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Putin

Herr Präsident, Sie bringen den Tod nach Tschetschenien!
Polizei wollte Gesellschaft für bedrohte Völker mundtot machen - Kritisches Transparent gegen Putins Tschetschenienpolitik sollte eingerollt werden
(10.10.2006 gfbv) Wenige Minuten bevor der russische Präsident Wladimir Putin an der Protestaktion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Dresden vorbeikommen sollte, wollte die Polizei das drei mal vier Meter große Transparent der Menschenrechtsorganisation aus dem Verkehr ziehen. Als die Teilnehmer sich weigerten und erklärten, dann müsse die Polizei es mit Gewalt an sich nehmen, zog der Polizeieinsatzleiter Herr Stein die GfbV-Versammlungsleiterin Sandra Bremer unsanft beiseite und ließ sie erst nach mehreren Metern los. Da die Bundesregierung jedoch keine Anzeige wegen Beleidigung des russischen Präsidenten erstattet hatte, durfte das Transparent schließlich stehen bleiben.
Die friedliche Mahnwache der GfbV war ordnungsgemäß angemeldet, genehmigt und fast zwei Stunden lang ohne Beanstandungen unter den Augen der Polizei aufrecht erhalten worden. Auf dem Transparent der GfbV war ein Porträt Putins zu sehen, hinter dessen harmlos lächelndem Gesicht die böse Fratze von Terror und Gewalt hervorlugt. Neben der Zeichnung stand in Riesenlettern der Vorwurf: "Herr Präsident, Sie bringen den Tod nach Tschetschenien!"
"Während der ehemalige Dresdner KGB-Offizier Putin an seiner früheren Wirkungsstätte als smarter Vertreter der russischen Wirtschaft auftritt, werden in Tschetschenien täglich Menschen entführt, gefoltert und ermordet", hieß es in einer begleitenden Pressemitteilung der GfbV, die mit der Aktion an das fortgesetzte Leid der tschetschenischen Zivilbevölkerung erinnern wollte. Putin könnte diesen Völkermord, den sein Vorgänger Jelzin begann und dem bis heute 160 000 Menschen zum Opfer fielen, beenden. Doch er protegiere den derzeitigen tschetschenischen Premierminister Ramzan Kadyrow, dessen Milizen für rund 75 Prozent der schweren Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien verantwortlich seien und nicht zur Rechenschaft gezogen würden.
Außerdem unterstrich die GfbV in ihrer Erklärung die Forderung nach rückhaltloser Aufklärung des Mordes an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja am vergangenen Samstag in Moskau. Putin solle den Verdacht aus dem Weg räumen, dass russische Geheimdienste dabei ihre Hände im Spiel hatten, um diese schärfste Regimekritikerin aus dem Weg zu räumen." Obwohl Politkowskaja seit Jahren bedroht wurde, hat sie in der "Nowaja Gazeta" immer wieder unerschrocken über schwerste Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien berichtet. Dort sollte am gestrigen Montag auch ein Bericht über Folter in der kleinen Kaukasusrepublik erscheinen.
Link zur "Gesellschaft für bedrohte Völker": www.gfbv.de

Türkei: Ursachen des Terrors beseitigen.
Kurdenverfolgungen beenden!

(30.8.2006 gfbv) Die Türkei muss sich endlich den Ursachen des Terrors zuwenden - Kein EU-Beitritt für Kurdenverfolger!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat heute mit gleich lautenden Schreiben die Regierungen der 25 EU-Mitgliedsstaaten sowie die EU- Erweiterungskommission gebeten, den EU-Kandidaten Türkei dringend aufzufordern, die Verfolgung seiner großen kurdischen Bevölkerungsgruppe zu beenden. Die neuen Terroranschläge von kurdischen Extremisten sollten dringend zum Anlass genommen werden, nicht nur diesen Terror zu bekämpfen, sondern auch die unerträgliche Diskriminierung der türkischen Kurden einzustellen. Noch immer behandeln Gerichte, in der kurdischen Region stationiertes Militär und türkische Provinzbehörden die kurdische Bevölkerung als Menschen dritter Klasse.
"Wir fordern von der Regierung und vor allem der Generalität, den noch immer eigentlichen Machthabern der Türkei, endlich mit dem Wiederaufbau der 3000 im kurdisch-türkischen Bürgerkrieg zerstörten Dörfer in Süd-Ost Anatolien zu beginnen", heißt es in den Schreiben des GfbV-Generalsekretärs Tilman Zülch. Nur so könne die Rückkehr der vertriebenen kurdischen Bauernfamilien beginnen, die heute in den Elendsquartieren der türkischen und türkisch-kurdischen Großstädte leben müssen.
Diese etwa zwei Millionen Menschen bilden nach Auffassung der GfbV ein potenzielles Reservoir für die zukünftige Rekrutierung von Extremisten. Das Kurdenproblem in der Türkei könne nur durch die völlige Gleichberechtigung der kurdischen mit der türkischen Sprache in den Schulen und Universitäten, in den Massenmedien und den sonstigen Bereichen des öffentlichen Lebens im kurdischen Sprachgebiet der Süd-Ost Türkei gelöst werden. Auch im Bereich der Anerkennung des Kurdischen als Amtssprache sei die Türkei über wenige symbolische Schritte hinaus nicht weiter gekommen, kritisiert die GfbV. Dort leben etwa 15 Millionen Kurden.
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Nachfragen und Interviews bei Tilman Zülch unter Tel. 0151 153 09 888
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
E-Mail: presse@gfbv.de, Homepage: www.gfbv.de
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Folter
(18.8.2006) 30, 35 Grad im Schatten. Und nun, Mädels, stellt Euch mal vor: Euer Kopf ist fast rundum mit einem Kopftuch verhüllt. Dazu seid Ihr von oben bis unten in ein schwarzes Gewand gehüllt. Und tragt schlimmstenfalls noch eine lange Hose unter dem Ganzen. Und Ihr dürft draussen rumlaufen und die Einkäufe für Euren Mann schleppen, der gerade irgendwo herumlungert, seinen Tee schlürft und mit seinen ebenso faulen Kumpanen über die Schlechtigkeit der Welt und den Verfall der Sitten herumlamentiert.
Ein Albtraum. Aber leider in Deutschland nur zu oft bittere Realität. So lassen moslemische "Männer" ihre Frauen herumlaufen. Nicht nur irgendwo, sondern mitten unter uns. Haufenweise. Und niemand scheint sich drum zu kümmern. Schon gar nicht diese weltfremden Integrations-Lamentierer, bei denen es scheint, als sei es schon Monate her, seit sie den letzten nicht-europäischen Ausländer gesehen haben. Und die wahrscheinlich vor Jahren - wenn überhaupt jemals in ihrem Leben - das letzte Mal in solchen exterritorialen Stadtteilen wie Berlin-Neukölln, Hamburg-Wilhelmsburg oder Kiel-Gaarden waren.
Und wo bleibt denn da eigentlich diese spezielle Sorte von Frauen, die immer ganz schnell die Worte Benachteiligung und Diskriminierung im Mund hat, wenn ihnen mal ein Mann eine Sekunde zu lang auf ihren schwabbeligen Hintern guckt? Zu sehr mit den eigenen, kleinen Hypochondrien beschäftigt?
Ich empfinde eine derartige Behandlung von Frauen als Folter.
Die Fußnote: Am Peinlichsten sind diese Leute, die man viel zu schnell aus ihren mittelalterlichen Ziegenställen in das 21. Jahrhundert verfrachtet hat, ihren eigenen Landsleuten. Und zwar denen, die im Hier und Jetzt leben und die überhaupt keine Lust darauf haben, mit ihren reaktionären Landsleuten in einen Topf geworfen zu werden.

