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April 2004 - Vom Ostufer und aller Welt
Feuerteufel oder Barbarei in Serie?
(30.4.2004) Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren Kleingärten lebenswichtig. Und so zog sich, noch bis in die 60er Jahre ein richtig breiter, kilometerlanger, grüner Gürtel um ganz Gaarden herum. Die kaiserlichen Werftarbeiter hatten hier die Möglichkeit, sich neben ihrem kargen Lohn noch ein wenig Gemüse anzubauen und somit ihre Versorgung mit Lebensmitteln zu verbessern.
In diesem Jahrhundert hat der Kleingarten als notwendige Anbaufläche vielfach ausgedient. Seine enorme Wichtigkeit hat er dennoch nicht verloren. Auch wer keinen Garten hat, findet mitten in der Stadt, zwischen Lärm, Abgasen und Steinen eine abwechslungsreiche Oase der Ruhe.
Mit viel Liebe und viel Zeit- und Geldaufwand erhalten die Kleingärtner diesen wertvollen Grüngürtel am Leben. Millionäre sind in den vielen, kleinen Holz- oder sogar Steinhütten eher weniger anzutreffen. Hier findet der "kleine Mann" seine wohlverdiente Entspannung.
Diese Idylle ist innerhalb eines Jahres gleich dreimal empfindlich gestört worden. Ein oder mehrere hirnlose Vollidioten haben etliche der Buden in Brand gesteckt und die Arbeit von Jahren in einem sinnlosen, barbarischen Akt zerstört. Es entstand jedes Mal Sachschaden in Höhe fünfstelliger Euro-Summen. Bereits nach dem vorletzten Brand hat der Kleingartenverein eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt. Wir können nur hoffen, dass sich jemand diese Belohnung verdient.
Und wir können nur hoffen, dass die Politik begreift, dass auch diese Taten nur ein weiteres Symptom der vollkommenen Verwahrlosung und Verrohung eines ganzen Stadtteils sind. Zur Ergänzung:
Brand im Kleingartengelände - Der Polizeibericht
28.04.2004 - 11:01 Uhr. Kiel (ots) - In der Nacht zum Mittwoch sind in Gaarden im Kleingartengelände "Gaarden Ost" zwei Gartenlauben niedergebrannt.
Gegen 3.30 Uhr rückten Polizei und Feuerwehr auf das Gelände "An der Kleinbahn" aus. Zwei der Gartenlauben brannten vollständig nieder. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gartenhäuschen konnten die Feuerwehrleute verhindern. Es entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro.
Die Spezialisten der Kripo haben die Ermittlungen in Richtung Brandstiftung aufgenommen und arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung.
Die am 13.April nach mehreren Gartenlaubenbränden (Pressemeldung 040413.3) vom Vereinsvorstand ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, hat weiterhin bestand.
(Quelle: Kathleen Hampl, Polizeipresse Kiel)
Ägypten liegt gleich um die Ecke
(26.4.2004) Das bunte Gemisch der Gaardener Kulturen ist um eine für ganz Kiel und Umgebung einzigartige Facette bereichert worden. In der Stoschstr. 1 hat "Salam - Frieden" eröffnet. Dort gibt es Importe aus Ägypten, es sieht aus wie in Tausendundeine Nacht.
So klein der Laden ist: Das Angebot ist reichhaltig. Es gibt Kleider, kleine Statuen ägyptischer Götter, Hieroglyphen und Zeichnungen aus den antiken Tempeln und Palästen, Schmuck und vielerlei Kleinodien. In einer großen Glasvitrine glitzern Dutzende von Flacons, in einer anderen Ecke finden sich Tassen mit ägyptischen Motiven. Karten spielen mit den alten Göttern? Auch das geht. Mit einem Satz: Das Auge hat zu tun. Einzigartig im Angebot sind auch Wasserpfeifen mit zwei Schläuchen, sonst in der Gegend eher schwierig zu bekommen. Die Inhaber importieren direkt aus dem Ursprungsland, daher sind die Preise moderat. Im "Salam" ist also auch richtig, wer ein kleines, feines Geschenk oder ein nicht alltägliches Mitbringsel sucht.
Abgerundet wird das Angebot durch die Anfertigung von Henna- und Airbrush-Tattoos sowie Aura-Soma.
Der erste Spargel
(25.4.2004) Im achten Jahr kommen sie jetzt auf den Gaardener Wochenmarkt: Die Familie Dohrmann aus unserem Nachbarland Niedersachsen. Und immer, wenn sie da sind, dann ist auch er da: Frischer, deutscher Spargel! Guten Hunger!
Am Freitag übrigens auf dem Wochenmarkt in Holtenau.
