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Das Labyrinth20. September 2004 | |
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Auf dieser Veranstaltung liefen eine ganze Menge Fäden zusammen. Der Tag zu "Theater und Schule" war der Grund für die Anwesenheit von 1.000 Kindern der Fridtjof-Nansen-Schule, der Gerhart-Hauptmann Schule, der Hans-Christian-Andersen-Schule und eines Gaardener Kindergartens. Die Kinder kamen als Trolle verkleidet und hatten sich bunte Masken und Umhänge gebastelt. Damit alles klappt, wurde auch das "Gehen im Kreis" schon vorher ordentlich geübt. Und es klappte prima, als dann 1.000 Kinder in langen Reihen in die vier Labyrinthe Einzug hielten.
Bild rechts: Ober-Troll Norbert Aust vom "Theater im Werftpark" ![]() Das Labyrinth 2005
Im Jahr 2005 soll das Labyrinth im Werftpark zu einer festen Einrichtung werden. Am Ausgang Richtung Ellerbek soll ein Rasen-Labyrinth mit 20 Metern Durchmessern und sieben Durchgängen gebaut werden. Die vier innneren Pfade werden befestigt und sind so auch mit dem Rollstuhl befahrbar.
![]() Das Labyrinth - Die Mythologie
Minos hatte Pasiphae zur Frau, "die allen Leuchtende", die Tochter des Helios und der Perseis, deren Namen man als Bezeichnung für eine Mondgöttin schon kennt. Es wurde erzählt, dass Pasiphae sich in einen wunderschönen, weissglänzenden Stier verliebte, den die Götter - Zeus oder Poseidon - nach Kreta geschickt hatten.
![]() Das Labyrinth - Definition I
Das Labyrinth hat eine doppelte Bedeutung, eine kosmische und eine erotische. Es gilt im ersten Fall als der Verlust des Geistes im Prozess der Schöpfung, im neuplatonischen Sinne als der Sündenfall, und konsequenterweise ist das Herausfinden aus dem Zentrum die Rückkehr zur geistigen Erkenntnis. Bei den Ausgrabungen in Knossos auf Kreta fand man eine verwirrende Anzahl von Zimmern und Korridoren. Ausserdem entdeckte man auf einem offenen Platz einen Tanzboden, der ein Labyrinthmuster aus Mosaikarbeiten trug. Es stand in Bezug zu rituellen erotischen Frühlingstäznen.
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Der Ariadnefaden, der Theseus aus den Irrgängen zurückführt, ist sicher zu verstehen als roter Faden, der sich durch zahlreiche Gedankengänge ziehen soll. Damit wird aber nur auf seine technische Bedeutung verwiesen. Er stammte aus der Hand des bedeutendsten minoischen Technikers: Es war Dädalos, der sowohl das Labyrinth baute, ala auch den Zauberfaden spann. Gleichzeitig war der Faden eine Liebesgabe, den die besorgte Ariadne ihrem Liebsten mitgab. So symbolisiert er die Verbindung von esoterischer Technik und kosmischer Liebeskraft, die besonders im indischen Tantrismus von besonderer Bedeutung ist. Die Verbindung mit den kretischen Mysterien könnte sogar darauf hinweisen, dass mit ihm die Kundalini, die aufsteigende Schlange der Lust und Erkenntnis gemeint ist. | |
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![]() Zum Schluss der Veranstaltung wurden Dutzende von Luftballons in die Freiheit entlassen. |
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Das Labyrinth - Definition II
Labyrinth (griech.: labyrinthos, ein Lehnwort aus einer vorgriechischen Sprache. Evtl. von karisch(?) labrys fälschlich mit Doppelaxt, Haus der Labrys übersetzt) bezeichnet: ein begehbares Symbol.
In der griechischen Mythologie ein von Daidalos für den kretischen König Minos von Knossos errichtetes Gebäude, aus dessen verschlungenen Gängen niemand herausfand und in dessen Innern der Minotauros auf der Lauer lag. Theseus vermochte mit Hilfe des Ariadnefadens den Weg zu finden. - dieser Mythos entstandt in einer Zeit des Übergangs einer vorpatriarchalen Epoche in eine patriarchale. Daher ist der Mythos kritisch zu lesen.
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Das Motiv der Legende von Minotaurus gilt für einige modernere Labyrinthdarstellungen als Anstoß. Der quadratische Mäander gilt manchen als die allgemeine Grundform des Labyrinthes, manchen aber die Doppelspirale. Wie gesagt, der Ursprung ist unbekannt.
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