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Moin moin!
Immer mehr regiert der Staat an seinen Bürgern vorbei. Immer lächerlicher werden die Versuche, das finanzielle und sonstige Chaos in den Griff zu bekommen.
Immer undurchsichtiger wird die Verwirrung, die uns PolitikerInnen mit ihren unverständlichen, widersprüchlichen und praxisfernen Vorschriften zumuten. Unterstützt werden sie dabei von vielen - nicht allen - unfähigen, trägen Beamten und sonstigen Aktenböcken, die uns Otto Normalos mit ihrer Ignoranz auf die Palme treiben und uns unnötig das Leben zur Hölle machen.
Nachrichten
Pfeif den Pfeifen Deine Meinung!
(2.11.2006) Heute schon Ihrem Abgeordneten die Meinung gesagt? Oder dem Beamten, der Sie schon seit Monaten mit irgendeinem Unfug nervt? Geht nicht, die verstecken sich?
Macht nichts. Pfeifen Sie sie (r)aus! Eine Trillerpfeife kostet nur ein paar Cent und passt in jede Tasche. Und jedes Mal, wenn Sie an einem Rathaus, einem Parlament oder irgendeiner dieser unzähligen Behörden vorbeikommen: Ziehen Sie blank! Und pfeifen Sie den Pfeifen Ihre Meinung!
Möge der lange Atem mit Ihnen sein!
Möchten Sie mit dazu beitragen, dass diese Aktion sich verbreitet? Dann drucken Sie diesen Text aus, wickeln Sie ihn um eine Trillerpfeife und schenken Sie ihn einer Freundin, dem Nachbarn oder der Oma.
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(Format PDF, 28 kb): Aktion Trillerpfeife
Kieler Ordnungsamt: Behördenwillkür und Schlamperei
(4.1.2007) Dass Eltern und Kinder sich nicht besonders gut verstehen: Keine Seltenheit. So auch im Fall der Rentnerin Helga XY, die im Frühjahr 2005 in einem Altenheim in Kiel-Dietrichsdorf verstarb. Die Witwe hatte vier Kinder, alle seit Jahren in Kiel ansässig und ordentlich gemeldet.
Diese hätten vom Kieler Ordnungsamt rechtzeitig über den Tod ihrer Mutter informiert werden müssen, um die Bestattung fristgerecht in die Wege zu leiten. Die Adressen der Kinder herauszufinden, wäre kein Problem gewesen. Ausser für ein paar kleine Beamte beim Kieler Ordnungsamt. Drei der Kinder bekamen überhaupt keine Benachrichtigung, eines bekam die Nachricht per Telefon nur einen Tag vor der Bestattung, die das Kieler Ordnungsamt zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Zustimmung der Kinder und völlig eigenmächtig in die Wege geleitet hatte. Auch darum, dass die Witwe nicht feuerbestattet werden wollte, haben sich die Hinterzimmer-Beamten völlig eigenmächtig hinweggesetzt. Die Kinder, die die Verantwortung für jedwede Verpflichtungen ihrer Eltern bereits vor dem Amtsgericht abgelehnt hatten, hatten nicht die geringste Chance, in irgendeiner Weise selbständig tätig zu werden.
Viele, viele Monate gingen ins Land. Und dann kamen - nein, nicht etwa einfache und höfliche Rechnungen. Es hagelte gleich gelbe Briefe, im Amtsdeutsch auch "Zustellungsurkunden" genannt. In jedem der Briefe wurde jeder einzelne der Hinterbliebenen aufgefordert, eine Rechnung über etwa 1.900 Euro Gesamtschuld zu begleichen. Kann man auf dem Ordnungsamt nicht rechnen? Zudem hatten die Kinder in keinster Weise die Möglichkeit, die auf der Rechnung aufgeführten Posten zu überprüfen. Dass eine Bestattung sehr viel preiswerter zu bekommen ist, nur nebenbei.
Für eine vom Ordnungsamt inszenierte Eigenmächtigkeit ein ungeheurer Vorgang. Man stellt die Bürger vor vollendete Tatsachen und zieht ihnen dann auch noch das Geld aus der Tasche.
Der Widerspruch der Kinder wurde zurückgewiesen, diese beschreiten nunmehr den Klageweg vor dem Verwaltungsgericht Schleswig, die eigenmächtigen Beamten werden mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde zu rechnen haben.
Der gesamte Vorgang zieht sich nunmehr schon fast zwei Jahre hin, ein erneuter Beweis für die effektive Arbeitswut unserer Behörden und ein erneuter Hinweis darauf, warum dieser Staat uns immer mehr ausplündert.
Respekt gegenüber Toten: Für das Kieler Ordnungsamt ein unbekannter Begriff?
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(2.11.2006) Heute schon Ihrem Abgeordneten die Meinung gesagt? Oder dem Beamten, der Sie schon seit Monaten mit irgendeinem Unfug nervt? Geht nicht, die verstecken sich?
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Baron von Münchhausen lebt!
(2.8.2006) Im Monat Juli 2006 sei die Zahl der Arbeitslosen entgegen den Erwartungen gesunken, so behauptet unsere Wir-haben-keine-Arbeit-Agentur. Glauben wir das? Ich nicht. Eine Freundin von mir hatte für zwei Monate Arbeit. Ihr Arbeitgeber - ein völlig desolater Typ - hat sie vor Kurzem entlassen. Besagte Freundin wurde vor dieser Arbeit in eine dieser - oftmals sinnlosen - "Maßnahmen" gesteckt, gerade hatte sie sich erneut arbeitslos gemeldet, wurde sie schon wieder in eine "Maßnahme" verfrachtet.
Alle die in so einer Tortur stecken, fallen aus den Arbeitslosenstatistiken raus. Von den Kriegsgewinnlern, also denjenigen, die diese Maßnahmen veranstalten, gibt es in jeder mittelgroßen Stadt ein gutes Dutzend. Die Landkarte von Mecklenburg-Vorpommern ist schon mit den Niederlassungen einer einzigen Firma völlig zugepflastert. Möge sich jeder ausrechnen, wieviele Arbeitslose uns "dezent verschwiegen" werden.
Dazu kommt, dass durch die Hartz 08/15 Regelung immer mehr Arbeitslose aus dem Leistungsbezug rausfallen. Und somit auch aus der geschönten Statistik.
"Herr Baron, wir grüßen Sie!"
Nur mal zu meinem Verständnis ...