Zwei neue Web-Präsenzen
(23.4.2004) Gaarden hat zwei neue Seiten im Internet. Kein Kommentar. Einfach anschauen!
Ring-Apotheke-Kiel - Elisabethstr. 57
Zahnarzt-Gaarden - Zur Zahnarztpraxis Sayk & Hünermann im "Ärztehaus Kaiserstraße".
Mountain Dew Surf Festival
(23.4.2004) Das exklusive Surfwochenende auf Fehmarn findet in diesem Jahr vom 20. - 23. Mai statt. Die Austragungsstätte befindet sich am "Wulfenerhals". Erstmals überhaupt treten die Seat Kitesurf-Trophy, alle deutschen Windsurf-Regatten und ein riesiger Materialtest auf einer Veranstaltung gleichzeitig auf. Am Freitag findet der Kids-Day statt. Interviews, DJs und Gewinnspiele auf der NDR2 Showbühne sorgen für Unterhaltung. Es wird reichhaltiges Abendprogramm ab 18.00 Uhr mit Live-Bands, Surf-Film Premieren und der NDR 2 Surfer Party geboten. Dazu ist die internationale Prominenz vor Ort und gibt Tipps und Kurse.
Genauer Zeitplan und weitere Infos unter www.tonix.net
Neues aus "Gangstas´ Paradise"
Der Mai ist noch nicht gekommen, da schlagen die Betrunkenen wieder aus.
(18.4.2004) Kaum wird es draussen wärmer, da lungern in den Gaardener Straßen wieder vermehrt betrunkene Gestalten herum. Einer der Brennpunkte, an denen es schon im letzten Jahr häufig zu Gewalttaten gekommen ist, ist der "Bier-Club" Ecke Wikingerstraße / Johannesstraße. In den Wintermonaten war es hier relativ ruhig. Aber kaum steigen die Temperaturen, geht die Randale wieder los. Ein Protokoll vom Sonnabend, 17. April:
21:35 Lautes Gebrüll auf der Straße. Vier Personen, davon mindestens zwei Gäste der genannten "Gaststätte", sind in eine Prügelei verwickelt. Nach wenigen Minuten liegen zwei Personen am Boden, eine davon regungslos.
21:42 Über Notruf 110 wird die Polizei alarmiert.
21:48 Mit abgeblendeten Scheinwerfen bleibt ein Wagen der Polizei auf dem Vinetaplatz stehen.
21:55 Zwei Wagen der Polizei erscheinen auf der Bildfläche.
22:00 Der erste Krankenwagen erscheint, die regungslose Person wird auf einer Trage abtransportiert. Währenddessen wird ein Mann, der von der Freundin der regungslosen Person als Verursacher der Schlägerei beschuldigt wird, und der nach der Prügelei wieder in den "Bier-Club" gegangen ist, in einem der Polizeiwagen befragt.
22:07 Ein zweiter Krankenwagen erscheint.
22:15 Die Krankenwagen rücken ab. Der "Beschuldigte" darf unter Aufsicht der Polizei seine Jacke aus dem "Bier-Club" holen und trollt sich dann. Ende der Aktion.
Das fängt ja wieder gut an!
War das der Auftakt zu weiteren Lärmbelästigungen und Schlägereien, wie sie bereits den gesamten Sommer 2003 bis in die frühen Morgenstunden gang und gäbe waren?
Werte Damen und Herren vom 4. Polizeirevier, verehrtes Odnungsamt: In diesem Jahr werden sich die AnliegerInnen nicht wie im letzten Sommer über Monate hinweg - mit Verlaub - verarschen lassen und sich die Untätigkeit der zuständigen Behörden erneut anschauen. Wenn diesen Zuständen nicht von vorneherein Einhalt geboten wird, wird in diesem Jahr mit anderen Bandagen gekämpft als mit unzähligen sinnlosen Anrufen, Korrespondenzen und Beschwerden.
Der Bericht vom letzten Jahr: Gaarden innovativ - Der Säuferhalter
Zusatz: Im Rahmen der Aktion "Angstraum Gaarden" ist das Bauamt der Stadt Kiel bereits vor Monaten gebeten worden, diese "Säuferhalter" (auch bei einer zweiten Kneipe) abzubauen. Geschehen ist noch nichts. Hatten wir allerdings auch nicht erwartet.
Traumtänzer des Monats: Hans Eichel
(13.4.2004) 5 Milliarden Euro sollte sie in die Kasse des Bundes bringen: Die Steueramnesie. Mit ihr sollte reuigen Sündern die Gelegenheit gegeben werden, "Schwarzgeld" nachträglich durch Versteuerung zu legalisieren.
