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Das Archiv - September 2004
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September 2004 - Vom Ostufer und aller Welt


Überfall in Elmschenhagen: Fahndungsphoto
(29.9.2004) Nachdem sich bereits einige Zeugen zum Überfall auf den Supermarkt in der Wiener Allee bei der Polizei gemeldet haben und nachdem die Bilder der Überwachungskameras ausgewertet wurden, hat die Polizei ein Fahndungsphoto eines der Verdächtigen herausgegeben.

Raubüberfall in Elmschenhagen
(27.9.2004) Montagmorgen gegen 10 Uhr in der Wiener Allee: Zwei bewaffnete und maskierte Männer vermutlich osteuropäischer Herkunft überfallen den Edeka-Neukauf-Markt. Sie erbeuten einige tausend Euro, Handykarten und Briefmarken. Die Polizei bittet um Mithilfe.

HDW: Dumm-dreister Zynismus
(25.9.2004) Auf der Demonstration gegen die weitere Zerschlagung der Werft HDW haben ausgerechnet die Politiker am Rednerpult gestanden, deren Parteien die unkontrolliert ausufernde und menschenfeindliche Verhaltensweise der großen Konzerne erst möglich gemacht haben.
Mehrere tausend Menschen waren auf der Demonstration am Sonnabend, mit der gegen die weitere Demontage der Werft HDW protestiert werden sollte. 1.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr, und ob mit dem Rückbau auf eine reine U-Boot Werft das Ende schon erreicht ist, wird von vielen bezweifelt. Die Vergangenheit zeigt, wohin der Wind weht.
Und betroffen sind nicht nur diejenigen, die eventuell ihren Arbeitsplatz verlieren: Der fortlaufende Schrumpfungsprozess der Werft zieht viel weitere Kreise. Auf jeden der 1.000 in Gefahr schwebenden Arbeitsplätze kommen mindestens drei bis vier weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern und Handel, die gefährdet sind. Eine Katastrophe, wenn nicht sogar der Todesstoß für eine Stadt, die schon im ersten Halbjahr 2004 ein Minus von 30 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer zu verkraften hat.
Dumm-dreister Zynismus ist es, wenn bei so einer Kundgebung ausgerechnet die Politiker auf dem Rednerpult stehen, deren Vereine die ganze Misere erst verschuldet haben, in dem sie die großen Konzerne nach Gutsherrenart schalten und walten lassen, wie sie wollen. Zwischen selbstherrlich agierenden Konzernen und Parteien besteht eine unheilvolle Allianz. Denn was wären unsere "Volksvertreter" ohne ihre millionenschweren Spenden, die oftmals in krimineller Manier vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Was wären unsere abgehalfterten Politiker ohne ihr Gnadenbrot in Form eines lukrativen Postens in der Industrie? Bereits Alt-Kanzler Kohl hatte mit dem abgestürzten Medien-Mogul Leo Kirch einen "Beratervertrag" in sechstelliger Höhe abgeschlossen, unser mediengeiler Möchtegern-Kanzler Schröder wäre ohne die Hofierung durch die Medien das, was er eigentlich sowieso ist: Ein unfähiges Nichts.
HDW-Demo Wir erinnern uns: Auch die "Titanic" ging mit Musik unter.

HDW darf nicht sterben!
(19.9.2004) Um die Umstellung auf eine reine Rüstungswerft zu verhindern, rufen der Betriebsrat von HDW und die IG-Metall zu einer Großdemonstration am Sonnabend, den 25. September auf.

Liebe Kieler Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Betriebsrat und die IG Metall Vertrauensleute machen sich große Sorgen um die Zukunft unserer Werft!

Die Pläne der zukünftigen Anteilseigner, der ThyssenKrupp AG und der One Equity Partners, bei einem Werftenverbund nur noch U-Boote und keine Überwasserschiffe mehr in Kiel herzustellen, halten wir für risikobehaftet, riskant, politisch hoch anfällig und kurzsichtig. Hinzu kommt die Gefahr, dass die HDW dann als reine U-Bootswerft an einen weiteren Rüstungskonzern oder an die Konkurrenz "durchgereicht" wird. Etwas, was die restlichen Arbeitsplätze auch nicht gerade sicherer macht.
Eine Schließung des Überwasserschiffbaus in Kiel hat weit reichende Folgen für die vorhandenen Arbeits- und Ausbildungsplätze. Zukünftig könnte das heißen, dass bis zu 1.000 Arbeitsplätze weniger auf der HDW vorhanden sind.
Außerdem stehen hinter jedem Werft-Arbeitsplatz drei bis vier weitere Arbeitsplätze bei den Zulieferern und der Kieler Wirtschaft auf dem Spiel. Für den regionalen Arbeitsmarkt bedeutet das eine Katastrophe und der Kaufkraftverlust würde auch auf die Kieler Geschäftswelt durchschlagen.

