. Das Flugdeck bekommt acht Löcher, 15 Flugzeuge sind Totalschaden.
US Navy CVN 65, Flugzeugträger
Kiellegung: 4.2.1958
Indienststellung: 25.11.1961
Länge: 1040 feet - Breite:
Länge des Flugdecks: 1.101 feet - Hangargröße: 216.00 sq.feet
Gewicht: 89.084 tons (voll ausgerüstet), 75.730 (Standard)
280.000 PS - Höchstgeschwindigkeit: 30+ kn
Besatzung: 3.319 Nautik, 2.625 Flugzeuge, 72 Marines
Fliegendes Material:
8-SH-3G/H Sea King oder SH-60F Seahawk Hubschrauber
1 Squadron F-14 A/B/D Tomcats
3 Squadrons F/A-18C/E/F Hornets
4 EA-6B Prowlers
4 E-2-C Hawkeyes
6 S-3-A/B Vikings
2 E-3B Shadows
* 25.9.1962 - Was lange währt ...
Travemünde: Einweihung des Skandinavien Kaiīs nach nur lächerlichen 32 (in Worten: zweiunddreißig) Jahren Bauzeit. Heute steht in Travemünde der größte Fährhafen der Welt.
* 10.4.1963 - U-Boot gesunken
Die US Navy gibt den Verlust des U-Bootes "Thresher" mit 129 Seeleuten an Bord bekannt.
Das Boot war ein vollkommen neuer Typ. Es war kleiner und schneller als seine Vorgänger und sollte sowjetische U-Boote jagen. Erstmals wurde zur Steuerung ein Computer eingesetzt. Das Schiff sank bei seiner ersten Erprobungsfahrt. Um 09:13 fing das Begleitschiff einen Funkspruch auf, dass es an Bord Probleme geben würde. Beim nächsten Funkspruch wenig später wurden Detonationen wahrgenommen. Es dauerte ein halbes Jahr, bis die durch eine Implosion total zerstörten Reste des Bootes entdeckt werden konnten.
Angenommene Unfallursache ist das Platzen von Wasserleitungen, wodurch der Atomreaktor ausser Betrieb gesetzt wurde. Nur mit seinen Batterien war das Schiff nicht mehr in der Lage, aufzutauchen.
* 14.5.1963 - Ein neuer Verkehrsweg
Die `Vogelflugline` (Hamburg - Insel Fehmarn - Dänemark) wird dem Verkehr übergeben. Von Puttgarden ins dänische Rödby geht es mit der Fähre weiter.
* 25.5.1963 - Schulschiff Deutschland
Das Schulschiff "Deutschland", ein Zerstörer, wird in Dienst gestellt.
* 4.8.1964 - Die USA und Vietnam
"Golf von Tonkin Zwischenfall". Im Chinesischen Meer duellieren sich ein amerikanischer Zerstörer und ein nordvietnamesisches Kanonenboot. Die USA mischen im Bürgerkrieg mit.
* 2.7.1966 - Atomare Meeresverseuchung
12:00 LMT Mururoa-Atoll: Erster Atomtest der Franzosen auf dem Atoll.
* 26 .9.1966 - Eisbrecher zu Gast
Die "Staten Island" ist der erste Eisbrecher, der in die San Francisco Bay einläuft.
* 21.5.1968 - U-Boot gesunken
Das US Atom-U-Boot "Scorpion" wird auf See vermisst. Mit Mann und Maus gesunken.
* 14.1.1969 - Rumms
Durch eine Explosion auf dem Flugzeugträger "USS Enterprise" werden 28 Matrosen getötet und 344 verletzt. Das Flugdeck hat acht Löcher, 15 Flugzeuge wurden zerstört.
* 3.6.1972 - Segeln der Meister
Kiel-Schilksee: Eröffnung der zweiten Olympischen Segelspiele auf deutschem Boden.
* 3.5.1975 - "USS Nimitz"
Der 95.000 Tonnen große amerikanische Flugzeugträger "USS Nimitz" läuft vom Stapel.
* 1975 Der Kabeljaukrieg
Island dehnt die Fischereizone auf 200 Seemeilen aus, was zu politischen und maritimen Auseinandersetzungen führt, dem `Kabeljaukrieg`, der vor allem mit Großbritannien und den Deutschen ausgetragen wird. Der Streit endete erst mit der völkerrechtlichen Anerkennung der 200-Meilen-Zone im Juni 1976.
* 29.5.1979 - Der Feind darf durch
Israelische Schiffe passieren das erste Mal den Suez Kanal.
* 3.6.1979 - Und wieder Öl
Der Tanker "IXTOC I" schlägt im Golf von Mexiko leck - 2.3 Millionen Barrel Öl laufen aus.