(26.11.2005) Verstehe ich das so richtig? Unsere Politiker sind zu blöde zum Angeln. Aber anstatt es zu lernen, wird die Angel verkauft und das Geld in einem Fisch angelegt.
Und wenn der verspeist ist, dann kommen die Politiker bei mir an und fordern mich auf, eine Angel zu kaufen. Mit der darf ich dann Fische fangen gehen und die Beute bei unseren Schulden-Baronen abliefern. Natürlich ohne, dass ich etwas dafür bezahlt bekomme. Oder wie?
Nachtrag: Nicht ganz, meint unser Polit-Pathologe Carl. P: "Im Ansatz richtig, aber nicht zuende gedacht". Erstmal werden dann Angelscheine und Angeln kräftig besteuert. Und um die Steuerrepressalie gut-preußisch in den Griff zu kriegen, braucht es wieder neue Beamte. Und auch die sind zu dämlich, um zu angeln. Das heisst: Morgen müssen zwei Fische abgeliefert werden. Und weil dadurch der Umsatz steigt, steigen auch die Steuern. Und so weiter, und so weiter ...
Weg mit den Feiglingen!
(2.11.2005) Den Leuten vom Oldenburger Software Hersteller ashampoo ist angesichts der Kindereien von Franz Müntefering und Edmund Stoiber der Kragen geplatzt. Sie machen ihrem Ärger mit einer ganzseitigen Anzeige in der FAZ Luft. Wenn Sie mehr wissen wollen: Klick auf den Button rechts!
Alles Spinner
(19.9.2005) Schröder ist Kanzler. Merkel ist Kanzlerin. Ach was, alles Quatsch. Gerade bin ich mit meinen Stimmzetteln durchs Haus. Bei 100% Wahlbeteiligung habe ich 100% der Stimmen bekommen, das sind 1.000 Prozent mehr als bei der letzten Wahl. Also: Ich bin Kanzler! Und sonst keiner. Und nun: Alle Abmarsch in die geschlossene Station.
Fußfesseln für Arbeitslose
(29.4.2004) ... meint der hessische Justizminister. Unser Haus-Psychiater Carl P. hat einen besseren Vorschlag: Zwangsjacken für Politiker!
Alles Lüge?
(28.4.2004) Ganze 25 Läden will die sog. "Kieler Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung GmbH", kurz Kiwi in den letzten 18 Monaten in Kiel-Gaarden wieder in einen vermieteten Zustand gebracht haben. 25 Läden? In Gaarden? Wo denn das, bitte? Sind da etwa Drogen im Spiel?
Zu diesem Thema, das sich die Redaktion auch schon seit etwa zwei Jahren anschaut, haben wir eine ganz andere Zählung gemacht. Sicher wurden in den letzten Monaten in Gaarden einige neue Geschäfte eröffnet. Die von uns befragten neuen Mieter - und das waren einige - haben von irgendeiner KIWI noch nie etwas gehört.
Solange hier keine detaillierte Gegendarstellung eingeht, halte ich das Ganze für eine unverschämte und dreiste Lüge. Und die unfähigen Damen und Herren mögen sich bitte endlich zum Teufel scheren. Und endlich aufhören, sinnlos hunderttausende Euro an Steuergeldern zu verschleudern.
Die Vorgeschichte(n) finden sich weiter unten.
Der Gaardener Bank-Raub
Behördliches Trauerspiel in mehreren Aufzügen
Was soll denn das nun wieder?
(3.12.2004) Zugegeben: Durch die Damen und Herren, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen, als den ganzen Tag herumzuhängen, sah es an den beiden runden Bänken am Alfons-Platz in Kiel-Gaarden meist recht dreckig aus. Aber ist das ein Grund, gleich allen GaardenerInnen die mal schattigen, mal sonnigen Sitzplätze unterm Hintern wegzuziehen? Schon mal in den jetzt leeren Brunnen am Vinetaplatz geschaut? Wird diese Altglas-, Dosen- und Dreck-Sammelstelle jetzt auch abgerissen?
Politiker und Beamte in dieser verrotteten Republik kommen mir immer mehr vor wie eine plan- und ziellos umherirrende Meute von Hirnlosen, die die Pest am Hals hat. Aber anstatt die Seuche zu bekämpfen, werden die Leichen erstmal gestapelt, gezählt und verwaltet. Und ansonsten wird jahrelang über die Gebührenordnung für Friedhöfe debattiert.
Knallköppe, ein weiterer Akt
(22.1.2005) Bei dem, was Politiker und Beamte unserer Republik uns tagtäglich zumuten, ist es schon lange Zeit, im Web mal eine Seite wie etwa www.knallkoeppe.de oder Ähnliches einzurichten. Dass die Knallkopp-Skala nicht nur nach unten offen ist, sondern gegen Unendlich geht, hat wieder einmal der Ortsbeirat Gaarden bewiesen, ein Verein munterer Schwätzer, der die eigenen Zusammenkünfte schon mal als "Karnevalssitzung" bezeichnet.
Fasching steht vor der Tür, und im Bemühen um die sinnloseste Büttenrede der Saison hat dieser Ortsbeirat mal wieder alle Register gezogen. Nachdem am Alfons-Platz und anderen Stellen in der Elisabethstraße bereits einige der schönen Sitzbänke entfernt wurden - siehe Artikel unten - will man jetzt zum Rundumschlag ausholen. Bis auf eine Handvoll Sitzmöglichkeiten sollen alle Bänke entfernt werden. Der Grund: Unsere saufenden und urinierenden Gaardener Sorgenkinder, für die die Bänke zur zweiten Heimat geworden sind. Nachdem ihnen unsere Politik die Jobs, die Selbstachtung und zum Teil auch die Wohnungen weggenommen hat, will man ihnen nun auch den letzten Sitzplatz unter dem Hintern wegziehen. Und hofft, sie dann los zu sein. Unfug. Der Treffpunkt Vinetaplatz ist selbst dann aktuell, wenn es regnet oder schneit. Dann wird sich eben untergestellt und im Stehen weitergebechert. Eine Idee, die an Obskurität kaum noch zu überbieten ist: Alle Bänke sollen in der Werftbahnstraße aufgestellt werden, man hofft auf eine Völkerwanderung, weil dort dann so wunderschöne Sitzplätze sind. Wäre eher ein schöner Platz für diejenigen, die auf solche Ideen kommen, denn in der Politik sind sie vollkommen fehl am Platz.