Wisch und weg – besser nicht
(10.8.2006 vnr) Desinfektionsmittel begleiten uns mittlerweile nahezu überall in unserem "kultiviertes" Leben: im Kinderzimmer, in Arztpraxen, in Krankenhäusern, in nahezu allen Küchen dieses Landes und immer mehr auch in Büros und Produktionsbetrieben. "Wisch und weg" lautet die Zauberformel – wie praktisch! "Nicht nur oberflächlich rein" – wie schön. Einmal reichlich drüber und alles strahlt uns propper und antiseptisch gereinigt wieder an. – Aber: Leider trügt der Schein.
"Reinlichkeit durch Desinfektionsmittel ist nicht ohne Risiko", warnte dieser Tage das Magazin "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb aktuell" nachdrücklich. Die Realität bei der Anwendung scheint indessen vielerorts im krassen Gegensatz zu dieser Erkenntnis zu stehen.
In vielen Betrieben weiß man augenscheinlich nicht, mit welchen "Bomben" man dort ahnungslos Tag für Tag völlig sorglos hantiert. Wir sprechen von "Bomben" im wahrsten Sinne des Wortes. Desinfektionsmittel mit dem Gefahrzeichen: "F" haben beispielsweise einen Flammpunkt, der unterhalb von 21 Grad liegt. "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb aktuell": "Schon ein Funke kann beim Einschalten eines Geräts genügen, um die hochprozentige Mischung zu entzünden."
Aber auch bei Mittel ohne das Gefahrenzeichen ist nach Darlegung des Magazins große Vorsicht geboten: Oft würden nämlich Desinfektionsmittel so angemischt, dass der Anteil an brennbarem Alkohol oder Ethanol ca. 70% betrage. Bei dieser Konzentration sei nämlich die keimtötende Wirkung am größten. Bei diesem Mittel würde dann der Flammpunkt die Kennzeichnungsmarke 21 Grad soeben überschreiten. Daher fehle das Warnsymbol "F", obwohl die Brand- und Explosionsgefahr praktisch kaum geringer sei.
Einige Desinfektionsmittel enthalten zudem tückische, giftige Stoffe mit unterschiedlichem Gefährdungspotenzial. Sie erkennen sie am bekannten Totenkopfsymbol "T" (toxisch). Besonders berüchtigt ist das Formaldehyd, das zur Raumdesinfektion – etwa von Krankenzimmern – benutzt wird. Da diese Mittel unter "Krebsverdacht" steht, wurde sein Einsatz inzwischen streng reglementiert. Betriebe, die eine Formaldehydbegasung durchführen, benötigen eine spezielle Erlaubnis durch die Arbeitsschutzbehörde.
Auf der Verpackung aller Desinfektionsmittel bzw. in den Sicherheitsdatenblättern findet man die Warnhinweise und Gefahrensymbole (die so genannten R(isiko)-Sätze) für die Anwendung. Die häufigsten R-Sätze bei gebrauchsfertigen Desinfektionslösungen sind:

  • R 10 entzündlich (Kein Gefahrensymbol zugeordnet)
  • R 11 leicht entzündlich (Gefahrensymbol: "F")
  • R 20 gesundheitsschädlich beim Einatmen ("Xn")
  • R 21 gesundheitsschädlich beim Berühren mit der Haut ("Xn")
  • R 36 reizt die Augen ("Xi")
  • R 37 reizt die Atemwege ("Xi")
  • R 38 reizt die Haut ("Xi")
  • R 41 Gefahr ernster Augenschäden ("Xi")
  • R 67 Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen (kein Gefahrensymbol zugeordnet
Oft wird in Unternehmen indessen nach Feststellung des Magazins "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb aktuell" in Unkenntnis der Gefahren zu leichtfertig und großzügig mit Desinfektionsmittel umgegangen. Offenbar verfährt man dabei nach dem alten Grundsatz: Liebe zu viel als zu wenig. Besser – so das Magazin – sei es indessen dafür Sorge zu tragen, dass der Einsatz von Desinfektionsmittel so oft wie möglich völlig vermieden werden kann. Oft könnte nämlich der gewünschte Effekt auch mit anderen Mittel erzielt werden – zum Beispiel mit heißem Wasser.
Weitere detaillierte Informationen zu diesem Thema und andere Praxistipps für Sicherheitskräfte, Führungskräfte und Sicherheitsbeauftragte finden Sie im Magazin "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb aktuell" beim
Verlag für die Deutsche Wirtschaft

