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Artikel
Malwettbewerb: "Freundlichkeit macht gute Laune"
(30.8.2007 vr) Die Stiftung "Stark sein ohne Gewalt" ist vor ca. 2 Jahren von Bettina Krüger Grenz und Victor Rochow gegründet worden. Durch Spendengelder werden Kinder- und Jugendprojekte unterstützt, die geeignet sind, vermeintlich Schwächere stark zu machen, ihnen helfen selbstbewusster aufzutreten und Zivilcourage zu entwickeln. Die Stiftung will Menschen zeigen, wie sie durch Stärkung des Selbstbewusstseins lernen die Opferrolle zu verlassen und dadurch Alternativen zu körperlichen Auseinandersetzungen finden.
Die Stiftung wird ab September einen Malwettbewerb an Schulen starten, und die Gründer freuen sich auf rege Beteiligung. Die Gründer möchten durch diese Aktion Ihren Bekanntheitsgrad steigern und es dadurch möglich machen, weitere Spendengelder zu akquirieren, um weitere Maßnahmen unterstützen zu können.
Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen können alle 1. bis 4. Klassen der Grundschulen der Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie der Stadt Kiel.
Hinweise zur Gestaltung
Jede teilnehmende Klasse kann ein von den SchülerInnen gemeinsam gestaltetes Bild (frei und kreativ) im Format DIN A2 einreichen, das sich mit dem Motto "Freundlichkeit macht gute Laune" beschäftigt. Dem Bild ist ein Untertitel hinzuzufügen, der einen Bezug zur Darstellung aufweist. Es soll durch den Untertitel nachvollziehbar sein, was das Bild zum Ausdruck bringen möchte. Was kann z.B. Freundlichkeit, respektvoller Umgang, gewaltfreie Konfliktlösung zwischen Menschen verändern?
Der Preis sollte ein gemeinsames Klassenerlebnis ermöglichen, das den Schülern viel Spaß bereitet und gleichzeitig unter dem Motto steht, wie man gleichaltrigen Mitmenschen Freundlichkeit schenken kann. Dies kann z.B. ein gemeinsamer Ausflug sein, in dem Teamgeist geübt wird, oder eine
Aktivität, die fremden Kindern eine Freude macht. Der Wert des Hauptpreises beträgt 600.- Euro, der 2. Preis 300.- Euro und der 3. 150.- Euro. Die 4. bis 12. Plätze erhalten Sachpreise.
Einsendeschluss ist der 15. November 2007. Die Preisverleihung wird im Januar 2008 stattfinden, das genaue Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Bei Fragen: Victor Rochow, T. 04351 – 883018, Fax 04351 – 883017
e-mail: victorrochow@gmx.de - web: www.stark-sein-ohne-gewalt.de
Zum Download: Das Plakat Malwettbewerb (Format PDF)
Peinlich, peinlich ...
(13.2.2006) Dass unsere Politik nach besten Kräften darum bemüht ist, Deutschland auf den Status einer frühkapitalistischen Bananenrepublik zu bringen: Nichts Neues.
Nun wird dieses Bemühen international anerkannt. Ein Mitarbeiter der UN-Menschenrechtskommission ist ab heute an deutschen Schulen unterwegs. Seine Fragestellung: Wird den deutschen Schülern das Menschenrecht auf eine ausreichende Schulbildung garantiert?
Wenn sich so ein Herr schon im Land aufhält: Wohl eher nicht. Bravo, Politiker, bravo Lehrer. Ihr habt den Laden echt im Griff.
Linktipp: "Kinder in Kiel"
(5.9.2005) Zwischen Schwangerschaft und Pubertät machen wir menschlichen Wesen eine rasante Entwicklung durch. Da braucht es Vielerlei: Babywäsche, Kindergärten, Schulen, Beratung, Freizeitangebote und, und und ... Eine herausragende Seite zu diesem Thema für das gesamte Kiel und das Umland wird von Gigi Ernst-Brettschneider aus Kiel-Ellerbek betrieben. Hier gibt es alles rund ums Kind.
Der Link: www.kinder-kiel.de
Mobbing: Bereits im Kindergarten wird gemobbt
(4.7.2005 VNR) Ich finde es absolut erschreckend, dass nicht nur in Schulen, sondern sogar schon in Kindergärten gemobbt wird. Damit es erst gar nicht so weit kommt oder aber zumindest frühzeitig eingegriffen werden kann, habe ich die wichtigsten Anti-Mobbing-Tipps für Sie zusammengestellt.