An die Menschen wird mal wieder nicht gedacht, was nicht nur für unsere Sorgenkinder gilt. Nachdem viele ältere Meschen sich aus Angst vor Gewalt nur noch wenig aus ihren Wohnungen trauen, werden ihnen nun auch noch die Ruhemöglichkeiten nach dem Einkaufen genommen. Und es trifft nicht nur die Alten. Die Bänke werden von vielen GaardenerInnen gerne für einen Klönschnack oder eine kleine Siesta genutzt. Werden sie entfernt, dann raubt man Gaarden einen Teil seiner unvergleichlichen Atmosphäre.
Eine unfähige Politik hat viele Menschen in Ruin und Hoffnungslosigkeit getrieben - und weniger werden es sicher nicht. Das Geld, das der Abbau der Bänke kostet, ist für eine menschliche Hilfe sicher besser angelegt. Besteht eher eine genetische Seilschaft zwischen der Hirnbeschaffenheit unserer Ortsbeiräte und ein paar Holzbänken, oder warum schafft man es nicht, sich mit lebenden Menschen zu beschäftigen?
Ich meine: Eine ungeheure Sauerei! Und menschenunwürdig und unzivilisiert dazu. Und der Weg in die falsche Richtung. Die gemütlichen Ecken sollten weiter ausgebaut werden, z.B. mit ein paar Blumenkübeln.
2:0 für die Sorgenkinder
(1.4.2005) Oder: Ein Artikel, passend zum 1. April. Zuerst sah es nach einem Punktgewinn für den Ortsbeirat Gaarden aus. Um an der Ecke Karlstal und Kaiserstraße das alkoholisiert-urinierende Problem in den Griff zu bekommen, hatte man beschlossen, einfach die Sitze abzubauen, auf denen eine Horde mehr oder weniger alkoholisierter und sonstwie zugedröhnter Gestalten sich häuslich eingerichtet hatte. Zwei von acht Sitzen hatte man in einer Ecke dieser kleinen Laube stehenlassen - was irgendwie schon mal total beknackt aussieht. Und man hatte gehofft, dass sich unsere Sorgenkinder schnell aus der Ecke verziehen.
Denkste. Mittlerweile sieht der Punktgewinn für den Ortsbeirat mehr nach einem Eigentor aus, so dass es jetzt 2:0 für die Sorgenkinder steht, denn die haben dazugewonnen. Hinter den abgebauten Sitzplätzen steht noch eine kleine Mauer. Genau betrachtet hat der Ortsbeirat mal wieder einen so richtig gut durchdachten Plan gehabt. Ergebnis: Durch das Freilegen dieser kleinen Mauer wurden noch mehr Sitzplätze geschaffen, von denen unsere Sorgenkinder natürlich rege Gebrauch machen. Die Masse der herumlungernden Gestalten ist nicht kleiner geworden, es sind noch mehr Heimatlose hinzugekommen. Was allerdings - das muss man zugeben - eher am allgemeinen Trend liegt.
Und nun? Spendiert der Ortsbeirat noch ein paar Kissen? Oder wird die Mauer nun auch noch abgerissen? Nur zu. Hinter der Mauer ist eine kleine Rasenfläche. Schafft nur noch mehr Platz, und unsere Damen und Herren werden es dort im Sommer so richtig gemütlich haben. Wie wäre es dann mit einem Straßenfest? Lasst das die Richtigen organisieren, und die Ecke versinkt endgültig im Chaos. Motto: "Der Beirat ist ein netter Haufen, nun ist noch mehr Platz zum Saufen!"
Sorgenkinder vs. Bank-Räuber 3:0
(3.7.2005) So manch einer hat es richtig schwer. Vor allem, wenn er mit einer vollen Kiste Bier aus dem Supermarkt kommt. Da möchte man sich erstmal setzen und direkt vor Ort einen ordentlichen Schluck nehmen. Doch leider, nach einer Abräumaktion von Ortsbeirat und Stadt Kiel: Die Sitze sind weg. Macht aber nichts. Wenige Meter weiter ist eine Bushaltestelle, und auch dort gibt es eine Bank, noch schöner als die demontierten Sitze. Mit einer Kiste Bier hält man es hier so richtig gut und lange aus und hat einen prima Blick auf alles, was so im Karlstal vorbeikommt. Umgekehrt haben die Vorbeifahrenden einen prima Blick auf unsere trunkenen Sorgenkinder und bleiben lieber im Bus oder treten aufs Gaspedal, statt in Gaarden zu halten. Bedenkenlos und zum wiederholten Mal kann man unseren verantwortlichen Bank-Demonteuren wieder einmal die volle Punktzahl für 100prozentige Hirnlosigkeit zubilligen.
Das gleiche Bild am Alfons-Platz, wo die drei runden Bänke zerstört wurden. Auf den übrig gebliebenen, schattigen Sitzen hat eine weitere Abteilung der Sorgenkinder alles blockiert. Sitzen nach dem Einkaufen: Vergiss es. Es bleiben nur noch die über und über mit Hundeurin verseuchten Steinpfeiler.
Ebenso am Vinetaplatz, wo bei diesem Wetter reger Andrang herrscht. War hier früher das Sitzen wenigstens auf einer Seite möglich, so sind jetzt mittlerweile alle Bänke mit Flaschenhaltern besetzt. Was man unseren Sorgenkindern zugestehen muss: Bei diesem heissen Wetter haben sie ein echtes Herz für die vertrocknende Natur, das durchgelaufene Bier wird einfach dem nächsten Baum überlassen.
Also, wie so oft, die Maßnahmen unserer Verantwortlichen ein weiteres Produkt aus der seriellen Fertigung von Windeiern und Hirngespinsten. Wer noch einen winzigen Rest von Selbstachtung und Bodenhaftung hätte, der hätte angesichts eines derartig durchgängigen Versagens schon längst Platz und Amt verlassen. Wobei viele es begrüßen würden, wenn diese Pisa-Politiker gleich das Land verlassen würden. Vielleicht - und dieses Mal sogar gerne auf Kosten der Steuerzahler - zu einer unbegrenzt dauernden Bildungsreise. Vorschlag: Südliches Afrika. Dort lässt Diktator Robert Mugabe die Hütten der Armen in den Randgebieten der Städte mit Planierraupen plattwalzen. Die hiesigen Methoden sind nicht ganz so brutal, aber die Denkungsart ist die gleiche: Nicht helfen, sondern vertreiben.
4:0 für die Sorgenkinder. Oder: Spendet Stühle!