Die Geschichte wurde wieder eine der bald nicht mehr zu zählenden Pannen von Hans Eichel. Nicht einmal 100 Millionen Euro kamen zusammen. Herr Eichel, für wie bescheuert halten Sie die Leute eigentlich? Angesichts einer derartigen Versager-Politik kommt wohl kaum jemand auf den Gedanken, sein wohlbehütetes Geld in Ihre Fänge zu geben.
Und jeder Buchhhalter, der so kalkuliert wie unser hochbezahlter Minister, hätte von seinem Chef sonst längst die Rote Karte gezeigt bekommen.
April 2004 - Internet und Technik
Neue Abzocke durch verpasste Handyanrufe
(11.4.2004) Die Rückruf-Funktion bei Mobiltelefonen nutzen Betrüger wieder aus um arglose Kunden eine 0190-Rufnummer anrufen zu lassen.
Nach aktuellen Informationen wird die Rückruf-Funktion bei Handys wieder für schmutzige Geschäfte missbraucht. Ablaufen tut das Szenario wie folgt: Sie sitzen in einem ruhigen Café und plötzlich klingelt ihr Handy. Nach einem kurzen Klingeln legt die Gegenseite wieder auf und Sie sehen auf Ihrem Bildschirm einen verpassten Anruf.
Und jetzt schlägt die Kostenfalle zu. Wenn Sie zurückrufen rufen Sie keinen guten Freund an sondern eine ziemlich teure 0190-Rufnummer. Dabei konnte der Zeitpunkt für diese Abzock-Welle wohl nicht besser gewählt werden als das Osterfest.
Rufen Sie deshalb nicht zurück! Wir möchten Sie auch bitten, diese Information an Freunde und Bekannte weiterzuleiten damit nicht noch mehr abgezockt werden können.
Quelle: www.webmag24.de
EU-Rat: Richtlinie zum Schutz von geistigem Eigentum
(30.4.2004) Der EU-Ministerrat hat in der Nacht auf den 27. April 2004 der "Richtlinie über die Maßnahmen und Verfahren zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum" (Durchsetzungrichtlinie) endgültig zugestimmt. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nun innerhalb von 24 Monaten die Vorgaben in nationales Recht umsetzen. Damit könnten auf Unternehmen, denen das Geld für eine umfangreiche Patent-Recherche fehlt, wie auch Privatpersonen, die fahrlässig die Rechte an geistigem Eigentum verletzen, bald harte Strafen zukommen.
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Sicherheitslücke in MPlayer und Xine
(30.4.2004) Der Real-Time-Streaming-Protokoll-(RTSP)-Client, der von den Media-Playern MPlayer und Xine zur Verbindung mit RealNetworks-Servern verwendet wird, enthält einige Sicherheitslücken. Dadurch ist es unter Umständen möglich, Puffer-Überläufe von außen zu erzwingen und so beliebigen Code auszuführen.
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Auch neuer NetSky-Wurm verzichtet auf Mail-Anhang
(16.4.2004) Die Hersteller von Antiviren-Lösungen berichten, dass mit NetSky.V eine Variante des Wurms aufgetaucht ist, die ohne Mail-Anhang versendet wird und eine Sicherheitslücke im Internet Explorer nutzt, um den Wurm-Code auf fremde Systeme zu laden. Mitte März 2004 erschien bereits ein Bagle-Ableger, der das gleiche Sicherheitsleck für die Einschleusung des Wurm-Codes nutzte. Nach den Erkenntnissen aus den Viren-Labors hat sich NetSky.V bislang nicht stark verbreitet.
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Einmal mehr: RegTP sperrt weitere 25.000 Dialer
(16.4.2004) Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) geht weiter massiv gegen Dialer vor: Mit Bescheid vom 8. April 2004 wurden den Unternehmen Intexus GmbH, Global-Netcom GmbH und Consul Info B.V. insgesamt rund 25.000 Dialer-Registrierungen rückwirkend entzogen.
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Studie identifiziert grundsätzliche Probleme von Open Source
(16.4.2004) Michelle Levesque, eine Wissenschaftlerin am Citizen Lab der Universität Toronto, hat sich für eine Studie ausführlich mit Open-Source-Software auseinandergesetzt. In ihrem Report Its my Open Source project and Ill code what I want to, der unter anderem von First Monday veröffentlicht wurde, übt sie zum Teil starke Kritik an Open-Source-Software.
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Amiga Forever 6.0 - Amiga-Emulator in neuer Version
(16.4.2004) Nach mehr als zwei Jahren Arbeit hat Cloanto den kommerziellen Amiga-Emulator "Amiga Forever" in der Version 6.0 als deutlich umfangreicheres Software-Paket veröffentlicht. Die Software wurde speziell für Windows-PCs optimiert, es gibt jedoch auch Versionen für MacOS-X- und GNU/Linux-Systeme.
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© by yetidata 2003
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