Hier möchte ich ergänzend noch einige Anregungen geben, die Mobbing im Kindergarten verhindern helfen. Ist Ihr Kind betroffen, können Sie die folgenden Tipps ausdrucken und zu einem Gespräch mit der Erzieherin mitnehmen.
- Mobbing-Situation sofort beenden. Immer darauf eingehen, wenn ein Kind um Hilfe bittet. Keinen Zweifel daran lassen, dass das mobbende Verhalten schlecht ist: "Das, was du gerade gemacht hast, will ich hier nicht mehr sehen."
- Mit den Kindern darüber sprechen. Beim Täter Verständnis für das Opfer wecken: "Wie würdest du dich in dieser Situation fühlen?"
- Gemeinsam Regeln für das Miteinander aufstellen, z.B. "Beim Basteln oder Zeichnen wird niemand mehr ausgelacht." Oder: Möchte ein Kind einen Kampf beenden, weil er ihm zu heftig wird, kann es laut "Stopp!" rufen. Dann darf nicht mehr gekämpft werden.
- Erarbeitete Regeln z.B. in Form von Zeichnungen aufhängen. Dann kann jedes Kind bei Bedarf auf die Zeichnung verweisen und sagen: "So war das nicht ausgemacht."
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"Strahlende" Babyphone: Elektrosmog im Kinderzimmer
(29.4.2005, VNR) Eine aktuelle Öko-Test-Untersuchung brachte es an den Tag: Viele der praktischen Babyphone sind nicht wirklich sicher für die überwachten Kinder. Von 22 untersuchten Babyphonen waren sieben Modelle nur "ausreichend", zehn Geräte sogar "mangelhaft" oder "ungenügend". Als problematisch erwiesen sich die Strahlenbelastung und die Inhaltsstoffe.
Die meisten der heute eingesetzten Babyphone erreichen mit einer Sendefrequenz von 40 Megahertz und einer maximalen Sendeleistung von zehn Milliwatt Reichweiten von bis zu hundert Metern und sind, was die Strahlung angeht, weniger bedenklich.
Wesentlich problematischer sind so genannte Walkie-Talkies mit Babyphonfunktion, so die Experten von Öko-Test. Diese Geräte können Entfernungen von über fünf Kilometern überbrücken, senden allerdings im 446-Megahertz-Bereich mit bis zu 500 Milliwatt. Die Strahlungsstärke überschritt bei allen getesteten Geräten die beispielsweise für Computer längst anerkannten Grenzwerte.
Deshalb gilt: Halten Sie möglichst viel Abstand zwischen dem Kopf Ihres Kindes und dem Gerät. Die Belastung mit elektrischen Feldern reduziert sich schon bei einem Abstand von mehr als zwei Metern enorm. Zudem sollten Sie mit der Empfindlichkeitseinstellung der Geräte experimentieren. Das Babyphon sollte nur "anspringen", wenn tatsächlich Handlungsbedarf besteht.