* 15.6.1982 - Die Falklands
Die Briten besiegen die Argentinier auf den Falklands. Die Operation war durch massive Aufmärsche seitens der Royal Navy vorbereitet worden.
Federführend: Die "Eiserne Lady" Margaret Thatcher.
* 15.10.1982 - Fregatte Niedersachsen
Wilhelmshaven: Indienststellung der Fregatte "Niedersachsen". Sie wurde von 1979-1981 bei der Bremer Vulkan für die deutsche Bundesmarine gebaut.
* 29.12.1982 - New Jersey entmottet
Long Beach /Cal.: Präsident Reagan stellt das 40 Jahre alte Schlachtschiff "New Jersey" wieder in Dienst. Das Entmotten hat 316 Millionen Dollar gekostet und soll ein Gegengewicht zu den hochmodernen, sowjetischen Kreuzern der Kirov-Klasse darstellen. Kritiker allerdings meinen, dass die New Jersey modernen Raketen ausgeliefert sei wie eine lahme Ente. Das Schiff wiegt 58.000 Tonnen und hat nach der Umrüstung 32 Marschflugkörper und 16 Seezielrakten an Bord.
* 29.4.1988 - Es kracht
Tag der Schiffsunglücke: In einem Bremer Dock kippt ein Autofrachter um. In der Elbe läuft ein Frachter auf Grund, und in der Nordsee bei Amrum gibt es eine Schiffskollision.
* 24.3.1989 - Die "Exxon Valdez"
Vor der Küste von Alaska kommt es zur bis dahin verheerendsten Ölkatastrophe der Geschichte. Im Sturm donnert der Tanker `Exxon Valdez` auf die Klippen und verliert jede Menge Öl. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf etwa vier Milliarden Dollar - soweit man die verendeten Fische und Seevögel überhaupt mit Geld aufrechnen kann. Der Kapitän des Tankers war betrunken.
* 13.5.1989 - Man verträgt sich
Die BRD und die UdSSR vereinbaren gegenseitige Flottenbesuche. Das erste Ziel deutscher Kriegsschiffe soll Leningrad sein.
* 8.11.1989 - Schiffskollision
Kurz nach 22:00 MEZ, neun Kilometer südlich von Helgoland: Der Containerfrachter `Nordec-Stream` rammt das Fährschiff `Hamburg`. Drei Tote, dickes Loch an Steuerbord achtern. Schuld war die `Hamburg`, sie hätte ausweichen müssen.
* 15.7.1991 - Von Leningrad nach Kiel
10:00 MESZ Kiel: Die Jumbo-Fähre "Anna Karenina" legt in Kiel an. Die Fährverbindung von Leningrad nach Kiel steht. Erste Abfahrt aus Leningrad war am 13.7. um 00:00 Uhr.
* 21.7.1991 - Öl Down Under
Tankerunfall im Hafen von Cervantes an der australischen Westküste. Mehrere tausend Tonnen Öl fliessen aus dem griechischen Schiff `Kiri` ins Meer. Der 37köpfigen Besatzung passiert nichts.
* 2.10.1992 - Zerstörer demoliert
00:12 MEZ südliches Mittelmeer: Aus ungeklärten Gründen beschiesst der US-Träger `Saratoga` einen türkischen Zerstörer mit einer Rakete. Fünf Tote; die Brücke des Zerstörers ist total demoliert.
* 5.9.1995 - Die Verseuchung geht weiter
21:30 GMT Mururoa-Atoll: Nach mehr als vier Jahren führen die Franzosen wieder einen unterirdischen Atomtest durch. In Deutschland wird die Schockwelle um 23:49 MESZ registriert. Es hagelt weltweit Proteste.
* 14.12.1996 - Hafenmauer gerammt
Gegen Abend in New Orleans: Wegen Maschinenschaden rammt ein 230 m langer Frachter aus Nigeria eine Hafenpromenade. Dabei wird u.a. ein Hotel beschädigt, es kommt zu einer allgemeinen Panik.
* 18.8.1997 - Ein neuer Terminal
Kiel /Schleswig-Holstein: In Gegenwart der norwegischen Königin und der schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin wird auf dem Ostufer der neue Norwegen-Terminal eingeweiht. Ein hässliches, unförmiges, graues Gebäude. Und es wollte und wollte nicht klappen. Denn Bedingung für die Eröffnung seitens der norwegischen `Color Line` war, dass eine Brücke über die Förde fertiggestellt sein müsste. Und dieses Teil war so kompliziert gedacht, dass es monatelang Schwierigkeiten gab. So gingen der Stadt Kiel auch noch einige Mark an Pacht durch die Lappen.