(11.7.2005) Wir wissen es bereits: Die öffentlichen Sitzplätze sind weg, demontiert von Ortsbeirat Gaarden und Stadt Kiel. Unsere alkoholisierten Sorgenkinder, die man mit dieser Aktion vertreiben wollte sind immer noch da. Mehr denn je. Und die scheren sich einen Dreck um den blindwütigen Aktionismus der Verwaltungshengste, sie greifen einfach zur Selbsthilfe. Am Alfons-Platz sind erst einer und jetzt schon zwei ehemals private Stühle in öffentliches Eigentum übergegangen. Man hat die fehlenden Sitzplätze einfach durch mitgebrachtes Mobiliar ersetzt. Eine beispiellose Initiative und ein soziales Engagement, wie es Gaarden schon lange nicht gesehen hat.
Ich für meinen Teil werde diesem Beispiel folgen und in den nächsten Tagen dort, wo am Alfons-Platz die runden Bänke gestanden haben, einen Stuhl abstellen. Möge es gegen die Wutausbrüche helfen, die mich jedes Mal nach dem Einkaufen packen, wenn ich mich einen Augenblick setzen möchte und dies nicht kann, weil die Bänke weg sind. Und, mein Aufruf an alle GaardenerInnen: Spendet Stühle! Es ist in Eurem eigenen Interesse.
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Deutsche Meister im Schuldenmachen
(27.9.2004) Schleswig-Holstein ist das Flächenland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland und gibt jeden Kalendertag 2 Millionen Euro mehr aus als es einnimmt. Nun will man vielen Landwirten und Gewerbetreibenden das Leben noch schwerer machen. Ganze 11 Prozent des Landes sollen zu Naturschutzgebieten werden. Unser Umweltminister erwartet dafür wahrscheinlich ein Schulterklopfen aus Brüssel, weil er die Vorgaben der EU als Klassenbester und ohne langes Nachdenken erfüllt. Was er sich wahrscheinlich einfängt, sind ein paar saftige Ohrfeigen, denn viele der Betroffenen haben angekündigt, Schadenersatzforderungen geltend zu machen.
Werter Herr Möller oder wie Sie heissen: Schmieren Sie sich lieber weiter ihre klebrige Schokoladenpampe aufs Milchbrötchen. Und lassen Sie unsere Landwirte in Ruhe. Die meisten von ihnen wissen sehr viel besser als Sie, was mit ihrem Land zu tun ist.
Sieh einer an!
(24.9.2004) Das Wohnraumförderungsgesetz schreibt: "Wohnungsbau ist das Schaffen von Wohnraum durch Baumaßnahmen, durch die Wohnraum in einem neuen selbständigen Gebäude geschaffen wird." Sind doch echt schlaue Kerlchen, von denen wir uns verwalten lassen (müssen).
"Die Deutsche Wochenschau"
(18.9.2004) Beide Kriege waren schon längst verloren. Aber selbst als die Alliierten 1945 schon weit auf deutschem Boden standen, tönte die "Deutsche Wochenschau" immer noch unbeirrt von Siegen, Erfolgen und Wunderwaffen. Desgleichen im Irak. Praktisch mit einer amerikanischen Waffe im Genick verkündete der irakische Informationsminister immer noch das Märchen von erfolgreicher Gegenwehr.
Es liegt mir natürlich fern, offizielle Kieler Stellen mit Diktaturen gleichsetzen zu wollen. In Bezug auf Wahrheitsgehalt, Wirklichkeitsfremde und Methode ihrer öffentlichen Verlautbarungen müssen sich allerdings einige Kieler Tagträumer einen Vergleich sehr wohl gefallen lassen.
Propaganda I
Die wackeren Kämpfer gegen leerstehende Geschäfte und wirtschaftlichen Niedergang auf dem Ostufer haben wieder zugeschlagen. Nicht etwa, dass sie Erfolge haben, aber sie haben Erfolge zu vermelden. Ganze acht Geschäfte wollen das "Urban-Büro" und die "Kiwi-Kiel" in den letzten Monaten in Gaarden vermittelt haben. Die Kieler Banalitäten-Presse hat diese Märchenstunde - wie üblich - ohne Hinterfragung übernommen. Ostufer.Info hingegen hat nachgefragt und nachgeschaut. Die von uns befragten Pächter der ehemals leerstehenden Geschäfte gaben an, von Kiwi oder Urban noch nie etwas gehört zu haben. Wo also sind die Erfolge? In Timbuktu? Die Suche in Gaarden war jedenfalls vergeblich. Mit einer Ausnahme, und in diesem Fall ist das Urban-Büro kläglich gescheitert.
Eine bereits in Gaarden ansässige EDV-Firma hatte vor, das Geschäft Ecke Jägerstraße / Elisabethstraße zu mieten. Gescheitert ist die Angelegenheit daran, dass der Vermieter sich für eine Übergangszeit von zwei Monaten nicht auf günstige Bedingungen einlassen wollte. Ergebnis: Die Firma sitzt jetzt in Friedrichsort. Die 186.000 Euro, die im letzten Jahr von der EU für die bessere Vermietung Gaardener Geschäfte zur Verfügung gestellt wurden, wären hier als konkrete Hilfe sicher sehr viel besser angelegt worden, als das gesamte Geld in die Hände durchgängiger Versager zu geben, die das Geld hauptsächlich dafür verprassen, in der Öffentlichkeit gut auszusehen, die aber ansonsten als personifizierte Zumutungen und lebende Mahnmale der Sinnlosigkeit durch die Gegend irren.
"Einen ausgewogenen Branchenmix" wolle man erreichen, so wird weiter getönt. Im eben angesprochenen Laden ist jetzt genau das, was Gaarden unbedingt braucht: Eine Spielhalle. Noch eine Spielhalle will in einem weiteren Laden aufmachen, der auf der Web-Seite der "Kiwi" feilgeboten wurde. Macht, wenn ich nicht irre, bei acht angeblich vermittelten Läden eine 25prozentige Belegung mit Spielhallen. Grandioser Erfolg, da darf man in der Presse schon mal laut "Hurra" rufen.
Siehe auch Artikel unten: "Tummelplatz für die Motten" und "Und sie suchen ..."
