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Dresscodes für die besseren Einladungen
(14.2.2007 vnr) Auf der Einladung steht: "Black Tie". Was tun? Die wörtliche Übersetzung aus dem Englischlexikon heißt: "schwarze Krawatte". Aber das wird wohl nicht gemeint sein. "Black Tie" ist vielmehr ein so genannter "Dresscode" und steht für Smoking (mit schwarzer Fliege), wenn es um die Kleidung des Herren geht. Die Dame tritt bei solchen Gelegenheiten ebenso festlich auf – meist "in lang".
Achten Sie also künftig auf solche kleinen Hinweise auf Ihrer Einladung. Im angelsächsischen Raum werden sie viel häufiger verwendet als bei uns. Wer die internationalen "Dresscodes" perfekt beherrscht, für den gibt es bei Einladungen künftig jedenfalls dieses Problem nicht mehr: "Bin ich underdressed oder gar overdressed?"
Hier einige Beispiele für gängige internationale Dresscodes:

  • "White Tie" ist der Code für – wenn man so will – "Black Tie plus". Finden Sie diesen Hinweis auf einer Einladung, ist der Frack fällig – der eigene oder der geliehene. Zur festlichen Ausrüstung bei "White Tie" gehören unter anderem ein weißes Frackhemd, eine weiße Schleife und eine weiße Weste sowie Lackschuhe. Die weiße Fliege macht dabei den kleinen Unterschied zu den Kellnern aus, denn die tragen zum Frack eine schwarze Schleife. Bei den Damen wird bei "White Tie" ein wertvolles bodenlanges Abendkleid erwartet.
  • "Cocktail" ist ein Kleidungshinweis für elegante Anlässe ab 16 Uhr. Der Herr trägt dann einen dunklen Anzug (mit Bügelfalte), dunkle Krawatte und Schnürschuhe. Für die Dame ist hingegen in solchen Fällen der "Klassiker" angesagt: das kleine Schwarze. Schultern und Bein unterhalb des Knies dürfen von den Damen bei solchen Gelegenheiten gezeigt werden.
  • "Cut": Das "beste Stück" für den Tag ist der Cut (auch "Morning Coat"). Er ist sozusagen der Frack für den Tag und alle festlichen Anlässe vor 15 Uhr. Man trägt zum Cut eine gestreifte, so genannte Stresemannhose, graue Weste und ein weißes Hemd sowie eine silbergraue Krawatte. Die Dame trägt ein langes Kleid. Allerdings ist der Cut (früher auch "Stresemann" genannt) inzwischen bei uns etwas aus der Mode gekommen.
  • "Smart Casual" ist häufig ein Hinweis auf Einladungen für Anlässe, die nach der Arbeit stattfinden. Hier ist bei Damen und Herren jeweils Businesskleidung entsprechend dem täglichen Dresscode Ihrer Firma angesagt.
  • Business Casual (wörtlich: "leger, aber gepflegt"): Hier gilt die Faustregel: Kleidung wie im Büro. Jeans und Sneakers/Turnschuhe werden allerdings nicht gerne bei solchen Gelegenheiten gesehen.
  • "Casual": Das bedeutet wörtlich "leger". Finden Sie diesen Begriff auf Ihrer Einladung, ist gehobene Freizeitkleidung angesagt. Das heißt für den Herrn: gebügelte Stoffhose, Polohemd und Jackett. Alternativ kann auch ein Hemd ohne Krawatte mit einem über die Schulter geworfenen Pullover getragen werden. Von der Dame wird eine vergleichbare Kleidung erwartet.
Weiteres, interessantes Wissen beim: Verlag für die Deutsche Wirtschaft