Plöner See - Polizei auf Bootsstreife
(13.7.2006 ots) Der Umweltschutztrupp des Plöner Polizeibezirksreviers hat umfangreiche Aufgaben zur Überwachung der gesetzlichen Bestimmungen im Bereich des Landschafts- und Naturschutzes rund um den Plöner See wahrzunehmen. Dazu steht den Beamten das Streifenboot "Eagle one" zur Verfügung.
Der Plöner See ist mit einer Fläche von 29 Quadratkilometern der größte Binnensee und das wichtigste Brutgewässer des Landes. An den Ufern und auf etlichen kleinen Inseln leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch der Seeadler ist wieder heimisch geworden. Zugvögel nutzen das Gebiet als Rastmöglichkeit.
Auf ihrer Bootsstreife am Montag entdeckten die Polizisten im Bereich des Landschaftsschutzgebietes Bischofsee, nahe Bosau, zwei verbotswidrig aufgestellte Zelte. Von der Landseite aus wären die Campingbehausungen nie zu erkennen gewesen. Zwei männliche Personen im Alter von 15 und 31 Jahren, sowie Frauen im Alter von 20 und 31 Jahren hatten sich gemütlich eingerichtet. Kartons mit zahlreichen Konserven ließen den Schluss zu, dass ihr Aufenthalt nicht nur für kurze Zeit geplant war. Zu allen Überfluss hatten sie eine Feuerstelle errichtet, Pflanzen und Sträucher niedergetrampelt und Gehölz abgeschnitten.
Dass die Polizei von der Wasserseite kommen würde, hatten die Umweltfrevler nicht erwartet. Die Beamten ließen der Gruppe zwei Stunden Zeit, die Zelte abzubauen, den Platz zu säubern und das Gebiet zu verlassen. Eine Anzeige erwartet die aus der Gegend stammenden Personen obendrein.
Fahren mit Motorbooten ist auf dem See grundsätzlich nicht gestattet. Wenige Genehmigungen hat die Ordnungsbehörde unter besonderen Auflagen erteilt. Die Dokumente liegen den Beamten in Kopie vor. Der Mitarbeiter einer Segelschule schipperte nun bei ruhigem Wind mit seinem stark motorisierten Schlauchboot auf dem See. Ein klarer Verstoß, die Polizisten erteilten ihm die Weisung, an Land zu fahren. Eine Anzeige folgt, außerdem muss der Mann damit rechnen, dass seine Ausnahmegenehmigung entzogen wird.
Dann wandte sich die Streife zwei Anglern zu. Den Jahresfischereischein und einen Erlaubnisschein des Pächters legten die beiden vor. Neu war den Hobbyanglern, dass sie ihre gefangenen Fische umgehend zu töten hätten. Sie versprachen, die gesetzlichen Regelungen zu beachten.
Den weiteren Weg des Polizeibootes kreuzte eine Vielzahl von Paddlern. Soweit nicht schon bekannt, überreichten die Polizisten Flyer mit Hinweisen auf Schutzgebiete, den Seeadlerschutz und das Verbot zum Befahren bestimmter Bereiche und Strecken. Die Wassersportler wurden darüber hinaus gebeten ihre vorhandenen Schwimmwesten aus Sicherheitsgründen auch wirklich zu tragen. Eine ereignisreiche Bootsstreife auf dem Großen Plöner See fand damit ihr Ende, weitere Fahrten bei hoffentlich schönem Ferienwetter sollen folgen.

Fünf Punkte, um gut im Ausland zu leben
(20.6.2006 vnr) Früher dachte ich – zugegeben etwas naiv – wer ständig an sonnigen Stränden des Mittelmeers leben kann, der hat es geschafft. Das mag zwar auch heute noch hier und da stimmen. Aber das reine Paradies für die Reichen und Schönen scheinen die Mittelmeerstrände inzwischen auch nicht mehr zu sein. Das auf Steuerspar-Tipps spezialisierte Magazin "International Living" konstatierte jedenfalls dieser Tage lakonisch: Für Leute, die ein "angenehmes und relativ freies Leben" führen wollten, sei der Aufenthalt in den letzten zehn Jahren durch die EU-Bürokratie in vielen Mittelmeerländern "immer unerträglicher" geworden.
Noch lebe man am Mittelmeer zwar noch besser als in Deutschland, räumt das Magazin ein. Doch alle Sorgen sei man auch dort nicht mehr automatisch los. Um wachsenden Steuerdruck und Bürokratie zu umschiffen, empfiehlt "International Living" deshalb eine völlig neue Strategie: Wandern Sie bloß nicht in ein Land aus, in dem Sie gerne leben wollen. Das Blatt rät: "Kombinieren Sie die Vorteile mehrerer Länder. Sehen Sie den Staat als Dienstleister."
Fünf Punkte nennt das Magazin, um Ärger mit der Bürokratie und der Steuer bei einem Auslandswohnsitz aus dem Weg zu gehen:
1. Werden Sie möglichst nur Bürger eines Landes, in dem Sie sich so wenig wie möglich aufhalten wollen.
2. Bleiben Sie dagegen in dem Land, wo Sie sich am liebsten aufhalten, am besten immer nur als Besucher.
3. Wenn Sie Geschäfte machen und dafür eine Firma brauchen, dann gründen Sie diese in einem Land, wo Sie weder Bürger sind, noch sich üblicherweise aufhalten.
4. Legen Sie Ihr Geld in einem Land (oder in mehreren) an, in dem Sie ansonsten keinerlei Interessen und Aktivitäten haben, und wo entsprechende Diskretion selbstverständlich ist.
5. Auch wenn es zurzeit nicht nötig scheint: Treffen Sie so bald wie möglich Vorkehrungen, um eine doppelte Nationalität und damit einen Zweitpass zu erhalten.
Also: Machen Sie es den Großen nach, lautet der professionelle Rat. Die großen international tätigen Konzerne würden sich längst rund um den Globus die jeweils günstigsten Standorte für ihre spezifischen Aktivitäten aussuchen, gibt "International Living" zu bedenken. Warum sollte nicht auch der Privatmann ebenfalls in den großen Mustopf greifen, fragt das Magazin "International Living": "Sehen Sie die Sache wie ein Unternehmer. Über 200 Staaten gibt es auf der Welt, darunter mindestens 50 bis 100, die in die engere Wahl kommen."
Mehr praktische Tipps beim VNR.de

14-jährige Fußgängerin angefahren, Autofahrer flüchtet
(4.4.2006 ots) Die Polizei sucht nach einem Autofahrer, der Freitagmorgen an der Ecke Preetzer Straße / Wellseedamm mit seinem Wagen eine Schülerin erfasst und verletzt hat.
Gegen 9:30 Uhr überquerte das Mädchen die Preetzer Straße im Einmündungsbereich in Richtung Wellseedamm. Als sie sich etwa auf Straßenmitte befand, bog ein Auto von der Villacher Straße kommend rechts in die Preetzer Straße ein und erfasste die 14-Jährige. Durch den Aufprall stürzte die Jugendliche auf die Fahrbahn. Der Fahrzeugführer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um die Verletzte zu kümmern.
Nach dem Unfall machte sich das Mädchen zunächst auf den Nachhauseweg. Anschließend suchte sie einen Arzt auf, der Verletzungen am Knie und an der Hand diagnostizierte.
Nach Angaben der Geschädigten dürfte es sich bei dem Fahrzeug um einen blauen Nissan mit Kieler Kennzeichen gehandelt haben.
Wer den Unfall gesehen hat oder Hinweise zu dem gesuchten Personenwagen der Marke Nissan geben kann, sollte die Ermittler des Verkehrsunfalldienstes unter Tel. 160-1591 oder Polizeiruf 110 verständigen.