* 30.11.1997 - Kollision im Nebel
Im Öresund, ca. 25 km nordöstlich Kopenhagens: Ein Tanker und ein Ausflugsboot kollidieren im dichten Nebel. Das Boot war auf einer Angeltour. Vier Passagiere ertrinken, die restlichen 17 werden geborgen.
* 25.10.1998 - Der Untergang der "Pallas"
Ca. 60 km westlich von Esbjerg /DK: der Holzfrachter "Pallas" brennt. Bergungs- und Löschversuche scheitern. Das Schiff treibt Richtung Süden und strandet am 29.10. vor der Insel Amrum. Hier gelingt es lediglich, das Schiff um etwa 80 Grad zu drehen.
Am 6.11. wird das Schiff zum Wrack erklärt. Am 7.11. knickt der Rumpf ein, 15 Tonnen Schweröl entweichen, es kommt zu einer `kleineren` Ölpest.
Am 20.12. liegt das Teil immer noch vor Amrum, es treten erneut ca. 300 Tonnen Öl aus. Am 24.2. beschliesst der Landtag die Einspülung des Schiffes mit Sand. Durch die Katastrophe sterben 18.000 Vögel.
Am 17.6.1999 werden letzte Teile der Aufbauten abgeschweisst. Der Rest wird dem Meer zur Versandung überlassen. Das ganze Drama hat die Steuerzahler 15 Millionen DM gekostet.
* 9.2.1999 - Kollision mit Treibeis
Im Nordmeer: Der deutsche Kreuzfahrer "Hanseatic" kollidiert mit Treibeis. Schraubenschaden. Das Schiff hatte in der vergangenen Zeit bereits zweimal Grundberührung.
* 13.3.1999 - Grundberührung
Bagenkop /DK: Beim Auslaufen aus dem Hafen hat die Fähre von Langeland nach Kiel Grundberührung. Sie schafft es noch bis Kiel, ist allerdings kurz vor dem Sinken.
* 21.5.1999 - Feuer an Bord
Straße von Malakka: Nach einem Brand im Maschinenraum versinkt der Kreuzfahrer "Buena Vista" auf 60 Meter Tiefe.
* 6.7.1999 - Brand auf Fährschiff
Kurz nach 02:00 MESZ auf der Ostsee: Entdeckung eines Brandes auf dem Fährschiff "Princess Ragnhild" (Color Line). Eine Leitung mit 90 Grad heissem Diesel war geplatzt. Zudem hat die Feuerlöschanlage versagt. Die Rettung der über 1.000 Pasagiere geht reibungslos vonstatten.
* 12.7.1999 - Festnahme auf See
15 Umweltschützer von "Greenpeace" werden von der nowegischen Küstenwache vorläufig festgenommen. Ihr Schiff, die `Sirius` wird nach Stavanger geschleppt. Die Aktivisten hatten versucht, mit Schlauchbooten den Fang von Zwergwalen durch norwegische Fischer zu verhindern.
* 15.7.1999 - Grundberührung
Nachmittags im Oslo-Fjord: Beim Auslaufen Richtung Kiel hat das Fährschiff `Kronprins Harald` (Color Line) während eines Ausweichmanövers Grundberührung.
* 10.9.1999 - Die "MS Europa"
Ca. 13:00 LT Helsinki. Ein neues Passagierschiff der Superlative, die "MS Europa" verlässt weit vor der Fertigstellung die Kvaener Masa Werft. Auf dem Weg nach Kiel gibt es um 22:00 keinen Strom mehr, da die Maschinenanlage ausfällt.
Das Schiff wird mit neun Tagen Verspätung ausgeliefert, die Taufe ist am 14.9. in Hamburg. Im Schiff wurden 28.000 Tonnen Stahl verbaut, es verfügt über 29.367 PS und kostete 260 Mill. DM. Das Ausschwimmen war im März 1999.
* 30.9.1999 - Kühlschiffe der Superlative
Kiel: Bei Howaldt werden die beiden größten Kühlschiffe der Welt getauft. Die "Dole Chile" und ihr Schwesterschiff "Dole Colombia" sind 204,9 m lang, 32,24 m breit und haben eine Tragfähigkeit von 30.000 Tonnen. Die beiden Schiffe verfügen über doppelt soviel Kühlraum wie bisher gebaute Schiffe.
Auftraggeber ist die Dole Fresh Fruit International Ltd. mit Sitz in San Jose /Costa Rica. Die Schiffe sollen Bananen von Costa Rica an die Ostküste der USA transportieren.
* 2.11.1999 - Fährschiff gesunken
Patras /Griechenland: Kurz nach dem Auslaufen sinkt ein griechisches Fährschiff, das auf dem Weg nach Italien war. Zehn blinde Passagiere, die sich im Autodeck verborgen hielten, ertranken. Alle anderen 307 Passagiere konnten gerettet werden.

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