Weitere Tipps, wie Sie die Gesundheit Ihrer Kinder schützen, lesen Sie bei
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Neue Webseite
(16.11.2004) An die Mobile Frühförderung in der Gaardener Kaiserstraße wenden sich Eltern, die Probleme in der Entwicklung ihres Kindes sehen und Eltern behinderter Kinder. In einer direkt am Park gelegenen Villa mit großem Garten werden Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter betreut. Die Mobile Frühförderung ist seit Kurzem mit einer gelungenen Seite im Internet vertreten: www.fruehfoerderung-kiel.de
Tipps für den Schulweg
(14.7.2004) Anfang August ist es wieder soweit. Dann beginnt für viele, kleine Würmer ein neuer Lebensabschnitt: Die Schule. Neu ist dabei auch der Weg dorthin. Hier können eine Menge Gefahren lauern. Wir haben ein paar Tipps, um den Weg sicherer zu machen. 1. Planen Sie den Schulweg von der Schule aus. Von hier aus wird Ihr Kind bald mit anderen Schulkameraden nach Hause gehen. 2. Überlegen Sie, welche Hilfen beim Überqueren von Straßen genutzt werden können: Fußgängertunnel, ampelgesicherte Übergänge, Fußgängerüberführungen, Zebrastreifen. Planen Sie den Weg so, dass diese Hilfen in Anspruch genommen werden, selbst wenn das einen kleinen Umweg bedeutet. 3. Schauen Sie sich den Schulweg auf gefährliche Stellen hin an wie zum Beispiel: Unübersichtliche Kurven, unübersichtliche Straßeneinmündungen, Straßen ohne Gehweg, verkehrsreiche Kreuzungen, Baustellen oder andere Hindernisse, Ausfahrten oder Einfahrten. Versuchen Sie, solche Stellen beim Planen des Schulweges zu umgehen. Ist das nicht möglich, schärfen Sie Ihrem Kind das richtige Verhalten an diesen Stellen besonders ein. 4. Begleiten Sie Ihr Kind zunächst zur Schule und holen Sie es wieder ab. Gehen Sie dabei möglichst zu Fuß, damit Ihr Kind den Weg als Fußgänger kennenlernt. 5. Nehmen Sie Ihr Kind nicht an die Hand. Es verlässt sich sonst zu sehr auf Ihre Führung. Passen Sie aber immer auf, ob Ihr Kind plötzlich unüberlegt loslaufen will. 6. Gehen Sie immer denselben Weg zur Schule und nach Hause, damit sich Ihr Kind daran gewöhnen kann. Machen Sie deshalb auch keine Einkäufe oder Umwege, solange Sie Ihr Kind abholen. 7. Benutzen Sie beim Überqueren der Straßen nur übersichtliche Stellen. Sind Autos am Straßenrand geparkt, gehen Sie einmal in die Hocke, um zu sehen, aus welchem Blickwinkel Ihr Kind die Straße überschaut. Sie werden staunen, wie anders und wie wenig Sie sehen. 8. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man Autofahrern beim Überqueren der Straße deutliche Handzeichen gibt. 9. Ziehen Sie Ihrem Kind helle, farbige Kleidung an und kaufen Sie einen ebensolchen Schulranzen. So ist es für andere Verkehrsteilnehmer leichter, Ihr Kind rechtzeitig zu erkennen. 10. Lassen Sie sich nach ein paar Tagen von Ihrem Kind auf dem Schulweg führen. Loben Sie es, wenn es sich richtig im Straßenverkehr verhält.
Verdummen unsere Kinder?
(11.6.2004) Eine WWF-Studie fasst neue wissenschaftliche Untersuchungen zusammen, die zeigen, dass synthetische chemische Substanzen die Intelligenz von Kindern beeinträchtigen. Die Erkenntnisse offenbaren in erschreckender Weise, dass Chemikalien, denen wir alle ausgesetzt sind, die Gehirnentwicklung und Motorik von Kindern schädigen können, und zwar schon in Konzentrationen, die bereits im menschlichen Blut nachgewiesen wurden.
Beobachtete Auswirkungen von chemischen Substanzen auf die Gehirnentwicklung von Kindern weltweit sind beispielsweise eine geringere Gedächtnisleistung, verminderte visuelle Wahrnehmung, weniger entwickelte Bewegungsfähigkeit, sowie geringere Intelligenzquotienten. Zusätzlich steigt die Zahl von Störungen wie das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) und Autismus an und Chemikalien geraten mehr und mehr in Verdacht, auch hierbei eine Rolle zu spielen. Ein Wissenschaftlergremium aus den USA hat geschätzt, dass 10% aller neurologischen Verhaltensstörungen vollständig oder teilweise von Chemikalien verursacht sind.
Chemikalien mit neurotoxischen Effekten sind z.B. die mittlerweile in vielen Ländern verbotenen polychlorierten Biphenyle (PCB), und die noch vielfach eingesetzten bromierten Flammschutzmittel, die sich in Videos, Fernsehern, Computern, Polsterbezügen, Autositzen und Möbeln befinden. Aus der Studie geht auch hervor, dass 70% der meistgenutzten Chemikalien bisher nicht oder nur unzureichend auf ihre Effekte auf Gehirn und Nervensystem getestet wurden. Sie bergen daher ein unbekanntes Risiko für die kindliche Entwicklung.