"Die Fabrik"
Die Fabrik in Kiel-Ellerbek (14.9.2005) Leider viel zu oft musste in der letzten Zeit über leerstehende Geschäfte und über verfallende Gewerbebauten berichtet werden. Da tut es richtig gut, über einen sehr gelungenen Coup zu schreiben.
Im Stadtteil Ellerbek befindet sich die alte Fischräucherei Wiese. In das lange Zeit leerstehende Gebäude ist jetzt das Restaurant "Die Fabrik" eingezogen.
Nach intensivem Umbau ist hier sowohl aussen wie auch innen eine richtige architektonische Augenweide entstanden. Ausgangspunkt für die Gestaltung des Innenraumes waren die schwarz gestrichenen Türen der alten Räucheröfen, die sich über die ganze hintere Wand des Raumes ziehen. Um diese herum wurde die rustikale, dunkel gehaltene Einrichtung eingebaut. Durch die hohen Fenster und die großzügige Platzierung des Interieurs wirkt der Raum trotzdem keineswegs düster. Man kommt sich vor wie in einem Rittersaal, ein Eindruck, der durch die angebrachten, eisernen Kerzenhalter noch verstärkt wird.
Die Speisekarte fällt durch ein üppiges und preisgünstiges Angebot auf, trotz der günstigen Preise werden aber nur qualitativ hochwertige Zutaten verarbeitet. Dies kommt, weil "Die Fabrik" in erster Linie ein Projekt ist, um arbeitslosen Jugendlichen zu einer Beschäftigung zu verhelfen.
Was noch? Tischreservierung empfiehlt sich, mein letzter Besuch war an einem Mittwoch, es waren gerade noch zwei freie Stühle zu sehen. Parkplätze sind auf dem Hof, aber wer bereits in der Werftstraße fündig wird, sollte zuschlagen. Zufahrt eben über die Werftstraße oder über die Schönberger Straße, das Gebäude ist schon von Weitem an seinem langen Schornstein zu erkennen. Eine Aussenaufnahme des Gebäudes findet sich in der Rubrik Ellerbek.
Und dann noch - der Link: www.fabrik-kiel.de

Eröffnung: Alte Schmiede Wisch
(9.8.2005) Endlich war es jetzt soweit: Nach langwierigen Restaurierungs- und Umbauarbeiten konnte die Alte Dorfschmiede in Wisch wieder eröffnet werden. Ihre neue Funktion ist die eines Dorfgemeinschaftshauses, eines Cafés und eines Veranstaltungszentrums.
Mehr auf der Webseite: www.alte-dorfschmiede-wisch.de
 