Propaganda II
Müll und Dreck aller Art, vollgesabberte Bierdosen und mit Glück ein paar achtlos entsorgte Spritzen der Gaardener Junkies. An einigen Stellen ist die Situation besser geworden, aber insgesamt ist Gaarden immer noch eine einzige Müllkippe. Was die Zuständigen nicht in den Griff kriegen, wird ein echter Fall für die Gaardener Kinder. Ende September dürfen sie wieder ausschwärmen, um die schmierigen Hinterlassenschaften der Gaardener Halbwilden zu beseitigen. Damit die Kinder dann noch wissen, was die Quintessenz des Lebens ist und um sie auf das vorzubereiten, was Ihnen als Normalität blüht, wenn dieser Staat von einer inkompetenten Horde von Beamten und Politikern weiter in die Grütze geritten wird, darf dann mit dem Müll auch noch gebastelt werden. Unter Anleitung einer "Künstlerin" soll aus Müll Kunst werden, die schönste Mülltüte wird prämiert. Ergänzungsvorschlag fürs nächste Jahr: "Fröhliches Modellieren aus Hundehaufen". Hier machen "Pisa" und 20 Jahre verfehlte Bildungspolitik Sinn. Wer sich von einer Clique mit derartig deformierten Ideen regieren und verwalten lassen will, der muss geistig schon ziemlich zurückgeblieben sein. Eine richtig schöne PR-Veranstaltung also, die restlichen 364 Tage darf Gaarden dann wieder im Müll versinken und die Zuständigen sich wieder an ihren Schreibtischen festhalten.
Ausser, die Sonne scheint. Dann lümmeln sich gleich vier Vertreter der Stadt um einen Tisch, Größe etwa einen Quadratmeter, und um zwei Stellwände herum und verteilen Prospekte. Und sind gegen Mittag schnell wieder verschwunden. Und zweihundert Meter weiter stehen seit nunmehr schon fast drei Monaten ein paar unabgeholte Mülltonnen auf der Straße. Sich mehr als ein paar Stunden vor Ort mit dem Müllproblem auseinanderzusetzen, ist anscheinend zuviel verlangt. Anstatt der Gaardener Schmutzfinken-Fraktion konstant auf die Finger zu schauen und zu hauen, ist der Dampf schon nach wenigen Stunden verbraucht.
Was hier nicht fehlen soll: Der Hinweis darauf, dass auf Ostufer.Info auch die Adressen diverser Psychologen zu finden sind. Wir bitten die Angesprochenen um intensive Beachtung.
Keine Propaganda: Neues von Hiob
Die Bäckerei Ecke Kirchenweg / Iltisstraße hat geschlossen (Bild oben). Ende des Jahres ist es mit einer weiteren, alteingesessenen Gaardener Firma vorbei. Das "Möbelhaus August Strunk" schliesst nach über 100 Jahren Geschäftstätigkeit.
Das aktuelle Bild: Alle Jahre wieder
(28.8.2004) Immer wenn Wahlen ins Haus stehen, geht das Fabulier-Unwesen unter den Politikern besonders heftig um. Den ersten Knallfrosch zur Landtagswahl bringt Harry Carstensen, Spitzenkandidat der CDU. Er meint, man könne den Flughafen Jagel nach dem Ende der militärischen Nutzung zu einem Tag und Nacht geöffneten Frachtflughafen machen. Tausende von Arbeitsplätzen sollen entstehen. Dazu ein Kommentar unseres Gastreporters Harry Hengst
Schon gewusst?
(27.8.2004) 40 Prozent der Ausgaben für Wohngeld gehen für die Verwaltung drauf. Von 1949 bis 1993 stieg die Zahl der Beamten von 800.000 auf 2,2 Millionen. Der Unterhalt der öffentlichen Bediensteten verschlingt jährlich 172 Milliarden Euro und damit 28 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben. Auf 13 Erwachsene kommt ein staatlich Bediensteter.
Das aktuelle Bild: Geheime Bauvorhaben der Stadt Kiel
(25.7.2004) Wenn 2005 Hartz IV - hier auch Hartz 08/15 genannt - in Kraft tritt, werden Verschuldung und Verarmung der Arbeitslosen und auch der Geschäftsleute rapide zunehmen. Macht aber nichts. Denn dafür wird unter dem Motto "Zurück ins Mittelalter" in der gesamten Gegend ein enormer Bau-Boom losgehen. Von den gewaltigen, bisher noch geheimen Bauvorhaben der Stadt Kiel hat Ostufer.Info ein erstes, ebenso geheimes Photo: Der Schröder-Rürup-Turm.
Die schnellste Akte der Welt
(29.6.2004) Zwei Jahre und drei Monate hat eine Akte des Kieler Amtes für Familie und Soziales gebraucht, um von der Aussenstelle in der Schulstraße in Kiel-Gaarden in die Holstenstraße zu gelangen. Geschätzte Luftlinie: maximal 900 Meter. Entspricht in etwa einer monatlichen Vorwärtsbewegung von 33,3 Metern, also pro Tag etwas mehr als einen Meter. Und auch, wenn der Weg um die Kieler Förde mit einberechnet wird: Die Zahlen bleiben peinlich. Wundert es eigentlich noch irgendwen - ausser vielleicht unsere Beamten - dass die Stadt Kiel immer mehr in einem Schuldensumpf versinkt? Es ist eben immer sehr viel leichter, die Schuld für leere Kassen auf Empfänger von Sozialhilfe zu schieben, als sich an die eigene Nase zu fassen.
Gesucht: Deutschlands überflüssigste Verordnung
(15.6.2004) Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Ausführungsbestimmungen: Davon gibt es in Deutschland mehr als genug. Und es werden täglich mehr.
Trotz gegenteiliger Beteuerungen aus der Politik scheinen Regulierungswut und bürokratische Kapriolen kaum einer Beschränkung zu unterliegen. Alles ist geregelt, nach Sinn und Effizienz fragt schon lange niemand mehr. Frontal21 berichtet immer wieder darüber.
Von unkomplizierten, klaren und überschaubaren Regelungen ist man hier zu Lande noch immer weit entfernt. Der Einzelne ist dem Paragraphen-Dschungel dabei hilflos ausgeliefert, zumal das so genannte Amts-Deutsch in Gesetzen und Vorschriften oft als kaum verständliches Kauderwelsch daherkommt.
Frontal21 sucht die blödsinnigste und ärgerlichste Verordnung Deutschlands. Schreiben Sie uns, wenn der Amtsschimmel bei Ihnen kräftig gewiehert hat. Schicken Sie uns die absurdesten Beispiele deutschen Vorschriftenwahnsinns. Aus Ihren Vorschlägen suchen wir einen aus und berichten darüber als Beitrag in Frontal21.