Flugunfall in der Nähe der Gemeinde Rantzau
(25.3.2006 ots) Im Luftraum des Kreises Plön, östlich des Gutes Rantzau, in der Nähe des Kohdieksmoores, ist in den gestrigen Mittagstunden ein Flugzeug, Typ DEMONA, aus bislang ungeklärter Ursache verunfallt und abgestürzt. Bei diesem Flugzeugtyp handelt es sich um einen einmotorigen Zweisitzer.
Der Absturz des Flugzeuges blieb zunächst unbemerkt, erst gegen 16:20 Uhr fand ein Landarbeiter zufällig das auf einem offenen Feld gelegene und völlig zerstörte Fluggerät.
Die beiden 38- und 24-jährigen männlichen Insassen konnten durch die Einsatz- und Rettungskräfte nur noch tot geborgen werden und sind der Kieler Rechtsmedizin zugeführt worden. Zur Herkunft des Flugzeuges kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich mitgeteilt werden, dass es im Raum Hamburg gestartet ist.
Die Ermittlungen zur Unfallursache werden durch die Kripo Plön in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Luftsicherheit in Braunschweig geführt. Ein Mitarbeiter des Bundesamtes war noch in der Nacht am Unglücksort. Die Untersuchungen zum technischen Zustand des Flugzeuges werden in den kommenden Tagen fortgesetzt. Über die Unglücksursache können derzeit keine Angaben gemacht werden.
Das Flugzeug wurde noch in der Nacht durch das THW geborgen.
Neben den polizeilichen Einsatzkräften waren für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen die Freiwilligen Feuerwehren Plön, Rantzau-Sasel und Dannau sowie das THW im Einsatz.

Auf den Zahn gefühlt: Kieler Kriminalstatistik 2005
(18.3.2006) "Ich glaube nur Statistiken, die ich selber gefälscht habe.", so lautet ein altbekannter Spruch. Mit einem Rückgang der Kriminalität um über 10 Prozent brüstet sich die Kieler Polizei in ihrer am Freitag vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik 2005.
Hört sich gut an, aber kann sich die Kieler Polizei wirklich einen Erfolg an die Fahnen heften? Mitnichten, ganz im Gegenteil: In weiten Bereichen ist die Kriminalität in dramatischen Ausmaßen angestiegen.
Erfolge weist die Statistik nur in zwei bzw. drei Bereichen auf: Beim (schweren) Diebstahl und bei den Einbruchsdelikten. Ein Ergebnis erfolgreicher Polizeiarbeit? Eher nicht.
Monatelang haben die "Dämmerungseinbrecher" in den Kieler Randbezirken und in den Umlandgemeinden ihr Unwesen getrieben, ohne dass die Polizei ihrer habhaft werden konnte. Ebenfalls in den frühen Abendstunden und auch in der Regel in Einfamilienhäusern war ein "Dagobert der Einbrecher" unterwegs, der die Polizei in gut 40 Fällen an der Nase herumgeführt hat.
Was tut der hilflose und verängstigte Eigenheimbesitzer: Er rüstet auf, verrammelt unter zum Teil erheblichem Kostenaufwand Fenster und Türen, um sich noch einigermaßen sicher fühlen zu können. Hier war nur die durchgängige Erfolglosigkeit der Polizei ein "Erfolg".
Panzerschrank Wenden wir uns der Geschäftswelt zu, speziell der in den Kieler Problemzonen auf dem Ostufer. Im Stadtteil Gaarden ist die Kriminalitätsrate - wie gehabt und wie auch nicht anders erwartet - mit etwa 5.000 Delikten extrem hoch. Den von Dieben und Einbrechern geplagten Geschäftsleuten bleibt nur, sich auf ihre Art zu wehren. Immer öfter sind Rollgitter und metallener Fensterschutz an den Läden zu sehen. Im Supermarkt am Karlstal sind ständig zwei Herren damit beschäftigt, ein offenes Auge auf die Ladendiebe zu haben. In der ebenfalls im Karlstal gelegenen Wohnanlage der KWG patroullieren ständig Sicherheitskräfte, damit das Wohnungsunternehmen überhaupt noch eine Chance gegen Kellereinbrüche und Vandalismus hat. Die beauftrage Sicherheitsfirma geht offensichtlich von guten und dauerhaften Geschäften aus. Seit einigen Monaten hat sie ein Büro genau gegenüber den Wohnblöcken im Karlstal.
Ein besonders krasser Fall findet sich nur wenige Meter weiter am Vinetaplatz. Dort steht ein kleiner Kiosk, der gerade mal etwa sechs Quadratmeter Fläche einnimmt. Nach dem ersten Einbruch wurden die Fenster mit metallenen Blenden versehen, nach dem zweiten Einbruch wurden die Fenster vergittert und eine massive Stahltür eingebaut. Trotzdem folgten die Einbruchsversuche drei, vier und fünf. Der letzte Täter war klar auszumachen, er läuft immer noch frei in der Gegend herum. In seiner Hilflosigkeit hat der Kioskbesitzer den letzten Einbruchsversuch nicht einmal mehr angezeigt - auch so entstehen Statistiken. Was der Besitzer gemacht hat, ist sich einen zwei Meter hohen Panzerschrank zu kaufen, der ein gutes Fünftel der Gesamtfläche des Kiosks einnimmt und in dem jetzt nächtens Tabak und Spirituosen verwahrt werden. Siehe Bild, es ist einfach grotesk.
Ironischerweise kann noch die Frage gestellt werden, ob die schweren Schäden durch unverschämte, staatliche Steuereintreiberei mittlerweile so hoch sind, dass schwerer Diebstahl bei vielen Bürgern schon gar nicht mehr möglich ist.
Kommen wir zum deprimierenden Rest der Statistik. Bei der Aufschlüsselung der "leichten Aggressionsdelikte" hat es beim Widerstand gegen die Staatsgewalt einen Anstieg von sagenhaften 37,74% gegeben. Ein Symptom dafür, wie wutgeladen die Bürger mittlerweile auf den Staat und seine Organe sind. Und ein Zeichen dafür, dass die Hemmschwelle bei der Gewaltanwendung deutlich zurückgeht. Hierauf weisen auch andere Zahlen hin: Bei den Rohheitsdelikten hat es einen Anstieg von 4,51% Prozent gegeben, bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung hat die Zahl der Fälle um unglaubliche 12,6% Prozent zugenommen. Wut und Frustration der Bürger gegen einen unfähigen und tatenlosen Staat wachsen, die hilflos geballte Faust sitzt immer lockerer.
Darauf, dass man es in diesem Staat mit klarem Kopf kaum noch aushält, weist auch eine andere, Schrecken erregende Zahl hin. Bei den Rauschfgiftdelikten haben die Fälle um die rekordverdächtige Zahl von 13,66% Prozent zugenommen. Die Polizei verweist hier darauf, dass man u.a. durch verstärkte Verkehrskontrollen mehr Tätern auf die Spur gekommen ist. Nur: Ohne Delikte keine Aufklärung. An der Wurzel des Übels ist indes nur wenig polizeilicher Tatendrang erkennbar. In Kiel-Gaarden ist es genauso leicht, an seine tägliche, wöchentliche oder monatliche Dosis Rauschgift zu kommen wie an einen Beutel Kartoffeln. Völlig unbehelligt gehen die Dealer hier am hellichten Tag und mitten im Gaardener Zentrum ihren Geschäften nach. So sicher wie die Dealer fühlen sich offensichtlich auch die Straßenräuber. Innerhalb kurzer Zeit ist schon zum zweiten Mal - mitten im Gaardener Zentrum und zu bester Einkaufszeit - ein Passant auf offener Straße überfallen und ausgeraubt worden. Polizeipräsenz? Nicht auszumachen. Aufklärungsquote? Fragen wir lieber gar nicht erst.
Ob eine weitere Aufrüstung durch unseren Law-and-Order-Minister Stegner angesichts dieser Zahlen die richtige Vorgehensweise ist, bezweifelt nicht nur die Redaktion. Zur ebenfalls in den letzten Tagen vorgestellten Statistik für ganz Schleswig-Holstein schreibt Anke Spoorendonk, Vorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes SSW in einer Presserklärung:
"Mit den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigt der Innenminister deutlich, wo die Grenzen seiner verhärteten Innenpolitik liegen. Zentrale Probleme, wie die Gewaltkriminalität oder die Delinquenz Jugendlicher, lassen sich nicht mit einem verschärften Polizeirecht lösen, sondern erfordern ganz andere, vorbeugende Ansätze.
Gerade von einem sozialdemokratischen Innenminister erwarte ich, dass er sich auch mit solchen sozial orientierten Ansätzen der Kriminalprävention auseinandersetzt, statt nur an der Polizeifront aufzurüsten."
Den letzten Satz wie immer zum Schluss, heute passenderweise der Werbespruch einer Elektronik-Kette: "Lasst Euch nicht verar...en!"