  • Die HDW hat aufgrund ihrer Größe und ihrer über 150-jährigen Tradition für den Kieler und den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt eine herausragende Bedeutung und dies muss auch zukünftig so bleiben.
  • Die HDW ist eine der modernsten Werften in Europa und hat neben den U-Booten viele hoch innovative Schiffe gebaut und weltweit mit ihren Produkten Akzente gesetzt.

Die Schließung des Überwasserschiffbaus würde auch heißen, dass die zum Teil mit öffentlichen Geldern geförderten modernen Anlagen stillgelegt werden. Etwa die Hälfte des HDW-Geländes würde nicht mehr genutzt werden. Die Docks, die großen Hallen und die imposanten Krananlagen – alles Kieler Wahrzeichen – wird es dann nicht mehr geben. Die Stadt Kiel würde ihr Gesicht verlieren, ein Gesicht, das wir Kieler und auch die Touristen sehr lieben.
Liebe Kielerinnen und Kieler, liebe Schleswig-Holsteiner, damit wir auch zukünftig Schiffe bauen, die man sehen und anfassen kann, brauchen wir auch Ihre Unterstützung bei unseren Bemühungen für den Erhalt des Überwasserschiffbaus und den Erhalt unserer Arbeitsplätze.

Unser Motto heißt: "Nur gemeinsam sind wir stark"!
Bitte unterstützen Sie unsere Demonstration
am Sonnabend, den 25. September um 13.00 Uhr ab Haupttor HDW,
14.00 Uhr Kundgebung Kai-City

Wolfgang Mädel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Kiel, Legienstr. 22, 24103 Kiel

Schiffe-Brennen
(6.9.2004) Handgefertigte Keramiken sind keine Seltenheit. Weniger häufig anzutreffen sind teilweise vorgefertigte Stücke, denen der Käufer seine individuelle Note aufsetzen kann. Im Projekt "Memoria" von Beate Maria Honer stehen 49 Schiffe aus Ton zur Verfügung, die individuell gestaltet werden können. Vorgefertigt sind nur die Rohbauten der Schiffe und das Segel. Die Oberflächen und das Segel können frei gestaltet oder mit Beigaben versehen werden. So entstehen beim Brennen "Erinnerungen vom Feuer in Ton gefasst".
Am ersten Tag wird auch der Extra-Ofen für den Brand gebaut, der nur einmal benutzt werden kann. Um die Stücke herauszuholen, muss er zerstört werden.
Los geht es am Samstag, den 11.9. ab 10 Uhr. Das Befeuern des Ofens beginnt um 19 Uhr und geht eventuell bis spät in die Nacht. Die fertigen Schiffe können dann am Sonntag ab 16 Uhr bewundert werden. Das Atelier von Beate Maria Honer befindet sich auf dem Seefischmarkt in Kiel-Wellingdorf, Zufahrt über Schönberger Straße, Wischhofstraße. Auf dem Gelände gleich links abbiegen.

Beratungsbüro verabschiedet sich aus Gaarden
(3.9.2004) Das Volksfürsorge Beratungsbüro von Kai Donner hat zum 1. September 2004 seine Pforten geschlossen. An gleicher Stelle eröffnet Kai Donner sein Beratungsbüro für Finanzscout24 neu.
Finanzscout24 betreibt eine Internet-Plattform, auf der Interessenten Versicherungsvergleiche durchführen können. Zu den Themen Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung kann der Interessent eine persönliche Beratung anfordern. Financescout24 vermittelt fast alle Versicherungsgesellschaften, die am Markt bekannt sind. Termine können auch direkt unter 0431-7858762 telefonisch vereinbart werden.
Ein Tipp für alle, die noch nach altem Steuerrecht eine Lebensversicherung bzw. Altersvorsorge abschließen wollen. Der Vertrag muß noch in diesem Jahr beginnen und die erste Beitragszahlung muß auch noch in diesem Jahr geleistet werden. Deshalb nicht mehr warten, sondern umgehend handeln. Für alle Volksfürsorge Kunden gilt ab sofort: Ansprechpartner befinden sich in der Bezirksdirektion Kiel, T. 0431-99040-0 oder -12.  

September 2004 - Internet und Technik


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