Einsendeschluss ist der 9. Juli 2004.
So erreichen Sie uns:
Per E-Mail: frontal21@zdf.de
Oder per Briefpost:
ZDF, Redaktion Frontal21, Unter den Linden 36-38, 10117 Berlin
Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.
(Quelle: frontal21-newsletter vom 15.6.2003)
Wirds denn noch gehen?
(28.5.2004) In der Stadt Bremen streiten sich doch tatsächlich seit einiger Zeit ein paar Bildungspolitiker darüber, ob man den Dritt- und Viertklässlern die Noten als Ziffern von 1 bis 6 oder als wörtliche Benotung, also gut, ausreichend und so weiter in ihr Zeugnis schreiben soll. Na gut. Solange sie streiten, machen sie wenigstens keinen Blödsinn.
Tummelplatz für die Motten: Die Gewerberaumbörse Gaarden
(26.5.2004) Großmäulige Weltfremdheit ist die Tugend, in der es viele deutsche Politiker und artverwandte Gestalten mittlerweile zur wahren Meisterschaft gebracht haben. Goldene Faustregel: Je weiter vorher der Mund aufgemacht wird, desto größer hinterher das Debakel. Die Liste von Pleiten, Pech und Pannen wird dabei immer länger: Mautgebühr, bundesweite Steuersoftware, Software für die Arbeitsagentur und, und, und. Wer auf Bundesebene groß rauskommen möchte, fängt dazu am Besten erstmal klein an. Unser lokaler Spiel- und Übungsplatz: Die "Gewerberaumbörse Gaarden".
Es steht geschrieben: "Die Gewerberaumbörse Gaarden dient dazu, die zur Vermietung anstehenden Ladenflächen im Geschäftszentrum Gaarden anhand von Kurzportraits zu präsentieren. Die Aktualisierung erfolgt laufend." So behauptet vom "Urban-Büro" und der "Kieler Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung GmbH", kurz Kiwi.
Schauen wir uns das mal genauer an, und lassen wir vor allem mal die "laufende Aktualisierung" ganz langsam unsere Augen erblinden. Insgesamt 21 Angebote sind auf der Seite "nach einer vor kurzem erfolgten Bestandsaufnamhe" zu finden. Oder auch nicht. Beim Kirchenweg 18 hat man sich am Unding einer Powerpoint-Präsentation im Internet versucht. Sehr innovativ, funktioniert aber nicht.
Weiter. Wikingerstraße 4: Der Laden ist bereits seit Monaten wieder vermietet. Das Gleiche gilt für die beiden Läden im Haus Stoschstraße 8. Im Hause Stoschstraße 1 soll ein Laden frei sein. Wusste gar nicht, dass "Charlie" seine Kneipe abgeben möchte. Der Laden, um den es tatsächlich geht, liegt eine Hausnummer weiter und ist ebenfalls seit Wochen wieder vermietet ("Salam - Frieden"). Weiter: In der Elisabethstraße 33 ist seit einigen Wochen der Sozialladen des Vereins "Hilfe für Gefährdete" zu finden.
Und nun, gleich um die Ecke, nicht nur der Hammer des Monats, sondern der Klopper des Jahres: In der Jägerstraße wird so etwas wie Vermietungs-Bigamie betrieben. Dort wird versucht, ein und denselben Laden unter zwei Hausnummern zu vermieten. Und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit Monaten. Siehe Artikel weiter unten: "Geld gefunden. Aber wo ist der Rest?". Zieht man von den 21 Angeboten in der Börse sechs halbverrottete Lagerhallen ab, bleiben 15 Angebote übrig. Zieht man davon wieder die Irrtümer ab: Ein kläglicher Rest.
Einen gibt es noch: "Vorrangiges Ziel ist es, den Markt transparent zu machen und eine Art Frühwarnsystem zu installieren." Dafür muss man vielleicht mal etwas früher aufstehen, siehe auch nächster Artikel.
Fazit: So eine Börse ist prinzipiell eine löbliche Sache. Nur wenn, dann sollte man auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit und ein wenig Bodenhaftung an die Sache herangehen. Ein Haufen Schlafmützen, die im Kreis stehen und sich dabei voller Selbstbeweihräucherung gegenseitig auf die Schultern klopfen, nützt niemandem. Übrigens: Die von uns befragten neuen Mieter der Läden haben von Urban oder Kiwi noch nie etwas gehört.
Und jetzt für all diejenigen, die weder Tod noch Teufel noch Bürokratie fürchten, der Link: www.kiwi-kiel.de. Halten Sie die Lupe bereit, einige Links sind als solche nur schwer auszumachen.
Nachtrag, Juni 2004: Mittlerweile scheint man einen Blick auf die eigenen Seiten geworfen zu haben. Ganz richtig ist es immer noch nicht, aber es hat sich was getan!
Und sie suchen. Und suchen. Und suchen. Und ...
(16.5.2004) Zitat: "Der Stadtteil Gaarden leidet seit Jahren unter einem schlechten Ruf. Geschäftsleute, Anwohner, Verbände, Ämter, Politiker und Vertreter der Wohnungswirtschaft suchen verstärkt nach Lösungen, um dem ramponierten Image positive Impulse entgegen zu setzen. Unter Federführung des Büros Urban/Soziale Stadt ist nun gemeinsam mit allen Beteiligten und dem Verein "Kiel-Marketing" ein "StadtTEILmarketing Konzept Gaarden" entstanden, das gestern vorgestellt wurde."
Dieses Zitat stammt von der Webseite des Kiel-Marketing. Und das sagenhafte Konzept ist nicht etwa "gestern" vorgestellt worden, sondern im Juli 2001, also vor fast drei Jahren. Und sie suchen .... Weiter im Text:
"Wir können hier nicht kurzfristig eine heile Welt schaffen, aber doch einiges in Bewegung bringen", stellte Christoph Adloff, Leiter des Urban-Büros, fest."
Diese Bewegung hat sich mittlerweile von ganz alleine eingestellt. Allerdings nicht in die gewünschte Richtung. Immer mehr Alteingesessene wandern aus Gaarden ab, immer mehr Wohnungen und Geschäfte stehen leer. Dafür verdichtet sich das Aufkommen an Junkies, Dealern und Alkoholikern in den Straßen. Gute Arbeit, Leute! Ihr habt Euch euer Gehalt - also unsere Steuergelder - wirklich redlich verdient. Und nun sucht schön weiter. Vielleicht liegt ja noch irgendwo ein herrenloses Stück Gehirn herum.
