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Januar 2004 - Vom Ostufer und aller Welt


Neue Domain
Seit dem 7. Januar sind wir über eine neue Domain erreichbar: www.ostufer.info

Noch ein Umbau
(1.1.2004) Sie haben den Umbau schon hinter sich: Die Mannschaft meines erklärten Lieblings-Dönerversorgers "Saray", Ecke Kaiserstr. / Stoschstr. hat den gesamten Laden auf den Kopf gestellt. Heller ist es geworden, schöner und sehr viel geräumiger. Habt Ihr gut gemacht, Jungs!

Ohne Nothelfer geht es nicht mehr. Der Landtag ist überfordert.
Eine unabhängige Sparkommission könnte helfen


(11.1.2004) Der Vorschlag ist zwar unkonventionell aber leider dennoch nötig: Der Steuerzahlerbund ist für die Berufung einer unabhängigen Sparkommission, weil der Landtag in Kiel sich dieser Aufgabe einfach nicht stellt. Obwohl Schleswig-Holstein heute praktisch pleite ist. Schleswig-Holstein ist das Flächenland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland. In Zeiten mit stetig steigenden Steuereinnahmen hat man es versäumt, die notwendigen Reserven für schlechtere Jahre anzulegen. Stattdessen wurde selbst in guten Zeiten Vermögen veräußert, um die laufenden Ausgaben zu decken. Die Schulden steigen ungebremst.
Bei einem Haushaltsvolumen von netto 7,9 Mrd. Euro wurden in 2003 1,2 Mrd. Euro durch neue Schulden finanziert. Auch in 2004 wird man voraussichtlich 700 Mio. Euro zusätzlicher Schulden aufhäufen.
Damit zieht sich auch die Zinsschlinge immer weiter zu: Schon in 2003 hat das Land rund 900 Mio. Euro oder 11,2 Prozent aller Ausgaben für Zinszahlungen aufgewandt. Dagegen anzusparen wird immer schwieriger. Fast die gesamte Einsparung, die durch die schmerzhaften Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die Beamten erreicht wurde (rund 35 Mio. Euro), wird gebraucht, um die Zinsen für die in 2003 zusätzlich aufgenommenen Kredite zu bezahlen (rund 30 Mio. Euro).
Wer jetzt aber glaubt, die Abgeordneten im Kieler Landtag würden sich angesichts der katastrophalen Finanzsituation mit ganzen Listen von Einsparvorschlägen befassen, der irrt sich gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall: Regierungskoalition und Opposition überbieten sich mit Vorschlägen, die noch mehr Geld kosten!
Beispiel 1: SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben sich entschlossen, bei den Beamten das Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu kürzen (zur Wirkung siehe oben). Das machen inzwischen alle Bundesländer. Nur Schleswig-Holstein baut eine "soziale Komponente" ein, das heißt bei unteren Besoldungsgruppen wird weniger oder gar nicht gekürzt. Mit anderen Worten: In Schleswig-Holstein wird weniger gespart als in allen anderen Bundesländern. Als wenn wir uns das leisten könnten. Und der Protest der Opposition? Sie fordert, auf die Einsparung ganz zu verzichten!
Beispiel 2: Die Landespolizei hat in einer internen Arbeitsgruppe festgestellt, dass fast 20 Prozent der Polizisten damit beschäftigt sind, andere Polizisten zu führen oder zu verwalten. Da könne man durch eine Strukturreform deutliche Einsparungen erzielen. Über die solide und ehrliche Argumentation freuen sich die Steuerzahler. Nur die Politiker wollen mögliche Einsparungen verhindern: Die Opposition fordert, eingesparte Stellen durch mehr Polizisten "auf der Straße" zu ersetzen. SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen das eingesparte Geld für eine bessere Bezahlung der Polizisten ausgeben. Wieder keine Einsparung!
Wer, so fragt sich der frustrierte Steuerzahler, ist überhaupt noch in der Lage, die desolate Finanzsituation in den Griff zu bekommen. Die Landesregierung mit den Koalitionsfraktionen kann es nicht und die Opposition im Landtag will es wohl nicht. Jedenfalls ist sie offensichtlich nicht bereit, vor der Landtagswahl in 2005 konkrete Sparvorschläge vorzulegen. Stattdessen geht sie schon jetzt auf Wählerfang mit Forderungen etwa nach zusätzlichen Lehrerstellen. Die von uns immer wieder geforderte große Koalition der Vernunft zur Haushaltskonsolidierung rückt immer weiter in die Ferne. Bis 2005 kann der Landeshaushalt aber nicht auf seine Sanierung warten. Denn mit jedem Jahr Zeitverlust werden die Probleme immer größer.
Darum gibt es nur noch eine Lösung: Schleswig-Holstein braucht eine unabhängige Sparkommission! Unbeeinflusst von wahltaktischen Geplänkeln und Parteiideologien sollten eine Gruppe von Finanz- und Wirtschaftsfachleuten eine Liste erarbeiten von Aufgaben und Ausgaben, von denen sich das Land künftig trennen kann. Die unabhängige Diätenkommission unter Vorsitz von Professor Benda hat bewiesen, dass ein solches Gremium zu vernünftigen und richtungsweisenden Vorschlägen kommen kann. Wichtig ist die Zusammensetzung der Kommission: Ihre Mitglieder müssen wirklich unabhängig sein und über alle Parteigrenzen hinweg ein hohes Ansehen genießen. Zumindest der oder die Vorsitzende sollte nicht aus Schleswig-Holstein kommen, um eine objektive Sichtweise zu gewährleisten.
Die Ergebnisse müssen noch vor der Landtagswahl in 2005 vorliegen, damit sie zum Wahlkampfthema werden. Es ist dann die Aufgabe von Wählern, Medien und vom BdSt, eine tatsächliche Umsetzung durch öffentlichen Druck zu gewährleisten.
Schleswig-Holstein und seine Bürger haben eine Zukunft verdient - notfalls auch am überforderten Landtag vorbei.
Quelle: Nord-Kurier.de