So feiert man im Holsteinischen:
Zwei Partys sorgen für stundenlangen Polizeieinsatz

(27.2.2006 ots) Plön-Lutterbek-Kalübbe: In der Nacht zu Sonntag gab es für die Polizei gleich auf zwei Partys im Kreis Plön reichlich zu tun. Totales Durcheinander mit betrunkenen Jugendlichen in Lutterbek und vier Verletzte nach einer Schlägerei in Kalübbe machten über Stunden den Einsatz von "reichlich Polizei" erforderlich.
Vier Streifenwagen eilten gegen 00:20 Uhr nach Lutterbek. Im Gemeindehaus sollte es zu einer größeren Schlägerei gekommen sein. Eine Person sei bewusstlos, meldete ein Zeuge.
Die Beamten trafen auf der Feier mit etwa 60 Jugendlichen auf ein riesiges Durcheinander, stellten aber keine Straftat fest. Der "Bewusstlose" war ein betrunkener Jugendlicher. Für ihn forderten die Polizisten einen Rettungswagen an. Sie befürchteten eine Alkoholvergiftung. Als diese ausgeschlossen wurde, brachten die Beamten den jungen Mann nach Hause.
Aus Gefahren abwehrenden Gründen erklärte die Polizei die Party gegen 1:20 Uhr für beendet. Es dauerte noch knapp eine weitere Stunde, bis alle Jugendlichen die Örtlichkeit verlassen hatten und wieder Ruhe eingekehrt war. Erst jetzt rückte auch die letzte Polizeistreife ab.
Dann, gegen 1:45 Uhr fuhren drei Streifenwagen nach Kalübbe, da es dort zu einer Schlägerei zwischen etwa zehn Personen gekommen sein sollte. Es stellte sich heraus, dass es auf einer Geburtstagsfeier in der Dorfstraße Ärger mit ungeladenen Gästen gegeben hatte. Der Streit war zu einer Schlägerei eskaliert. Dabei waren vier Partygäste verletzt worden.
Rettungswagen brachten zwei Verletzte ins Krankenhaus. Die Polizei konnte zwei Beschuldigte auf ihrer Flucht festnehmen. Die 17- und 19-Jährigen aus Raisdorf und Kiel waren alkoholisiert und mussten sich daher auf der Wache einer Blutprobe unterziehen. Gegen sie ist Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet worden.

Trickdieb mehrfach abgewiesen
(10.2.2006 ots) Die Masche, als angeblicher Stadtwerkemitarbeiter älterer Menschen in ihrer Wohnung zu bestehlen, klappt anscheinend nicht mehr so reibungslos. Am Montag war der Trickdieb bei vier Versuchen einmal erfolgreich, Donnerstag musste er fünf Anläufe unternehmen, um einmal an Geld zu kommen.
Nach kürzeren oder längeren Pausen versucht ein Trickdieb immer wieder, als angeblicher Stadtwerkemitarbeiter in die Wohnung älterer Menschen zu gelangen. Er gibt vor, Wasser- und Heizungsverbrauch ablesen zu müssen, darüber hinaus stellt er eine Rückzahlung in Aussicht. Am Montag scheiterte der Mann dreimal, an den Wohnungstüren seiner Opfer. Eine Frau fertigte ihn mit dem Hinweis ab, möglicherweise habe er Falschgeld dabei. Dies wies der Mann empört von sich, er werde sofort die Polizei holen. Das müsse er nicht, entgegnete die Mieterin, sie rufe gleich selbst an. Diese Auskunft veranlasste den Trickdieb, augenblicklich das Haus zu verlassen.
Donnerstag versuchte der Trickdieb im Stadtteil Gaarden erneut sein Glück. Nach vier erfolglosen Versuchen klappte die Masche bei einer 90-jährigen Rentnerin. Der Frau versprach er eine Rückzahlung von 100 Euro, da sie zu hohe Wasser- und Heizkosten gezahlt habe. Leider habe er nur einen 200-Euro-Schein dabei, ob sie herausgeben könne. Die Frau schaute nach ihrem Geld. Geschickt verstand es der Täter die Frau abzulenken. Er beorderte sie ins Bad, um Wässerhähne zu öffnen. Währenddessen plünderte er ihr Portmonee und verschwand aus der Wohnung.
Die Polizei rät, keine unbekannten Personen in die Wohnung zu lassen. Stadtwerkemitarbeiter haben einen Ausweis. Sie kommen auch gern wieder, wenn sich der Mieter zunächst über die Rechtmäßigkeit des Erscheinens erkundigen möchte. Das Service-Center gibt unter der Rufnummer 0180 1 247100 Auskunft, welcher Mitarbeiter wo unterwegs ist.
Für spezielle Nachfragen hat das 4. Polizeirevier mittwochs in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr eine Seniorensprechstunde eingerichtet.
Die Beamten sind unter der Telefonnummer 160-1429 oder 160-1420 erreichbar. Wer möchte, kann die Dienststelle auch persönlich aufsuchen oder einen Hausbesuch vereinbaren.