Zur Riege der Umherirrenden hat sich jetzt auch der Ortsbeirat Gaarden gesellt. Nach fast drei Jahren ist es ihm auf seiner Sitzung im Mai 2004 eingefallen, dass man doch mal einen Dringlichkeitsantrag zur Umsetzung des Konzeptes stellen könnte. Guten Morgen!
Traumtänzer des Monats: Hans Eichel
(13.4.2004) 5 Milliarden Euro sollte sie in die Kasse des Bundes bringen: Die Steueramnesie. Mit ihr sollte reuigen Sündern die Gelegenheit gegeben werden, "Schwarzgeld" nachträglich durch Versteuerung zu legalisieren.
Die Geschichte wurde wieder eine der bald nicht mehr zu zählenden Pannen von Hans Eichel. Nicht einmal 100 Millionen Euro kamen zusammen. Herr Eichel, für wie bescheuert halten Sie die Leute eigentlich? Angesichts einer derartigen Versager-Politik kommt wohl kaum jemand auf den Gedanken, sein wohlbehütetes Geld in Ihre Fänge zu geben.
Und jeder Buchhhalter, der so kalkuliert wie unser hochbezahlter Minister, hätte von seinem Chef sonst längst die Rote Karte gezeigt bekommen.
Wie funktioniert das eigentlich? Heute: Politische Systeme
(27.2.2004) Erdacht in den 80er Jahren von der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe.
Sozialismus
Du besitzt zwei Kühe. Eine musst Du deinem Nachbarn abgeben.
Kommunismus
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt Dir beide weg und verkauft Dir die Milch.
Liberalismus
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt Dir beide weg und schenkt Dir die Milch.
Nationalsozialismus
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt Dir beide weg und erschiesst Dich.
Bürokratismus
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt Dir beide Kühe weg und schlachtet die eine Kuh ab. Die andere wird gemolken und die Milch vernichtet.
Kapitalismus
Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst eine und kaufst dafür einen Bullen.
Steinzeit im Landtag
(26.2.2004) Schon seit Monaten liegt Umweltminister Müller mit den Eiderstedter Bauern im Clinch. Auf Anordnung der EU soll er weite Teile der Halbinsel an der Westküste in geschützte Gebiete umwandeln - gegen den erbitterten Widerstand der Landwirte. Sie fürchten um ihre Existenz. Und tun von sich aus schon eine ganze Menge für den Umweltschutz.
Was Müller und die EU auf fremden Grundstücken zu suchen haben, darum geht es hier nicht. Es geht um die Verwüstung, die vor Müllers eigener Tür, auf dem Grundstück des schleswig-holsteinischen Landtages angerichtet wird. Hier sind Arbeiter gerade damit beschäftigt, allem Grün den Garaus zu machen und das gesamte Gelände mit Steinen zu ersticken.
Nicht nur ein dämlicher Spaß, angesichts leerer Kassen im Land auch eine recht teure Geschichte: 1,4 Millionen Euro lassen sich die Abgeordneten ihre Steinwüste kosten. Und damit es auch so richtig teuer wird, wird nicht etwa hiesiger Stein verarbeitet. Nein, das Material wird um den halben Globus herum transportiert, es kommt aus China. Weiter weg ging es ja auch kaum noch. Kann man die Steine nicht mit Abgeordneten bezahlen, die in den chinesischen Steinbrüchen eingesetzt werden?
Angsträume in Gaarden? Falsch.
(22.2.2004) Richtig muss es heissen: Angstraum Gaarden. Dass der Titel der Veranstaltung, die auf Initiative des Stadtteilbüros Gaarden im örtlichen Polizerevier stattfand hoffnungslos untertrieben und vollkommen wirklichkeitsfremd war, musste dann nach einer Stunde auch die Leitende der Veranstaltung, Semra Basoglu einsehen.
"Die Verknappung der Nachricht auf Null", so hat Dieter Hildebrand einmal die Bild-Zeitung beschrieben. Ähnlich wurde auch mit dem Problem der Angst in Kiel-Gaarden verfahren: Die beamtengerechte Verringerung des Problems auf einen nicht mehr zu unterbietenden Minimalismus und, wie üblich, vollkommen an Wirklichkeiten und Ursachen vorbei.
Von vorne: Trotz hinreichender Plakatierung in Gaardener Geschäften waren Stadtteilbüro, Ordnungsamt, Tiefbauamt und die üblichen, anderen Steuervernichtungsorgane in der erdrückenden Mehrheit und weitgehend unter sich. Ein untrüglicher Beweis dafür, wieviel Vertrauen diese Institutionen und ihre Veranstaltungen bei den Gaardener BürgerInnen noch geniessen.
Diskussionen über die vielfachen Ursachen des Niederganges eines ganzen Stadtteils wurden von vorneherein unterdrückt; man wolle konkrete Angsträume benennen und versuchen, diese zu beseitigen. Die Anwesenden wurden in kleine Gruppen eingeteilt, um Angsträume zu bestimmen und auf kleine Karten zu schreiben. Als diese Karten dann gesammelt und um einen großen Gaardener Stadtplan gehängt wurden, konnte sogar Frau Basoglu von angstfreien Räumen im Stadtteil nicht mehr sprechen. Die GaardenerInnen fühlen sich überall unsicher.
Und das nicht nur in der Dunkelheit. Auch bei Tageslicht ist mensch in Gaarden keineswegs sicher. Trotzdem hat das Stadtteilbüro die geniale Idee: Man meint, dem Problem mit dem Aufstellen einiger Laternen beikommen zu können. Selbst wenn in Gaarden 500 neue Laternen aufgestellt werden: Das Problem löst sich damit keineswegs. Im schon gewohnten Steuerverschiebe-Modus werden nur wieder Gelder von einer Behörde zur anderen geschoben. Wie lange diese Aktion dann angesichts bürokratischer Geschwindigkeiten wieder dauern soll, steht auf einem anderen Blatt.
Als süffisante Randbemerkung nebenbei: Der Gaardener Ratsherr Schulz kämpft schon seit einem dreiviertel Jahr um die Aufstellung einer einzigen Laterne.