"Selbst in Fällen, in denen es Alternativen gibt, versäumt es die herrschende Gesetzgebung bisher, gefährliche Chemikalien aus dem Verkehr zu ziehen. Wenn es um die geistige Entwicklungsfähigkeit der nachfolgenden Generationen geht, müssen wir die Warnsignale ernst nehmen und unbedingt vorsorglich handeln", sagt Dr. Ninja Reineke, Chemikalienexpertin des WWF. "Geradezu einäugig wird die Diskussion über die EU-Chemikalienpolitik geführt, in der nur mit den Kosten für die Chemieindustrie argumentiert wird. Ob das der Weg zu intelligenten Innovationen ist?"
Quelle: www.freeletter.de
Ein Verein stellt sich vor Mobile Frühförderung Kiel Pädagogische Entwicklungsbegleitung
Förderung und Hilfen für Eltern und Kind
(18.3.2004) Die Mobile Frühförderung ist eine offene Anlaufstelle für Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen.
Wir betreuen und fördern Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und/oder Behinderungen im Zeitraum zwischen Geburt und Schuleintritt.
Die Mobile Frühförderung verbindet eine ganzheitliche heilpädagogische Förderung des Kindes in seiner alltäglichen Lebenswelt mit sozialpädagogischen Hilfen für Eltern und Familie.
In unserem Team von z. Zt. 14 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten Heilpädagoginnen, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, eine Sprachheiltherapeutin, eine Ergotherapeutin sowie eine Motopädin.
Unsere Angebote
gezielte Pädagogische Einzelförderung, in der Regel einmal wöchentlich im Elternhaus
Beratung der Eltern über den Entwicklungsstand des Kindes und geeignete Fördermaßnahmen
Unterstützung der Eltern bei der Verarbeitung ihrer eigenen Situation und der Problematik ihres Kindes
verlaufsbegleitende Entwicklungsdiagnostik
in unseren kindgerecht gestalteten Räumlichkeiten bieten wir verschiedene Formen von Spielgruppen an:
- Eltern-Kind-Gruppe (Krabbelgruppe)
- Spielgruppen zur Kindergartenvorbereitung
- Psychomotorikgruppen für bewegungs- und wahrnehmungsauffällige Kinder
- Gruppen mit Schwerpunkt der Förderung des Sozialverhaltens
- Schwimmgruppe (in Mettenhof)
individuelle Hilfen für Kinder, die eine Regel-Kindertagesstätte besuchen und zusätzlichen Förderbedarf haben
enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen (z. B. KinderärztIn, TherapeutIn)
In einem ersten persönlichen Gespräche wird abgeklärt, ob Frühförderung für das betroffene Kind und seine Eltern in Frage kommt. Die Eltern werden über die Wege der Antragstellung auf Kostenübernahme bei der Stadt Kiel informiert. Bei Bewilligung der Maßnahme entstehen für die Familie keine Kosten.
Erreichbarkeit
Mo. + Mi.- Fr. 10 - 13:30 Uhr und Di. 12:30-16 Uhr
Ansonsten ist der Anrufbeantworter eingeschaltet.
Adresse
Mobile Frühförderung Kiel, Kaiserstr. 1, 24143 Kiel
Tel. 0431 - 67 61 61, Fax: 0431 - 67 61 99
web: www.fruehfoerderung-kiel.de
e-mail: fruehfoerderung-kiel@mff-kiel.de
Serie: Kinder auf dem Ostufer
"Wenn die Gesellschaft den Menschen der heranwachsenden Generation eine kreative Sinnerfüllung versagt, dann finden sie schließlich ihre Erfüllung in der Zerstörung."
Norbert Elias: Studien über die Deutschen. Frankfurt/M. 1989
Zwei Millionen Kinder in Deutschland leben unterhalb der Armutsgrenze. Wenn Kanzler Schröder in seiner weltfremden Selbstherrlichkeit die "Agenda 08/15" durchsetzt, so befürchten Leute, die etwas davon verstehen, wird diese Zahl auf drei Millionen anwachsen. Davon werden in Kiel vor allem die Kinder des Ostufers betroffen sein.
Deren Situation ist zum Teil auch so schon schlimm genug. Zur finanziellen Notlage kommt bei vielen eine kulturelle Verwahrlosung hinzu, oftmals (mit-)verursacht durch das Elternhaus. Das Bildungsniveau vieler Erwachsener auf dem Ostufer, so eine Studie, liegt weit unter dem der restlichen Kieler Bevölkerung.
