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Das Archiv - Mai 2004
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Mai 2004 - Vom Ostufer und aller Welt


Eiszeit
(31.5.2004) Rechtzeitig zu Beginn der warmen Jahreszeit hat eine neue Eisdiele eröffnet. An der Ecke Kaiserstraße / Johannesstraße gibt es jetzt das "Valentino" (ehemals "Wormi´s Backstube). Neben Eis gibt es dort auch Kuchen.

Wirds denn noch gehen?
(28.5.2004) In der Stadt Bremen streiten sich doch tatsächlich seit einiger Zeit ein paar Bildungspolitiker darüber, ob man den Dritt- und Viertklässlern die Noten als Ziffern von 1 bis 6 oder als wörtliche Benotung, also gut, ausreichend und so weiter in ihr Zeugnis schreiben soll. Na gut. Solange sie streiten, machen sie wenigstens keinen Blödsinn.

Tummelplatz für die Motten: Die Gewerberaumbörse Gaarden
(26.5.2004) Großmäulige Weltfremdheit ist die Tugend, in der es viele deutsche Politiker und artverwandte Gestalten mittlerweile zur wahren Meisterschaft gebracht haben. Goldene Faustregel: Je weiter vorher der Mund aufgemacht wird, desto größer hinterher das Debakel. Die Liste von Pleiten, Pech und Pannen wird dabei immer länger: Mautgebühr, bundesweite Steuersoftware, Software für die Arbeitsagentur und, und, und. Wer auf Bundesebene groß rauskommen möchte, fängt dazu am Besten erstmal klein an. Unser lokaler Spiel- und Übungsplatz: Die "Gewerberaumbörse Gaarden".
Es steht geschrieben: "Die Gewerberaumbörse Gaarden dient dazu, die zur Vermietung anstehenden Ladenflächen im Geschäftszentrum Gaarden anhand von Kurzportraits zu präsentieren. Die Aktualisierung erfolgt laufend." So behauptet vom "Urban-Büro" und der "Kieler Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung GmbH", kurz Kiwi.
Schauen wir uns das mal genauer an, und lassen wir vor allem mal die "laufende Aktualisierung" ganz langsam unsere Augen erblinden. Insgesamt 21 Angebote sind auf der Seite "nach einer vor kurzem erfolgten Bestandsaufnamhe" zu finden. Oder auch nicht. Beim Kirchenweg 18 hat man sich am Unding einer Powerpoint-Präsentation im Internet versucht. Sehr innovativ, funktioniert aber nicht.
Weiter. Wikingerstraße 4: Der Laden ist bereits seit Monaten wieder vermietet. Das Gleiche gilt für die beiden Läden im Haus Stoschstraße 8. Im Hause Stoschstraße 1 soll ein Laden frei sein. Wusste gar nicht, dass "Charlie" seine Kneipe abgeben möchte. Der Laden, um den es tatsächlich geht, liegt eine Hausnummer weiter und ist ebenfalls seit Wochen wieder vermietet ("Salam - Frieden"). Weiter: In der Elisabethstraße 33 ist seit einigen Wochen der Sozialladen des Vereins "Hilfe für Gefährdete" zu finden.
Und nun, gleich um die Ecke, nicht nur der Hammer des Monats, sondern der Klopper des Jahres: In der Jägerstraße wird so etwas wie Vermietungs-Bigamie betrieben. Dort wird versucht, ein und denselben Laden unter zwei Hausnummern zu vermieten. Und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit Monaten. Siehe Artikel weiter unten: "Geld gefunden. Aber wo ist der Rest?". Zieht man von den 21 Angeboten in der Börse sechs halbverrottete Lagerhallen ab, bleiben 15 Angebote übrig. Zieht man davon wieder die Irrtümer ab: Ein kläglicher Rest.
Einen gibt es noch: "Vorrangiges Ziel ist es, den Markt transparent zu machen und eine Art Frühwarnsystem zu installieren." Dafür muss man vielleicht mal etwas früher aufstehen, siehe auch nächster Artikel.
Fazit: So eine Börse ist prinzipiell eine löbliche Sache. Nur wenn, dann sollte man auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit und ein wenig Bodenhaftung an die Sache herangehen. Ein Haufen Schlafmützen, die im Kreis stehen und sich dabei voller Selbstbeweihräucherung gegenseitig auf die Schultern klopfen, nützt niemandem. Übrigens: Die von uns befragten neuen Mieter der Läden haben von Urban oder Kiwi noch nie etwas gehört.
Und jetzt für all diejenigen, die weder Tod noch Teufel noch Bürokratie fürchten, der Link: www.kiwi-kiel.de. Halten Sie die Lupe bereit, einige Links sind als solche nur schwer auszumachen.
Nachtrag, Juni 2004: Mittlerweile scheint man einen Blick auf die eigenen Seiten geworfen zu haben. Ganz richtig ist es immer noch nicht, aber es hat sich was getan!