Neue Internet-Apotheke erstattet Praxisgebühr - Rabatte und Gutschriften
(23.1.2004) Die wegen ihrer zu hohen Preise kritisierten deutschen Apotheken bekommen neue Konkurrenz: Die Versandhandelsfirma Apo AG ist ab sofort offen und nimmt Bestellungen an.
Sie kündigt kräftige Rabatte und Gutschriften auf Medikamente an. Kunden sollen, ähnlich wie bei dem niederländischen Händler DocMorris, via Internet bestellen können.
Bei verschreibungspflichtigen Arzneien werden laut Geschäftsführer Jens Apermann zehn Prozent der Zuzahlungen - sie betragen fünf bis zehn Euro pro Medikament - gutgeschrieben, wenn man zusätzlich rezeptfreie Medikamente bestellt. Diese werden zehn Prozent unter Listenpreis verkauft. Außerdem will die Firma nach eigenen Angaben den ersten 5.000 Kunden zunächst einmalig die Praxisgebühr erstatten. Bis 40,- Euro Bestellwert werden 3,95 Euro Versandgebühr berechnet, darüber entfällt die Gebühr. Täglich können, von einer Apotheke im niederländischen Venlo aus, bis zu 1.200 Bestellungen bedient werden.
Ab Mitte des Jahres ist die Erweiterung des Angebots auf ein Netzwerk von lokalen Apotheken geplant, um auch den Bedarf außerhalb des Versandhandels decken zu können.
Das Geschäftsmodell der Apo AG, die in der Schweiz eingetragen wurde, ist eine Kampfansage an die deutsche Apothekerlobby. Hinter der Firma stehen neun Apotheker aus Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und zwei Niederländer. Das Netzwerk soll interessierten Apothekern aus allen Ländern Europas offen stehen.
Quelle: www.golem.de     Link: www.apo.ag