In einer losen Reihe möchte ostufer.info die Situation der Ostufer-Kinder darstellen. Dies soll einmal umfassen Erfahrungsberichte von Kindern, Eltern und Lehrern. Zudem gibt es auf dem Ostufer eine ganze Menge Vereine und Organisationen, die Hilfe und Beratung verschiedenster Art leisten. Diese möchten wir einladen, diese Internet-Plattform zur Selbstdarstellung zu nutzen und um auf ihre Arbeit und ihre alltäglichen Probleme aufmerksam zu machen.
Die Kinder
Die Namen in den folgenden Texten sind frei erfunden, die Geschichten nicht. Miriam
(22.11.2003) Frau K. ist um die 30 Jahre alt. Irgendwie ist sie sich selbst ihre eigene Barbie-Puppe. Ihr reicht es, irgendwie gut auszusehen, sich mit Freundinnen zum Quatschen zu treffen, sich in billigen Kneipen aufzuhalten oder Schaufensterbummel zu machen. Wenn sie eine halbvolle Einkaufstüte in ihre Wohnung im zweiten Stock tragen soll, ist sie fix und fertig und hadert mit der Schwere des Lebens.
Miriam ist die Tochter von Frau K. und dreizehn Jahre alt. Aber irgendwie ist sie schon sehr viel älter als ihre Mutter. In ihrer Freizeit passt sie auf ihre kleine Schwester und manchmal auch auf den kleinen Bruder auf, sie erledigt die Einkäufe für die Familie. Sie beschwert sich nicht, wenn sie schwere Getränkekisten und vieles mehr in den zweiten Stock tragen muss. Der Dank ihrer Mutter: Jeden Morgen eine halbe bis eine Stunde ohrenbetäubendes Gebrüll, das solange über den Kindern niedergeht, bis Miriam in die Schule muss. Und die Mutter sich wieder ungestört von lästigen Pflichten ihrem "Lebensinhalt" widmen kann.
Angeblich steht die Familie bereits unter der Aufsicht des Jugendamtes in Kiel-Gaarden. Aber die greifen anscheinend erst dann ein, wenn Blut fliesst. Und so bleibt Miriam auch weiter die eigentliche Mutter der Familie. Und verliert durch diese spezielle Form von Kinderarbeit irgendwie ihre Kindheit. Perihan
(22.11.2003) Herr A. ist Türke und schon einige Jahre in Deutschland. Den Anstand, die Sprache seines Gastgeberlandes zu lernen, hat er bisher nicht gehabt. Er lebt in seinem türkischen Mikro-Kosmos, Deutschland ist ihm weitestgehend egal. Das Wort "Integration" hat er wahrscheinlich noch nie zu hören bekommen.
Wo seine erste, türkische Frau hin ist, ist nicht bekannt. Sie ist weg. Mit ihr bekam er zwei Söhne und eine Tochter. Als er nach Deutschland ging, liess er die Kinder in der Türkei zurück. In Deutschland lernte Herr A. eine neue Frau kennen, eine Deutsche. Sie heirateten. Ohne seiner zweiten Frau etwas zu sagen, liess er seine Kinder aus der Türkei nach Deutschland kommen. Das gab Probleme, seine Frau kam mit den beiden halbwüchsigen Söhnen nicht klar. Das Jugendamt wurde eingeschaltet. Als dieses nicht half, verliess sie schliesslich Herrn A.
Frau im Haus ist nun die zwölfjährige Perihan. Sie putzt, wäscht, kocht und wer weiss, was noch. Der Dank: Ständiges Gebrüll ihres Vaters, Heulen und Geschrei der Tochter, zeitweise beinahe täglich ein Lärm, als würde die gesamte Einrichtung durch die Wohnung fliegen. Perihan ist anscheinend der Blitzableiter für die Frustration des Vaters, was Frauen betrifft.
Wieder wurde das Jugendamt informiert. Erster, stöhnender Satz der Sachbearbeiterin: "Das riecht nach Ärger". Nein, diese Tätigkeit heisst "Arbeit". Nach Wochen endlich ein Besuch, nach weiteren Wochen ein zweiter. Die Mitarbeiter des Jugendamtes liessen sich mit der Begründung abspeisen, bei dem Geschrei handele es sich um den Lärm spielender Kinder. Und schon hat die liebe Beamtemseele Ruh. Ansonsten .... siehe oben. Rat an die entsetzten Nachbarn: "Rufen Sie doch die Polizei".