Ein Jahr Beratungsbüro Kai Donner auf dem Ostufer
Anwalts Liebling (24.5.2004) Am 1. Juni besteht das Volksfürsorge Beratungsbüro von Kai Donner in der Kaiserstr. 27b ein Jahr. Das Beratungsbüro hat sich zu einem Anlaufpunkt für Kunden der Volksfürsorge auf dem Ostufer entwickelt. Alle weiteren Interessenten, die Fragen zu den aktuellen Veränderungen der Altersvorsorge haben, sind in das Beratungsbüro herzlich eingeladen. Für alle anderen Versicherungssparten wie Hausrat, Haftpflicht, Unfall, KFZ, Rechtschutz und Krankenversicherung stehen Ihnen Agenturleiter Kai Donner und seine Mitarbeiter genauso zur Verfügung.
Seit dem 1. Mai diesen Jahres verfügt das Büro über weitere Räumlichkeiten zur Beratung der Kunden. "Die Vergrößerung des Büros war dringend notwendig geworden, um dem aktuellen Beratungsbedarf der Kunden gerecht zu werden", erklärt Kai Donner die Erweiterung der Räumlichkeiten.
Alle Kunden und Interessenten sind am Dienstag, den 1. Juni ab 9:00 Uhr herzlich eingeladen, um mit Agenturleiter Kai Donner und seinen Mitarbeitern das einjährige Bestehen des Beratungsbüros zu feiern.

Und sie suchen. Und suchen. Und suchen. Und ...
(16.5.2004) Zitat: "Der Stadtteil Gaarden leidet seit Jahren unter einem schlechten Ruf. Geschäftsleute, Anwohner, Verbände, Ämter, Politiker und Vertreter der Wohnungswirtschaft suchen verstärkt nach Lösungen, um dem ramponierten Image positive Impulse entgegen zu setzen. Unter Federführung des Büros Urban/Soziale Stadt ist nun gemeinsam mit allen Beteiligten und dem Verein "Kiel-Marketing" ein "StadtTEILmarketing Konzept Gaarden" entstanden, das gestern vorgestellt wurde."
Dieses Zitat stammt von der Webseite des Kiel-Marketing. Und das sagenhafte Konzept ist nicht etwa "gestern" vorgestellt worden, sondern im Juli 2001, also vor fast drei Jahren. Und sie suchen .... Weiter im Text:
"Wir können hier nicht kurzfristig eine heile Welt schaffen, aber doch einiges in Bewegung bringen", stellte Christoph Adloff, Leiter des Urban-Büros, fest."
Diese Bewegung hat sich mittlerweile von ganz alleine eingestellt. Allerdings nicht in die gewünschte Richtung. Immer mehr Alteingesessene wandern aus Gaarden ab, immer mehr Wohnungen und Geschäfte stehen leer. Dafür verdichtet sich das Aufkommen an Junkies, Dealern und Alkoholikern in den Straßen. Gute Arbeit, Leute! Ihr habt Euch euer Gehalt - also unsere Steuergelder - wirklich redlich verdient. Und nun sucht schön weiter. Vielleicht liegt ja noch irgendwo ein herrenloses Stück Gehirn herum.
Zur Riege der Umherirrenden hat sich jetzt auch der Ortsbeirat Gaarden gesellt. Nach fast drei Jahren ist es ihm auf seiner Sitzung im Mai 2004 eingefallen, dass man doch mal einen Dringlichkeitsantrag zur Umsetzung des Konzeptes stellen könnte. Guten Morgen!

Machen Sie mit: Muhen gegen Müllermilch
(13.5.2004) Vor dem Müller/Sachsenmilch-Werk in Leppersdorf ist am Montagmorgen eine Kuh vorgefahren. Genauer gesagt ein zur Kuh umgebautes Auto. Mit dem "Muh-Mobil" protestiert Greenpeace gegen Gen-Futter für Müller-Milchkühe. Das Auto wird in den nächsten Monaten durch ganz Deutschland touren, um Verbraucherstimmen gegen Gentechnik aufzunehmen.
Weiter bei www.greenpeace.de

Gaardener Kulturmarkt
(10.5.2004) Diese Veranstaltung auf dem Vinetaplatz war ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie zwölf, zwanzig oder noch mehr Nationen und Kulturen es schaffen, einen richtig schönen Tag miteinander zu verbringen. Wenn Gaarden auch sonst kaum Vorbildcharakter hat, hier hat es ihn: Die GaardenerInnen verschiedenster Herkunft haben einen einzigartigen Weg gefunden, miteinander in Frieden, Respekt und Toleranz zu leben. Wenn es hier jeden Tag so wäre, man könnte in Gaarden so richtig prima leben.
Wir haben mal wieder ein paar Bilder.

Symptomatisch: Wie heisst wohl ...
Maibaum 2004 ... der Stadtteil, in dem sogar der Maibaum so traurig am Boden liegt? Hat irgendwie nicht so ganz geklappt.
 