Dart Auf dem Weg nach Europa: Gaardener Darter
(24.1.2004) Drei Plätze unter den Top 20 auf dem Weg zur Europameisterschaft 2004 im Darten haben sie sich schon erkämpft. "Sie", das sind André Blohm (1. Platz!), Stephan Döbber (13. Platz) und Edmund Meirose (19. Platz) vom Dart-Club "DC 08/15" aus Gaarden.
Der Club besteht zur Zeit aus sechs Leuten, die anderen drei Mitglieder, das sind Sabrina und Tom Saalborn sowie Christian Lucht.
Der Verein spielt in der B-Liga des EDSV-Norddeutschland und will nun versuchen, europäische Gipfel zu erklimmen. Im Jahr 2004 findet die Europameisterschaft in Hamburg statt, und da will man dabei sein. Sport auf internationalem Niveau ist heutzutage nicht nur ein Vergnügen, sondern auch teuer. Die Anmeldung für die komplette Saison, die Kosten für die Hemden, und schon ist die Vereinskasse um einige große Scheine leichter geworden. Sponsoren werden also noch gesucht.
Was der Verein am Nötigsten hat, ist ein Transportmittel, um zu den auswärtigen Wettkämpfen zu gelangen, am Besten ein Kleinbus. Was erschwerend hinzu kommt, ist, dass nur einer aus der Truppe einen Führerschein hat, so dass das komplette Antreten immer mit Schwierigkeiten verbunden ist. Wer also den Sport unterstützen und gleichzeitig für sich werben möchte, der sollte sich mit dem Verein in Verbindung setzen.
Die Truppe trifft sich jeden Donnerstagabend "Bei Charly" in der Stoschstraße 1 in Kiel-Gaarden, Tel. 0431 - 76618, oder per e-mail an Stephan Döbber.

"Gestern gehört": Akustik-Schrott 2003
Deutschland sucht den Superstar
Superstar - ein durch diese Sendungen vollkommen sinnentleertes Wort. Wann lassen uns Bohlen und sein Hüherhaufen endlich mit ihrem pubertären Geseier in Ruhe?
Kylie Minogue
Ob diese Schnepfe irgendwann auch mal singen lernt? Ein Tümpel voller quakender Frösche ist eine wesentlich melodischere Angelegenheit.
Spruch
"Lieber einen Eimer Jauche im CD-Player als einen Kübel Böck." (Gabi Köster)
"Was haben Küblböck und eine Handgranate gemeinsam?
Bei beiden ist es zu spät, wenn man sie hört."
Nena
... macht ja neuerdings auch Werbung. Bei der leierigen Stimme würde ich es mal mit einem Spot für Schlaftabletten versuchen. Kommt bestimmt gut an. Aber Waschmittel ist auch nicht schlecht. Bei dem Akustik-Schleim ist ruckzuck das ganze Hemd versaut.
Boogie Pimps
 Surrealistic Pillow Pimps heisst auf gut deutsch wohl soviel wie "Hosenscheisser". Ich denke, die Jungs haben das braune nicht nur in der Hose, sondern auch auf dem Hals sitzen. Die Verhackstückung des eigentlich schönen Liedes "Somebody to love" ist wirklich eine Grausamkeit für sich.
Ihr Pimps, wenn Euch schon absolut nichts Eigenes einfällt, dann hört doch bitte auf, anderer Leute Kreativität durch Eure vollen Windeln zu ziehen.
Und für alle anderen: Hört Euch lieber das Original an. Dieses ist von "Jefferson Airplane" und erschienen auf der LP "Surrealistic Pillow" aus dem Jahr 1967. Eine druckvolle Live-Version findet sich auf der LP "Bless Its Pointed Little Head" aus dem Februar 1969 (Siehe auch "Rock und Blues")

 

Januar 2004 - Internet und Technik


Suchanfrage des Jahres 2003: "Sperma gegen Halsschmerzen"
(7.1.2004) Die wohl dämlichste Suchanfrage des vergangenen Jahres ist die nach "Sperma gegen Halsschmerzen". Diese Anfrage ist keine Ausnahme. Die hochbegabten Forscher, die dieser Frage auf den Grund gehen wollen, tauchten bis zu vierundvierzigmal im Monat auf.
Liebe Männer, werte Damen: Der Glaube, dass Sperma gegen Halsschmerzen hilft, ist ein Märchen, das in irgendeinem Hohlraum zwischen zwei männlichen Ohren entstanden ist.