Bringen Sie sich bitte nicht mit Messer und Gabel um!
(27.6.2005 VNR) Mit Messer und Gabel sollen sich mehr Menschen umgebracht haben als mit Gift, sagt eine Volksweisheit. Natürlich ist diese Anmerkung im übertragenen Sinne zu verstehen. Irgendwie aber scheinen die beiden Werkzeuge bei Tisch für viele tatsächlich wahre Angstgegner zu sein. Davon zeugen immer wieder Leseranfragen an die Redaktion des Praxishandbuches "Stil & Etikette".
So wurde "Stil & Etikette" kürzlich von einem Leser gefragt: "Stimmt es, dass ich durch gezielte Ablegen des Bestecks nach dem Essen signalisieren kann: Es hat mir oder es hat mir nicht geschmeckt?"
Offenbar meinen viele Menschen, das es bei Tisch tatsächlich nonverbalen Geheimsignale gibt. Demnach war das Essen miserabel, wenn ein Gast sein Besteck nach der Mahlzeit unten rechts auf dem Tellerrand ablegt. Die Protestposition für Messer und Gabel liegt exakt etwa auf "fünf vor halb sechs", wenn man sich den Teller als eine analoge Uhr vorstellt. Wenn der Gast mit dem Essen zufrieden ist, soll er umgekehrt sein Besteck auf "fünf nach halb sieben" – also unten links – auf dem Teller ablegen, besagt diese "geheime" Tischregel weiter.
Die Benimmprofis von "Stil & Etikette" schütteln hingegen nur den Kopf: Alles falsch, alles nur dummes Gerede, sagen sie. Es wäre allein mit den Grundsätzen der Höflichkeit nicht vereinbar, einer Gastgeberin oder einem Gastgeber auf diese Weise zu signalisieren, es hat mir nicht geschmeckt. Darüber hinaus müsste man auch sicher sein, dass der Gastgeber selbst die "Geheimsignale", tatsächlich "lesen" könne. Selbst Missverständnisse sind offenbar nicht ausgeschlossen, denn es gibt in anderen "Gerüchteküchen" auch die Empfehlung, Lob und Tadel geradezu umgekehrt mit dem Besteck zum Ausdruck zu bringen. Also: Messer und Gabel rechts unten: Es hat mit gut geschmeckt.
Dennoch: Zumindest ein Punkt der Geheimsprache stimmt so einigermaßen. Die gebräuchliche Ablageposition für Messer und Gabel ist laut "Stil & Etikette" tatsächlich in etwa zwischen "halb fünf und fünf" auf der fiktiven Teller-Uhr. Sie verhalten sich korrekt, wenn Sie nach dem Essen Messer und Gabel nebeneinander rechts unten auf dem Teller ablegen. Ein offenes Besteck (Gabel zwischen sieben und acht Uhr sowie Messer – mit Schneide nach innen – zwischen vier und fünf Uhr) signalisiert dem Gastgeber oder Bedienungspersonal: Ich habe das Essen noch nicht beendet. Der Teller kann also noch nicht abgeräumt werden.
Das klappt aber nicht immer zu 100%. Von meiner leider mittlerweile verstorbenen Tante Else kenne ich diesem Zusammenhang eine nette Anekdote: Sie selbst kannte exakt alle Benimmregeln bei Tisch – insbesondere die "feinen englischen Sitten" – und lebte in ihrem Single-Haushalt danach. Nur der Ober in einem feinen Essener Lokal schien leider weniger informiert über die guten Gebräuche am englischen Königshof. Die Folge: Die Tante hatte sich das beste Stückchen Fleisch sozusagen als finales Leckerchen genüsslich zwischen dem gekreuzten Messer und Gabel zurückgelegt, als der unwissende Ober kam und gnadenlos den Teller mit dem schönen Stück Fleisch abservierte. Seien Sie also auf der Hut und nicht allzu vertrauensvoll, was solche "Signale" bei Tisch anbelangt.
Einige Grundregeln sind aber nach Meinung von "Stil & Etikette" gesichertes Allgemeingut: Nie die beiden Tischwerkzeuge im "Bleistift-Griff" oder in der "Mistforken-Haltung" (Ellbogen aufgestützt, Gabel fast senkrecht nach unten) benutzen. Falsch und unfein ist auch jede Art von Kraftmeier-Griffen, bei denen die Zeigefinger fast auf dem Gabelrand und der Messerklinge liegen und kräftig drücken.
Richtig und elegant ist laut "Stil & Etikette" dies: Messer und Gabel werden von oben gefasst. Die Zeigefinger liegen nicht zu weit hinten auf den beiden Besteckteilen. Achtung! Zum Schneiden werden die Gabelzinken nach unten gehalten. Wird die Gabel hingegen zum Transport von Beilagen, wie Gemüse oder Kartoffeln benutzt, liegt der Griff auf dem Mittelfinger und wird hinten vom Zeigefinger gestützt und vorn mit dem Daumen festgehalten. Die Zinken zeigen nach oben.
Mehr zu Benimmfragen rund um den Tisch und mitten aus dem Leben finden Sie regelmäßig im Praxishandbuch "Stil & Etikette". Sie erfahren dort beispielsweise auch, ob es schicklich ist, aus einem Sorbetglas den flüssigen Rest zu trinken. Die Antwort: Nein. Allerdings dürfen Sie ohne Stilbruch das Glas leicht kippen, um mit dem Löffel an den begehrten Rest zu kommen, sagt "Stil & Etikette".
Mehr lesen Sie bei VNR.de

Der Schweizer Chefkoch Sepp Beyeler vom Schönbeger Strand hatte eine gute Idee für einen guten Zweck. Diese wurde aber leider vom unbarmherzigen Amtsschimmel zerstört.
 
Törtchen, Zanderfilet und Pflaumen
(11.4.2005) Lust auf internationales Kochen und Genießen in der Küche eines Profi-Kochs? Und damit auch noch was Gutes tun?
Koch-Club Kumba Kamerun: "Kochen für Kinder in Afrika"
Bildbericht:   Extrablatt Koch-Club Kumba Kamerun
 

Weitere Artikel im Archiv, Z. B.
Butt-Tage im Kreis Plön (12.2.2005)
 

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