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Seenotrettungskreuzer MS Berlin

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger


MS Berlin

Dorschtage 2005


Nachdem es schon in den Jahren zuvor in einigen Küstenorten zur Gründung von Vereinigungen zur Rettung Schiffbrüchiger gekommen war, wurde am 29. Mai 1865 in Kiel die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" gegründet.
Damit war das wichtige Ziel erreicht, eine einheitliche und unabhängige Seenotrettung für die deutschen Küsten einzurichten. Sitz der Gesellschaft wird Bremen.
Wie notwendig eine derartige Organisation ist, verdeutlicht die folgende Zahl: Seit ihrer Gründung haben die Männer der DGzRS 72.112 Menschen aus Seenot oder lebensbedrohlichen Situationen gerettet.
 
Die kleinen Bilder auf dieser Seite lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Die Stationen


Die DGzRS unterhält an Nord- und Ostsee insgesamt 54 Stationen. Viele davon sind ständig besetzt.
Im Dienst sind 20 Seenotrettungskreuzer und 41 Seenotrettungsboote (Stand 2004).
Im Jahr 2004 sind die Boote zu 2.547 Einsätzen ausgelaufen. Dabei haben allein die 20 Rettungskreuzer eine Strecke von 73.943 Seemeilen (ca. 137.000 Kilometer) zurückgelegt. Es wurden 1.548 Menschen gerettet, befreit oder transportiert. 67 Schiffe und Boote wurden vor dem Untergehen bewahrt, und unter "Diverses" fallen 883 Einsätze bei nautischen Hilfeleistungen aller Art.
 
Bild: Die Löschkanonen. Sie werden von einer 2.000 PS starken Maschine angetrieben. Währenddessen halten zwei weitere 700 PS Maschinen das Boot auf Position.



 

Die Boote an der Ostsee


Eckernförde
Seenotrettungsboot "Eckernförde"
Baujahr: Juni 2004
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige
Sprechfunk : UKW

Kiel-Schilksee
Seenotrettungsboot "Asmus Bremer"
Seenotrettungsboot "Eltje"
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige Sprechfunk : UKW

Laboe
Seenotkreuzer "Berlin"
Ständig besetzt und hörbereit
Sprechfunk: Grenzwelle, UKW und UHF
Kontakt zu SAR-Luftfahrzeugen
Tochterboot "Steppke"
Seenotrettungsboot "Bottsand"
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige
Sprechfunk : UKW

Lippe / Weissenhaus
Seenotrettungsboot "Hellmut Manthey"
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige
Sprechfunk : UKW

Heiligenhafen
Seenotrettungsboot "Heiligenhafen"
Baujahr: Oktober 2000

Puttgarden
Seenotrettungsboot "Emil Zimmermann"
Baujahr: Mai 2000

Großenbrode / Seeposition Fehmarn
Seenotkreuzer "John T. Essberger"
Tochterboot "Elsa"
Ständig besetzt und hörbereit
Sprechfunk: Grenzwelle, UKW und UHF
Kontakt zu SAR-Luftfahrzeugen

Bruecke
Steuerstand
 
Bruecke
Die Brücke
 
Grömitz
Seenotkreuzer "Bremen"
Tochterboot "Vegesack"
Ständig besetzt und hörbereit
Sprechfunk: Grenzwelle, UKW und UHF
Kontakt zu SAR-Luftfahrzeugen

Neustadt
Seenotrettungsboot "Crempe"
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige

Travemünde
Seenotrettungsboot "Hans Ingwersen"
Baujahr: Februar 2000
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige

Timmendorf / Poel
Seenotrettungsboot "Günther Schöps"
Im Bedarfsfall besetzt, Besatzung: Freiwillige

Die MS BERLIN


Das Boot
Kennung: DBAH
Bauwerft: Lürssen Vegesack, Bremen
Höchstgeschwindigkeit: 24 Knoten
Länge: 27,5 m - Breite: 6,53
Tiefgang: 2,10 m - Verdrängung 103 t
Drei Propeller, Leistung 3.194 PS
Tochterboot: Steppke
Besatzung: 4 Mann. Die Crew kommt aus ganz Deutschland und wechselt im 14-tägigen Rhythmus.
Baugleich sind "Hermann Helms", "Alfried Krupp", "Vormann Steffens, "Arkona" und "Bremen""

Der Kreuzer ist mit modernster Computer-, Funk- und Peilungstechik ausgerüstet: UKW/GW-Funk, Echolot, Radar, Funkpeiler, DGPS ("Differential Global Positioning System", ein erweitertes und genaueres GPS), DSC (ein digitales Rufnummernsystem für den Funkverkehr in der Seefahrt), Navtex ("Navigational-Telex-System", nautische Warnnachrichten per Telex), Homing (Flugfunk-Ortungssystem für Luftnotfälle und Seenotfunkbaken ), Selbststeueranlage, Videoplotter, Fremdlenzanlage und Feuerlöschanlage.
Zur Versorgung Verletzter ist ein eigenes Hospital vorhanden.

Die "MS Berlin" bewältigt etwa 100 Einsätze pro Jahr. Die Einsatzgründe sind vielfältig: Im Winter geraten mehr Schiffe in schwere See, im Sommer werden auch Touristen mit gesundheitlichen Problemen versorgt.

Der Rettungskreuzer ist erreichbar über die Seenotleitstelle in Bremen, Kanal 16 oder via Festnatz an seinem Liegeplatz in Laboe über die Nummer 04343 - 6540

Die Bruecke
Aussensteuerstand
 
Die Bruecke
Aussensteuerstand
 
Liegeplatz Laboe
Am Liegeplatz
 
 
berlin09
Im Gewerbehafen von Laboe
 

Kontakt und Anschriften


Beiboot Steppke
Das Beiboot, der "Steppke"
Deutsche Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger

Werderstr. 2, 28199 Bremen
Tel. 0421 - 537070, Fax 0421 - 707690
web: www.dgzrs.de
e-mail: info@dgzrs.de

MS Berlin
Gewerbehafen, 24235 Laboe
Tel. 04343 - 6540
web: www.dgzrs.org / Laboe

Rettungsleitstelle Bremen
UKW Kanal 16

Die DGzRs finanziert sich ausschliesslich aus Spenden. Das heisst: Auch Sie können helfen.
Spendenkonto: Sparkasse Bremen
BLZ 290 501 01, Konto 107 2016
Bitte beachten Sie auch die überall aufgestellten "Spenden-Schiffchen".

 

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