Graffiti: Es geht auch anders
(20.11.2003) Graffiti ist eine Form von Kunst. Schmierereien sind Schmierereien. Für einige sind Schmierereien "illegale Graffiti". Gegen Schmierereien gibt es in Kiel seit einiger Zeit ein "Bündnis". Von den Hauseigentümern eher weniger beachtet, dafür aber umso mehr von der Polizei.
Es gibt sogar eine Homepage. Die auf dieser Seite veröffentlichte "Erfolgsliste" zeigt, in welche Ecke Sprayer gedrängt werden. "Täterbeschreibung", "Festnahme", "Verfolgung" sind häufig zu findende Worte. Es " .. wächst hier der Nährboden für eine zunehmende Kriminalität.", so wird über Sprayer befunden. In einem Polizeibericht vom 6.11. heisst es: "Mehrere Streifenwagen rückten aus." Nicht etwa wegen eines Bankraubes. Nein, um zwei Sprayer dingfest zu machen. Kriminalisierung als Lösung des Problems? Wird hier nicht eher eine Solidarisierung gegenüber der Polizei geschaffen?
Wie es seit einigen Jahren auch anders geht, das zeigt die Polizeistation Heikendorf.
Auszug aus der Sitzungsvorlage 2/2002 des "Kreistages der Jugend" im Kreis Plön:
"Eigene Erfahrungen im Bereich der Polizeistation Heikendorf"
"Im Jahre 2001 hatten wir in Heikendorf mit 17 angezeigten Fällen von Graffiti zu tun. 9 Fälle konnten von uns aufgeklärt werden.
In allen Fällen wurde von uns das sogenannte Diversionsverfahren bei jugendlichen Tätern angewandt. Hierbei wird in Absprache mit dem zuständigen Jugendstaatsanwalt, den Eltern und den ermittelten Jugendlichen der verursachte Schaden beseitigt. Darüber hinaus werden gemeinnützige Arbeiten auferlegt. Bei diesen
Arbeiten, von 10 bis zu 40 Stunden, reinigen die Jugendlichen "Altlasten" im Ortsgebiet. Nach Ableistung dieser Arbeitsstunden wird das Verfahren gegen den Jugendlichen eingestellt.
Bislang ist es uns gelungen, die Jugendlichen hierbei kostenfrei zu halten. Reinigungsmittel wurden uns von den Geschädigten bzw. der Gemeinde Heikendorf zur Verfügung gestellt.
U.a. wurden bei diesen Aktionen sämtliche Strom- und Postschaltkästen, die Gemeindetoilettenanlage, ein großes Getreidelager (35 x 2,5 m), sowie diverse Privathäuser gereinigt bzw. gestrichen.
Unsere Arbeitsweise, gemeinsam mit den ermittelten Jugendlichen, wird allgemein anerkannt. Wir denken, daß uns die Jugendlichen hierbei als Partner sehen und nicht als "blöde Bullen"!
Wir hoffen, daß der Kreistag der Jugend dazu beitragen wird, das Verhältnis Jugend / Polizei weiter zu verbessern."
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Polizeistation Heikendorf
24226 Heikendorf, (Dorfplatz 8), Tel. 0431 - 24926.
Zur Arbeit der Polizei Heikendorf im Jugendbereich gibt es einen ausführlichen Bericht von Kriminaloberrat Thomas Reimers, vormals Dozent für Kriminologie im Fachbereich Polizei der Verwaltungsfachhochschule Altenholz, zur Zeit Chef der Kripo in Neumünster: Kriminalitätskontrolle durch kommunale Sicherheitspartnerschaften
(842 kb, Format PDF). Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.
Kinder auf dem Ostufer: "Der Laute hat nicht recht".
(3.11.2003) Fünf Wochen soll die Aktion dauern, die seit Ende Oktober 2003 an der Hans-Christian-Andersen Schule in der Stoschstraße läuft. Jeden Mittwoch und Donnerstag treffen sich alle Schülerinnen und Schüler, jeweils immer zwei Klassen, in der Turnhalle. Dort unterrichten sie Daniela Dlogusch und Victor Rochow über den Umgang mit Bedrohung und Gewalt.
Michael Breyer, Leiter der Schule dazu: "Unsere Schule stellt zwar einen relativ gewaltfreien Raum dar, doch sind Kinder und Jugendliche z.B. auf dem Nachhauseweg potentiell Gewaltanwendungen ausgesetzt."