Neu: Seniorensprechstunde auf dem 4. Polizeirevier Kiel
(25.1.2006 ots) Viele ältere Mitbürger sind bereits Opfer von Straftaten geworden oder gehören zumindest der Gruppe potentiell erhöht Gefährdeter an. Diesen Menschen, die aufgrund ihres Alters hilfs- und schutzbedürftiger sind als andere, soll im Rahmen eines Präventionsprojektes des 4. Polizeireviers Kiel vermehrte Fürsorge zukommen.
In einer eigens für diesen Personenkreis eingerichteten wöchentlichen Seniorensprechstunde stehen die Polizisten den Senioren umfassend zu einer Vielzahl von Themen Rede und Antwort. Sie werden in Sachen "Einbruchschutz" ebenso beraten wie zur Frage "Wie schütze ich mich vor Trickdieben?".
Opfer, die vielfach in ganz besonderem Maße psychisch, physisch und finanziell betroffen sind, sollen auf diese Weise nach der erlebten Tat betreut, über ihre Rechte und den Gang des Ermittlungs- und des Strafverfahrens aufgeklärt werden.
Die Seniorensprechstunde wird beginnend mit dem 1. Februar 2006 immer mittwochs in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr stattfinden. Die Beamten werden dann unter der Telefonnummer 0431 / 160-1429 oder 160-1420 erreichbar sein. Wer will, kann selbstverständlich auch persönlich die Dienststelle aufsuchen oder einen Hausbesuch vereinbaren.
Außerdem stehen die Polizisten natürlich für Vorträge und Beschulungen beispielsweise in Kirchenkreisen und Altenheimen zur Verfügung. Termine für eine solche Veranstaltung sollten Interessierte ebenfalls über die oben genannte neue Seniorenhotline vereinbaren.

Tipp des Tages
Anziehungskraft: Die 7 Säulen der Sympathie
1. Schönheit: Ihre Erscheinung muss nicht makellos sein, aber gepflegt. Perfekte Menschen liebt keiner, wohl aber leuchtende Augen und lächelnde Lippen.
2. Bewunderung: Bildung besticht, Leistung imponiert, Reichtum beeindruckt. Wer damit angibt, hat verspielt. Beweisen Sie daher Rücksicht und Takt.
3. Vertrauen: Geben Sie das Gefühl von Geborgenheit. Andere sollen wissen, dass sie sich auf Sie verlassen können. Strahlen Sie Sicherheit aus.
4. Harmonie: Sorgen Sie dafür, dass andere angenehme Stunden mit Ihnen verbringen, stressfrei, in entspannter Atmosphäre. Strahlen Sie Ruhe aus.
5. Nähe: Finden Sie heraus, was Sie mit Ihrem Gegenüber verbindet, und betonen Sie diese Ähnlichkeiten.
6. Fürsorge: Kümmern Sie sich um andere, engagieren Sie sich für Ihre Mitmenschen, helfen Sie auch bei den kleinen Problemen des Alltags.
7. Optimismus: Suchen Sie nach positiven Informationen und teilen Sie diese auch mit. Freuen Sie sich mit anderen. Lästern und tratschen Sie nicht.
Mehr praktische Tipps beim VNR.de