"Angebot des Jahres 2003"
(7.1.2004) Letztens in der Mailbox:
"Welcome everyone, it's us again, now we extended our offerings,here is a list:
1. Heroin, in liquid and crystal form.
2. Fake currencies, such as Euros and US dollars, prices would match competition.
3. Also, as always, we offer widest range of child pornography and exclusive lolita galleries, to keep out clients busy.
Everyone is welcome, be it in States or any other place worldwide.
ATTENTION. Clearance offer. Buy 30 grams of heroin, get 5 free.
Prepay your batch of rockets (air-to-air) and recieve a portable rocket-lacuncher for free.
http://*****.ru/
This offer won't last! Only until 20th of October all our clients will also recieve a pack of 2 CDs, with best selection of child pornography."
P.S. Wer die Seite *****.ru ansurft, findet dort die Mitteilung, dass die Firma weder mit Waffen, noch mit Rauschgift, noch mit sonstigen, illegalen Dingen handelt. Bei der mail handelt es sich um einen "Scherz" der Konkurrenz.

Warnung: Explosionsartige Verbreitung eines neuen Wurms
(27.1.2004) Die Hersteller von Antiviren-Software entdeckten in der vergangenen Nacht einen neuen Wurm, der sich in kürzester Zeit extrem stark verbreitet hat, weswegen die Virenlabors den Schädling mit den zum Teil höchsten Gefahrenstufen versehen haben. Der MyDoom-Wurm verbreitet sich per E-Mail sowie über das P2P-Netzwerk KaZaA und öffnet eine Hintertür am entsprechenden System, worüber ein Angreifer Kontrolle über einen befallenen PC erlangen kann.
weiter: http://www.golem.de/0401/29467.html 
 

Windows XP: Trick gibt Programmdatei als Verzeichnis aus
(26.1.2004) Ein Beitrag in der Mailingliste Full Disclosure dokumentiert ein Sicherheitsleck in Windows XP, womit ein Angreifer ausführbare Dateien als Verzeichnis ausgeben und so das Starten einer entsprechenden Datei erreichen kann, ohne dass der Anwender dies bemerkt.
weiter: http://www.golem.de/0401/29447.html 
 

Betrug: Kartoffeln statt Chips im Kaufhausrechner
(13.1.2004) Einem Polizeibericht zufolge brachte am Freitagabend, dem 9. Januar 2004, ein erboster Kunde seinen ca. 1 Stunde zuvor in einem Kaufhaus in Kaiserslautern erworbenen Computer zurück, da dieser scheinbar nicht zu gebrauchen war. Was der Käufer allerdings verschwieg, war das, was sich im Inneren des Rechners verbarg.
weiter: http://www.golem.de/0401/29218.html 
 

Metro setzt auf RFID
(13.1.2004) Der deutsche Handelsriese Metro will künftig durchgängig entlang seiner gesamten Prozesskette RFID-Tags einsetzen. Ab November 2004 werden zunächst rund 100 Lieferanten ihre Paletten und Transportverpackungen für zehn Zentrallager sowie rund 250 Märkte der Vertriebslinien Metro Cash & Carry, Real SB-Warenhäuser, Extra Verbrauchermärkte und Galeria Kaufhof Warenhäuser mit RFID-Etiketten versehen.
weiter: http://www.golem.de/0401/29221.html 
 

Spieletest: Trainz - Railroad Simulator 2004
(13.1.2004) Mit dem dritten Sprössling der Trainz-Reihe - Trainz Railroad Simulator 2004 - geben Pointsoft und die australischen Entwickler Auran dem Spieler ein Werkzeug mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten an die Hand. Der Spieler kann mit Trainz 2004 seine eigene Welt rund um die Eisenbahn detailliert entwerfen, konstruieren und anschließend befahren. Als direkter Konkurrent zu Microsofts Train Simulator hat Trainz 2004 es allerdings nicht leicht.
weiter: http://www.golem.de/0401/29217.html 
 

Sicherheitsleck im Yahoo Instant Messenger startet Programme
(9.1.2004) Wie Tri Huynh auf der Mailingliste Bugtraq berichtet, weist der Yahoo Instant Messenger ein Sicherheitsleck auf, das es Angreifern ermöglicht, Programmcode auf einem anderen Rechner auszuführen. Yahoo bietet eine aktualisierte Version der Software zum Download an.
weiter: http://www.golem.de/0401/29181.html 
 

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