In dem Kursus wird dem Zwerg beigebracht, sich gegen den Riesen zu wehren. Das heisst nicht, dass hier die Fäuste fliegen. Ganz im Gegenteil. Es werden auch Möglichkeiten trainiert, der Gewalt aus dem Weg zu gehen oder sie zu verhindern. Vor allem den Schüchternen und Schwachen werden (psychologische) Techniken vermittelt, um Angreifer gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen.
Die Kleinen sind mit voller Aufmerksamkeit dabei. Wenn Victor Rochow spricht, dann herrscht ungewohnte Ruhe. Dieses spezielle Programm für Schulen gibt es bereits seit einigen Jahren. Die beiden Trainer treten an die Schulen heran, um ihr Programm anzubieten. Und hier herrscht offensichtlich Bedarf. Obwohl die Geschichte nicht ganz umsonst ist, waren alle Eltern voll dabei.
Dazu schreibt die Kampfkunstschule Schleswig-Holstein in ihrem Flyer:
"In die Opferrolle geraten Kinder schnell, wenn sie sich nicht gegen andere durchsetzen können.
Anders ausgedrückt: Gewaltbereite Täter merken schnell, wer sich rumstoßen oder festhalten lässt, ohne sich dagegen behaupten zu können. Diese meist harmlosen Situationen werden registriert, und es ist häufig das gleiche Kind, das darunter leiden muss."
Und:
"In der KSH (Kampfkunstschule Schleswig-Holstein) erlernen die Kinder einfache und sehr effektive Selbstverteidigungstechniken, die sie in einer Notfallsituation schnell und instinktiv anzuwenden wissen.
Zum Erlernen der Techniken benötigen sie keine besonderen körperlichen Voraussetzungen. Motorik und physische Leistungen der Kinder werden stetig geschult und verbessert.
Die Kinder werden mit den Regeln der Notwehr konfrontiert und lernen zu erkennen, wann sie einem Streit aus dem Wege gehen können und wann es keinen Ausweg mehr gibt, die Situation verbal zu regeln.
Das Selbstvertrauen der Kinder wird nicht nur in körperlichen Aktionen geschult, sondern auch in verbalen sowie nonverbalen Unterrichtseinheiten gesteigert.
Ziel ist es, einer Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen und nur im Verteidigungsfall (Notwehr) aggressiv zu reagieren.
Ein Quereinsteigen ist jederzeit möglich! Neue Kinder (Anfänger) können während des laufenden Kurses immer hinzukommen."
Es werden ebenfalls angeboten:
Gewaltpräventionskurse an Schulen und für Vereine
Frauenselbstverteidigungskurse (auch Wochenendseminare)
Seniorentraining (Selbstverteidigung und Selbstbehauptung)
Kind Eltern Seminare (Selbstbehauptungstraining)
Trainingsmöglichkeiten auf dem Ostufer (für Kinder ab 5 Jahre):
Diedrichsdorf: Donnerstags 12:40 - 13:40 Uhr in der Toni Jensen Gesamtschule
Elmschenhagen: Freitags 15:00 -16:00 Uhr integratives Training (ADHS)
Weitere Informationen im Internet: Kampfkunstschule Schleswig-Holstein
Kinder auf dem Ostufer: Angebote der Gaardener Kirchen
(18.10.2003) Die Gaardener Kirchen bieten neben ihren Kindergärten eine ganze Menge an Aktivitäten für Kinder und ihre Eltern. Hier eine kleine Übersicht. Montag
15.00 Uhr, St. Johannes: Mutter-Kind-Gruppe. Leitung: Melanie Strogies Dienstag
15.00 Uhr, St. Matthäus: Kinderspielgruppe (ab 4 Jahren)
15.30 Uhr, St. Markus: Kindergruppe (von 6 bis 12 Jahren). Leitung: Rüdiger Boyens Mittwoch
15.00 Uhr, St. Matthäus: Mutter-Kind-Gruppe, 14-tägig Donnerstag
09.30 Uhr, St. Johannes: Mutter-Kind-Gruppe. Leitung: Andrea Borgstahl Freitag
10.00 Uhr, St. Johannes: Mutter-Kind-Gruppe. Leitung: Rosemarie Joswig
14.30 Uhr, St. Markus: Kinder- und Jugend-Aktionstag, nach Absprache. Leitung: Rüdiger Boyens Sonntag
10.45 Uhr, St. Johannes: Kindergottesdienst. Leitung: Uwe Hagge und Ute Wagner Die Anschriften
St. Johannes: Schulstr. 30, 24143 Kiel, T. 731925, Fax 731988
St. Markus: Oldenburger Str. 19-25, 24143 Kiel, T. 731137, Fax 738673
St. Matthäus: Stoschstr. 56, 24143 Kiel, T. 76888, Fax 75305
web: www.kirche-in-gaarden.de
Falsches Radfahren? Kann teuer werden!