Auslands-Knigge: Andere Länder - andere Sitten
"Wer nicht reist, wird nicht den Wert der Menschen schätzen lernen."
(Aus Mauretanien)
(16.10.2005 vnr) Ganz egal, in welches Land Sie reisen oder aus welchem Erdteil Ihre Mitarbeiter oder Kollegen stammen - diese möchten nicht nur auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten ernst genommen werden, sondern auch als Menschen. In der Regel werden sie sich über Deutschland und die deutsche Mentalität informiert haben. Verständigungsprobleme sind trotzdem leicht möglich. Seien Sie sich dennoch bewusst, dass Deutschland im Ausland manchmal ganz anders gesehen wird, als wir uns das vorstellen:
Bei den einen gelten die Deutschen als eher steif (südliche Länder), bei den anderen als eher locker (Skandinavier, Asiaten).
Bei den folgenden Beschreibungen einzelner Nationalitäten werden Sie daher auch Hinweise finden, die es Ihnen leicht machen, sich in die Sichtweise Ihres Geschäftspartners/Mitarbeiters zu versetzen.
Asien
VR China
Mentalität: Chinesen sind ehrgeizig, pragmatisch und fleißig. Ausbildung und Karriere besitzen einen ebenso hohen Stellenwert wie Hierarchien. Zur Tradition haben Chinesen hingegen ein gebrochenes Verhältnis. So wurden die Höflichkeitsregeln oder das Verhältnis zwischen Männern und Frauen während der Kulturrevolution nachhaltig verändert.
Beruflicher Umgang: Chinesen sind anpassungsfähig. Sie bemühen sich, Verhaltensweisen ihrer Umgebung auf ihre Weise nachzuempfinden.
Darauf sollten Sie achten:
Zeigen Sie Interesse an China und seinen wirtschaftlichen Erfolgen.
Siezen ist zu Beginn immer üblich.
Vermeiden Sie Gespräche über Tibet, Menschenrechte oder die Kulturrevolution. Vergessen Sie nicht, dass China eine Diktatur ist.
Hongkong und Taiwan
Mentalität: Asiatische Umgangsformen haben sich in Hongkong mit britischen und europäischen Verhaltensweisen vermischt. Hongkong-Chinesen sind zwar in professioneller Hinsicht klar westlich orientiert, sie lehnen aber auf Grund ihrer kolonialen Erfahrung Einmischung von außen ab.
Taiwan ist Hongkong sehr ähnlich. Hier wie dort ist geschäftlicher Erfolg sehr wichtig. Dabei spielen Hierarchien und die Kenntnis der Höflichkeitsregeln eine große Rolle im Umgang miteinander.
Beruflicher Umgang: Hongkong-Chinesen und Taiwaner sind zurückhaltender und vielfach höflicher als ihre Landsleute aus der Volksrepublik.
Darauf sollten Sie achten:
Erwidern Sie die Höflichkeit Ihrer Geschäftspartner/Mitarbeiter.
Geben Sie Ihren Mitarbeitern etwas Zeit um sich einzugewöhnen.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht arrogant und/oder besserwisserisch auftreten.
Japan
Mentalität: Die Japaner haben auf der einen Seite über viele Jahrhunderte hinweg ihre Eigenheiten bewahrt. Auf der anderen Seite haben sie aber auch immer Einflüsse von außen aufgenommen, wenn ihnen diese als nützlich erschienen. Japaner sind ausgeprägt höflich. Innerhalb der japanischen Gesellschaft und in den Betrieben gelten für Westler kaum durchschaubare Hierarchien und Abhängigkeiten. Dennoch hat der westliche Einfluss in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass der Individualismus heute eine stärkere Rolle spielt.
Beruflicher Umgang: Japaner, die das Land für Auslandsaufenthalte verlassen, gelten zu Hause als "höchst exotisch". Titel und akademische Grade sind dagegen sehr wichtig. Kollegen duzen sich erst dann, wenn sie sich sehr gut kennen.
Darauf sollten Sie achten:
Geben Sie Ihren japanischen Mitarbeitern ausreichend Zeit zur Eingewöhnung.
Vermeiden Sie Gespräche über das Verhältnis zu China, das bis heute belastet ist, und die Rolle Japans im 2. Weltkrieg.
Scherzen Sie nicht über das japanische Kaiserhaus.
Nahost
Türkei
Mentalität: Die Türkei ist ein laizistischer Staat, in dem viele religiöse Symbole verboten sind. Die westlich und weltlich ausgerichtete Form des Islams wird von einer großen Mehrheit der Türken gebilligt.
Beruflicher Umgang: Die Türken wollen ernst genommen werden - wie jeder andere auch. Der Umgang in den Unternehmen ist hierarchischer als in Deutschland. Deutsche Gebräuche sind in der Türkei durchaus bekannt. Ihre Zusammenarbeit wird daher in der Regel unproblematisch sein.
Darauf sollten Sie achten:
Loben Sie die Fortschritte der Türkei, ohne sich dabei aber auf zu konkrete Festlegungen einzulassen.
Vermeiden Sie einen herablassenden Eindruck.
Sprechen Sie nicht über den umstrittenen EU-Beitritt, Armenien und die Kurdenfrage.
Ägypten
Mentalität: Ägypten versucht, in der Auseinandersetzung zwischen traditionell empfundenem Islam und Moderne einen gemäßigten Weg einzuschlagen. Dennoch zerfällt die ägyptische Gesellschaft in die relativ westlich orientierte Oberschicht und in die breite Schicht der Fellachen
. Beruflicher Umgang: Hierarchien und Einkommensunterschiede sind erheblich ausgeprägter als bei uns. Deutschland gilt in Ägypten nach wie vor als Ort von Gründlichkeit und Perfektionismus. Entscheidungen fallen in ägyptischen Unternehmen stets ganz oben - erwarten Sie von Ihrem Geschäftspartner/Mitarbeiter daher nicht, dass er anfangs übermäßige Entscheidungsfreude an den Tag legt.
Darauf sollten Sie achten:
Geben Sie einem ägyptischen Mitarbeiter Zeit zur Eingewöhnung, aber machen Sie ihm von Anfang an klar, dass Deutschland ein säkulares Land ist und Religion als Privatsache angesehen wird.
Diskutieren Sie nicht über das Verhältnis Ägypten - Israel.
Israel
Mentalität: Israel ist ein Zuwanderungsland, in das Juden aus der ganzen Welt in den vergangenen Jahrzehnten eingewandert sind. Gleichzeitig befindet sich Israel unter ständiger militärischer Bedrohung und hat sich auch mental auf die Verteidigung seiner Existenz eingerichtet.
Beruflicher Umgang: Das israelische Geschäftsleben ist stark amerikanisch geprägt, Hierarchien spielen weniger eine Rolle.
Darauf sollten Sie achten:
Deutsche neigen im Umgang mit Israelis zur Unsicherheit. Offenheit, verbunden mit Höflichkeit und Respekt, führt aber weiter.
Diskutieren Sie nicht über das Verhältnis Israels zu Palästina, die Siedlungspolitik sowie über die gesamte israelische Innenpolitik. Die Themen sind stark polarisiert.
Afrika
Libyen
Mentalität: Libyen galt über Jahrzehnte hinweg als "Terroristenförderer". Auf Grund einer gemäßigteren Außenpolitik gewinnt das Land inzwischen an Vertrauen. Im Vergleich zur Arabischen Halbinsel ist das Land im Innern liberal: So genießen Frauen einen höheren Status als sonst in der arabischen Welt. Aber auch in puncto Ausbildung und Investitionstätigkeit versucht Libyen derzeit, verstärkt Anschluss an Europa zu finden.
Beruflicher Umgang: Die Libyer sind auf Grund ihrer italienischen Kolonialvergangenheit und der heutigen engen Beziehungen zu Malta mit westlichen Gepflogenheiten vertraut.
Darauf sollten Sie achten:
Geben Sie neuen Mitarbeitern ausreichend Zeit zur Eingewöhnung.
Diskutieren Sie nicht mit Ihren Geschäftspartnern/Mitarbeitern über die früheren Verstrickungen der politischen Führung in den internationalen Terrorismus.
Marokko/Tunesien/Algerien
Mentalität: Die 3 nordafrikanischen Maghrebstaaten Marokko, Tunesien und Algerien sind einerseits durch ihre frühere Kolonialverbindung zu Frankreich geprägt. Französisch wird bis heute verstanden und gebraucht. Auf der anderen Seite spielt aber auch der Islam eine zunehmend größer werdende Rolle. Dennoch streben wesentliche Teile der einzelnen Bevölkerungen nach stärkerer Öffnung gen Westen, was in Tunesien besonders weit entwickelt ist.
Beruflicher Umgang: Entscheidungen werden in der Regel nur ganz oben getroffen. Erwarten Sie daher keine allzu große Entscheidungsfreude zu Beginn einer Zusammenarbeit.
Darauf sollten Sie achten:
Geben Sie Ihrem Mitarbeiter Zeit zur Einarbeitung und verdeutlichen Sie ihm die Entscheidungswege in deutschen Unternehmen.
Diskutieren Sie mit Ihren Geschäftspartnern/Mitarbeitern nicht über das Thema "Islamismus", es birgt schweres Konfliktpotenzial.
Südafrika
Mentalität: Südafrika hat sich nach dem Ende der Apartheid das Etikett "Rainbow Nation" gegeben - was die Vielfalt der Ethnien und Gruppen als Stärke und positives Merkmal betont. Als Mitgliedsland des British Commonwealth hat Südafrika zudem viele Attribute angelsächsischer Länder angenommen.
Beruflicher Umgang: Vornamen werden nur unter Gleichrangigen oder im Verhältnis zu unterstellten Mitarbeitern verwandt. Auch die Kleiderordnung ist formeller: Sie werden Südafrikaner in seltensten Fällen in Shorts und Sandalen im Betrieb antreffen. Stattdessen sind einfarbige Anzüge und Kostüme üblich.
Darauf sollten Sie achten:
Treten Sie ebenso seriös in Ihrer Kleidung auf wie Ihr südafrikanischer Geschäftspartner/Mitarbeiter.
Vermeiden Sie Gespräche über Apartheid und die mancherorts hohe Kriminalität.
Mehr praktische Tipps beim VNR.de