Mai 2004 - Internet und Technik


So geht's nicht
(13.5.2004) Die Meldungen überschlagen sich: Sasser-Programmierer in Deutschland gefasst, Phatbot-Entwickler in Lörrach festgenommen oder Sasser-Autor auch der Urheber von NetSky. Pubertierende Jugendliche sind für weltweiten Schaden verantwortlich! Wirklich? Gehört nicht Microsoft eher an den Pranger?
Wie hieß es: Brad Smith, Anwalt und Vizepräsident von Microsoft, bedankte sich mehrfach bei den deutschen Behörden für den kriminologischen Spürsinn. An dem Fall hatten auch das US-amerikanische FBI sowie Microsoft-Experten eng zusammengearbeitet. Prächtige Experten – erfolgreich gegen einen Jungen mit 18 Lenzen nachdem er bei Microsoft durch einen Bekannten angeschwärzt wurde. Mit dem Hinweis hätte auch die Polizeidienststelle von Kleinhubersburg, nichts gegen die Kleinhubersburger, höchst erfolgreich agieren können. Besonders verwegen wirkt in diesem Zusammenhang die Auslobung eines Kopfgeldes. In typisch amerkanischer Weise bietet Microsoft den Denunzianten eine Prämie von 250.000 US-Dollar an. Der Topf des Anti-Virus-Reward-Programs ist bis dato 5 Millionen Dollar schwer. Ein letzter Akt der Hilflosigkeit? Ach ja – nicht dass der falsche Verdacht aufkommt: Programmierer digitaler Schädlinge müssen mit Macht an ihrem Tun gehindert werden. Es sollte jedoch einiges beachtet werden: Die Verhältnismässigkeit der Mittel sollte in gleicher Weise gewahrt bleiben, wie die Sicherheit des Betriebssystems in sich. Wenn ein schlampig programmiertes Machwerk wie Windows derart einfach angreifbar ist – es somit den Virenprogrammierern sehr leicht macht – sollte man sich auch nicht wundern. Fehler in Windows werden in erster Linie und direkt auf dem Rücken des Anwenders ausgetragen. Nach Installation von Windows muss das System erst gehärtet werden, anschließend sorgt ein Virenscanner für weniger Probleme mit digitalen Schädlingen und zu guter Letzt bereinigt eine Firewall Fehler in der Protokollimplementierung und ähnlichem. Die Rechnung hierfür zahlt natürlich der Anwender. Der Redmonter Riese nimmt sich davon nichts an.
Quelle: Peter Feil, Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

Mail Delivery (failure IhrName@IhreAdresse.de)
(31.5.2004) Bekommen Sie in der letzten Zeit mails mit dem obigen Betreff? Dann droht allerhöchste Gefahr.
Was die Sicherheit angeht, ist das Betriebssystem Windows bekanntermaßen mehr Loch als Käse. Sogenannte "Sicherheits-Updates" sind oftmals größer als auf anderen Rechnern das gesamte Betriebssystem. Viren und Spionage-Programme, die sich in Anhängen von e-mails verstecken, sind mittlerweile nichts Neues mehr. Wer diese auch noch öffnet, ist eigentlich selber schuld.
Neu sind seit einiger Zeit e-mail Anhänge, die sich selbst installieren. Was tun? Grundsätzliche Regel, die für alle e-mails gilt: Gehen Sie vom Netz, bevor Sie auch nur eine mail öffnen. Sicherheitshalber sollten Sie die Automatikanwahl für Ihre Verbindung in das Internet abschalten. Die manuelle Bestätigung Ihrer Einwahl schützt zum Teil auch davor, dass Sie satt mit Ihrer regulären Anwahlnummer mit einem teuren Dialer ins Netz gehen. Die Verbindung unterbrechen können Sie mit dem kleinen Monitor, der bei laufender Verbindung rechts unten in Ihrer Startleiste zu sehen sein sollte. Wenn Sie diesen mit der rechten Maustaste anklicken, geht ein kleines Fenster auf. Wählen Sie hier "Verbindung trennen". Ihre Einstellungen ändern können Sie über "Start / Einstellungen / Systemsteuerung".
Die Vorsichtsmaßnahme einer unterbrochenen Verbindung gilt besonders im Hinblick auf die neuen Schädlinge, da diese oftmals erst dann aus dem Netz nachgeladen werden, wenn die mail geöffnet wird. Wenn Sie eine derartige mail anwählen, sollte ein Requester aufgehen, der abfragt, was mit dem Dateianhang geschehen soll. Schliessen Sie diese Abfrage durch einen Klick auf das diagonale Kreuz rechts oben in der Ecke. Dann die mail löschen, fertig. Übrigens: Im Januar 2005 veranstaltet Ostufer.Info wieder zwei Kurzseminare zum Thema "Umgang mit dem Internet" und "Sicherheitsschulung". Bei Interesse: Tel. 0431 - 240 71 61 oder per e-mail. Wir unterrichten Sie dann unverbindlich über Termine und weitere Inhalte.

© by yetidata 2003

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