(1.8.2003) Liebe Kinder und Radfahrer überhaupt. Die folgenden Strafgelder müssen nicht einfach so aus Spaß oder Böswilligkeit bezahlt werden. Bei Unfällen mit Fahrrädern hat es im Jahr 2002 in Schleswig-Holstein 3.450 Verletzte gegeben, 22 Menschen sind bei diesen Unfällen gestorben.
An den Unfällen sind mit Sicherheit nicht immer nur die Radfahrer schuld, aber man muss leider immer wieder beobachten, dass viele Radfahrer wirklich wie durchgeknallte Wildschweine fahren.
Ein kleiner Auszug aus dem Bußgeldkatalog:
Radweg nicht benutzen 10.- EUR
Radweg in falscher Richtung befahren 15.- EUR
Handy auf dem Rad benutzen 10.- EUR
Freihändig fahren 10.- EUR
Zu zweit auf dem Rad 5.- EUR
Nebeneinander fahren und andere behindern 15.- EUR
Ohne Handzeichen abbiegen 10.- EUR
Fahren auf dem Gehweg oder in der
Fußgängerzone 20.- EUR
Vorfahrt missachten 10.- EUR
Keine Beleuchtung, nicht eingeschaltet
oder defekt 10.- EUR
Stoppschild missachten 10.- EUR
Rotlicht missachten 25.- EUR
... länger als 1 Sekunde Rot 62.- EUR
... Querverkehr behindern 100.- EUR
Grüne Männer missachten 50.- EUR
Gefährdung Hilfsbedürftiger / Älterer 60.- EUR
Einradrennen
(6.6.2003) "Kleine Menschen ab fünf Jahren" haben sich am Nachmittag auf der Baukampfbahn am Ostring getroffen, um heraus zu finden, wer der schnellste Mensch auf dem Einrad ist. Ein paar Bilder.
Spielen mal anders
(14.5.2004) Dosenwerfen, Schminktisch, Puzzle, Roller-Rallye und noch einiges mehr: Die Kinder hatten mal wieder richtig Spaß. Auf dem Vinetaplatz fand das 4. Internationale Kinderfest statt. Das Wetter war sehr viel besser als bei der total verregneten Veranstaltung im letzten Jahr. Und so war der Platz vom Anfang bis zum Ende richtig belagert. Nur den Termin sollten die Veranstalter im nächsten Jahr etwas umsichtiger wählen. Denn auf dem Westufer fand am selben Wochenende das Kids-Festival statt. Die Bilder (.. können durch Anklicken vergrößert werden).
Gewalt gegen Kinder in der Familie
Bericht über die "Internationale Tagung des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein". Gewalt in der Schule
Thomas Feltes: "Ursachen, Risikofaktoren und Interventionsmöglichkeiten".
Aus "Sicherheit und Kriminalität", Heft 1/2003 Johannesstraße 8
Erfahrungen mit der bilingualen Arbeit in einer städtischen Kindertageseinrichtung in Kiel-Gaarden Kriminalität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Kerstin Reich: "Sind ausländische Jugendliche krimineller?"
Aus "Sicherheit und Kriminalität", Heft 1/2003 Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
Christian Pfeiffer und Peter Wetzels: "Zur Struktur und Entwicklung der Jugendgewalt in Deutschland. Ein Thesenpapier auf Basis aktueller Forschungsbefunde". Jede Menge Zahlen und Fakten. Aus 1998. Zu große Zurückhaltung?
Dirk Schnack, Ärztekammer Schleswig-Holstein: "Sind Kinder- und Hausärzte zu zurückhaltend, wenn es um den Verdacht der Gewaltanwendung gegen Kinder geht?"