"Soziale Marktwirtschaft"
(27.3.2005) Eine große Klappe hatte er schon immer. Nun ruft Bundeskanzler Schröder die deutschen Firmen auf, mehr zu investieren. Herr Bundeskanzler, wenn Sie mal fünf Minuten bei klarem Bewusstsein sind, dann schauen Sie sich mal an, was deutsche Firmen dank Ihrer untätigen Mithilfe so treiben:
Die dreissig größten, im DAX notierten Konzerne haben ihren Gewinn im Jahr 2004 auf über 35 Milliarden Euro verdoppelt. Gleichzeitig haben allein diese Konzerne 35.000 Arbeitsplätze vernichtet. Unverschämte Gier und eine unverschämt dumme Politik machen es möglich.
"Allerbeste Voraussetzungen" hätten er und seine Partei geschaffen, so unser Ober-Spaßvogel weiter. Sollen das die Voraussetzungen sein: 46 Milliarden Euro geben deutsche Firmen pro Jahr für Bürokratie aus, berechnete das Bonner Institut für Mittelstandsforschung. Allein 84 Prozent davon entfallen auf kleinere und mittlere Unternehmen. Die trifft die finanzielle Belastung durch bürokratische Hürden besonders hart. Oft sind es die vielen Vorschriften und Gesetze wie Standortauflagen, Arbeitsschutzauflagen, Kündigungsschutz oder soziale Abgaben, die die Existenz ganzer Betriebe gefährden oder Unternehmen daran hindern, weitere Mitarbeiter einzustellen. Alt-Kanzler Ludwig Erhardt, der "Erfinder der sozialen Marktwirtschaft", dürfte bei solchen Zuständen im Grab rotieren.

Werftenverbund: 800 Arbeitsplätze weniger
(4.1.2005) Wie nicht anders erwartet: Kaum hat sich der erste Qualm des Protestes verzogen, da schlagen die Bosse zu. In einem Interview im "Hamburger Abendblatt" erklärt Klaus Borgschulte, der designierte Chef des neuen Werftenbundes, zu dem auch HDW gehören soll, dass im Laufe der nächsten Zeit 800 Arbeitsplätze abgebaut werden. Jeder achte der bis jetzt noch 6.500 ArbeitnehmerInnen darf also gehen. Wie es um Kiel steht, ist noch nicht genau raus. Der vorgesehene Stellenabbau zieht sich in einem Sterben auf Raten über die nächsten zwei Jahre hin. Im U-Bootbau sollen in Zukunft 400 Menschen arbeiten. Wieviele Arbeitsplätze in einer noch zu gründenden Firma für den Überwasserschiffbau entstehen werden, ist noch ungewiss. Hier allzu große Hoffnungen zu haben, dürfte wohl verkehrt sein. Ausser, wir holen die Verantwortung für unseren Schiffbau wieder nach Kiel zurück, anstatt uns wieder ausverkaufen zu lassen.
Das vollständige Interview im Hamburger Abendblatt

Hier wächst die Wurst
(6.8.2004) "Ägypten liegt um die Ecke", so betitelt ein lokales Werbeblättchen einen ihrer Artikel zu einem Geschäft in Gaarden. "Ägypten liegt gleich um die Ecke", so titelte Ostufer.Info im April zum gleichen Thema. Wird ja auch Zeit, dass die Saure-Gurken-Trompeter der örtlichen Einschlaf-Presse merken, wo die journalistische und stilistische Wurst hängt. "Das Original".

Aufruf zum Boykott


Wer anderen die Freiheit verleugnet,
verdient sie nicht für sich selbst.

(Abraham Lincoln)
(4.2.2004) 25% der weltweiten Umweltverschmutzung gehen auf das Konto der USA. Viele US-amerikanische Filme sind von einer beispiellosen Dümmlichkeit und Gewaltverherrlichung geprägt. Indianer, Sklaven, Korea, Vietnam, Somalia, Afghanistan, der Irak und andere: Zeit seines Bestehens zieht der US-amerikanische Staat eine breite Blutspur hinter sich her. Und wird dabei immer verlogener und immer dreister, schert sich einen Dreck um Menschenwürde und Völkerrecht.
Wer sich den Drecksfraß von MacDoof, Würger-King und anderen reinzeiht, kann sowieso nicht alle Latten im Zaun haben. Dennoch wird hier die Volksgesundheit angegriffen, und das geht zu unser aller Lasten.
Immer mehr Menschen fühlen sich ohnmächtig gegenüber der selbstherrlichen Barbarei der US-Amerikaner. Aber sind wir wirklich so hilflos? Nein! Packen wir die Verantwortlichen da, wo es ihnen am Meisten weh tut, nämlich an ihrem Geldbeutel.
Boykottiert die Waren US-amerikanischer Konzerne!
Dies fordern www.ostufer.info und diverse andere, von denen wir hier vier vorstellen wollen. Und hier geht es wahrhaft nicht um den "kleinen Höker von nebenan", gemeint sind die teils weltumspannenden Konzerne, die immer mehr Macht an sich reissen und dabei unzählige Menschen und andere, kleinere Firmen auf der Strecke lassen. Auf den nachfolgenden Seiten finden sich zudem Listen von Artikeln, die Firmen aus den USA produzieren und/oder verkaufen. Und dazu Listen, was sich als Alternative anbietet.
3d-manufaktur.de
www.usa-boykott.de
www.muslim-markt.de Auf dieser Seite findet sich eine muslimische Sicht der Dinge.

Stilblüte
(4.6.2004) Aus einer e-mail von gestern: "In der Anlage erhalten Sie unseren neu gewählten Vorstand." Der Vorstand passte offensichtlich nicht ganz durch die Telefonleitung. Eine Anlage war nicht dabei.

wheel
Tipps im Internet


Nachrichten im Web

Der Spiegel
Die Welt
F.A.Z
Financial Times Deutschland
Finanznachrichten
Schleswig-Holstein Magazin
Tagesschau
Tagesspiegel
TIME Magazine
TAZ - die tageszeitung

Al Jazeera
Nachrichten aus dem arabischen Raum, auch auf Englisch
www.CNN.com

Was bisher geschah ...


Eine Übersicht über alle Artikel findet sich in den Ostufer-Nachrichten.  

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