Andererseits: So eine Laterne ist bestimmt praktisch. Wenn wieder einmal ein durchgeknallter und bewaffneter 16-jähriger Drogensüchtiger am hellichten Tag Amok läuft, wird mir so ein Teil bestimmt dienlich sein, um meinen dicken Wanst dahinter zu verstecken. Den minderjährigen Ladendieben, die die Polizei in Gaarden immer öfter aus den Läden pflückt kann sie helfen, ihr potentielles Diebesgut in den schlecht beleuchteten Gaardener Läden besser zu sichten.
Und wenn wieder einmal am hellichten Tag eine 70-jährige Frau von zwei Jugendlichen auf die Straße gestoßen wird: An so einer Laterne kann sie sich gut festhalten.
Und wenn einer der immer zahlreicher werdenden Dealer, die überwiegend tagsüber an allen Gaardener Ecken und Enden ihr Unwesen treiben, sein vieles Geld nicht mehr sehen kann: Eine Laterne hilft. Und wenn die Agenda 2010 in Kraft tritt und das Elend auf dem Ostufer noch weiter zunimmt: An so einer Laterne kann man sich so richtig gut aufhängen - sofern man sich den Strick noch leisten kann.
Und wenn das Stadtteilbüro wieder einmal zur Planung eines Laternenumzuges aufruft, dann sollte das auch auf den teuer bezahlten Plakaten stehen. In der gesehenen Form ist es schlicht und ergreifend wichtigtuerischer Etikettenschwindel.
Geld entdeckt! Aber wo ist der Rest?
(18.2.2004) Schon ein dreiviertel Jahr suchen wir Geld. Nicht wenig, sondern genau 186.000 Euro. Laut Bericht einer Kieler Tageszeitung vom Mai 2003 sollte diese Summe dem örtlichen Urban-Büro zur Verfügung gestellt werden, um für eine bessere Vermietung der vielen, leerstehenden Gaardener Geschäfte zu sorgen.
Vermietet worden ist bisher eines dieser immer mehr werdenden Geschäfte. Und nach dem Verbleib des Geldes haben wir die ganze Zeit unsonst geforscht. Vor Kurzem wurde nun eine kleine Anstrengung sichtbar. Nicht im Immobilienteil einer Zeitung, sondern auf der Homepage der "Kieler Wirtschaftsförderung- und Strukturentwicklung GmbH (KiWi)".
Ganze 14 Läden und ein Büro werden dort angeboten, "stets aktualisiert", wie auf der Seite behauptet wird. Dass einer der Läden bereits seit Wochen wieder vermietet ist, hat noch niemand bemerkt. Ich gehe jede Wette ein, dass der neue Mieter von "Kiwi" und Urban-Büro noch nie etwas gehört hat.
Ein anderer Laden wird auf der Seite der KIWI gleich zweimal vermietet - unter zwei nebeneinander liegenden Hausnummern. Bleibt ein Rest von dreizehn Läden, die auf der Seite seit Monaten vor sich hin dämmern..
Wer für die Gestaltung einer derartigen Seite mehr als 3.000 Euros hinblättert, hat sich eindeutig über den Tisch ziehen lassen. Aber selbst wenn: Wo sind die restlichen 183.000 Euro???
Hier wird das gemacht, was auch in der restlichen Rubrik immer mehr Usus wird: Beamte und öffentliche Institutionen schieben sich das Geld gegenseitig zu, der Bürger sieht nichts von dem Geld. Die von Ostufer.Info befragten Makler haben jedenfalls von dem Geld nichts bekommen.
Die Mieten in Gaarden sind zu hoch. Im Falle eines gerade umgezogenen Geschäftes sollte die Pacht von 2.000 auf 2.500 Euro erhöht werden. Das alte Geschäft in bester Gaardener Lage steht jetzt - welch Wunder - seit Monaten leer.
Die kleinen Gaardener Läden eignen sich bestens für Spezial-Geschäfte und Extistenzgründer. Warum wird das Geld nicht direkt für deren Unterstützung eingesetzt, beispielsweise als Mietbeihilfe für ein Jahr? Oder, um eventuelle Mietsicherheiten damit zu bezahlen?
Weil kein Beamter daran verdient?
Sieh einer an!
(1.2.2004) Die deutsche Steuergesetzgebung meint: "Es ist nicht möglich, den Tod eines Einkommensteuerpflichtigen als dauernde Berufsunfähigkeit zu werten."
Wie funktioniert das? Heute: Das Urban-Büro
(19.1.2004) Das Urban-Büro in Kiel Ellerbek ist die Stelle, die die Gelder aus Brüssel verwaltet und/oder beaufsichtigt, die dem armen Kieler Ostufer für diverse Projekte zur Verfügung gestellt werden.
Das läuft dann also irgendwie so: In Kiel wird das Geld eingesammelt. Dazu braucht es Beamte. Dann wird das Geld nach Berlin geschickt. Dazu braucht es Beamte. Die schicken das Geld zur EU nach Brüssel. Dazu braucht es Beamte. In Brüssel wird das Geld verwaltet und wieder verteilt. Dazu braucht es Beamte. Auf irgendwelchen Wegen wird das Geld dann verteilt und landet wieder in Kiel. Dazu braucht es ... Schlau, gell?
Wobei immer noch nicht geklärt ist, wo eigentlich die 186.000 Euro hin sind, die das Urban-Büro im Mai 2003 zur besseren Vermarktung und Vermietung leerstehender Gaardener Geschäfte bekommen haben soll. Seit Wochen ebenso verschollen wie das Geld ist unser geheimer Mitarbeiter Carl P., der auf der Suche nach dem Geld schon bald jeden Stein umgedreht hat. Aber noch keinen Cent entdecken konnte. Das einzige, was er gesehen hat, ist, dass in Gaarden immer mehr Geschäfte leerstehen.
Ein durchschlagender Erfolg, anscheinend. Und, na Sie wissen schon: Dazu braucht es ...
Ääähh, wie bidde?
(6.12.2003) Die Einwohnerzahlen in Kiel gehen nach unten. Das kostet Geld, denn damit schwinden auch die Steuereinnahmen. Wie einige andere Städte auch, hat sich Kiel etwas einfallen lassen: Die Zweitwohnungssteuer. Wer also in Kiel arbeitet und hier nur einen Zweitwohnsitz hat, der muss extra berappen. Insgesamt wird diese Praxis von einigen Verbänden als rechtlich fragwürdig angesehen.
Wer in Kiel zur Kasse gebeten wird, muss sogar die Richtigkeit seiner Rechnung in Frage stellen. Denn für die Bemessung der Steuer gibt es in Kiel seit Oktober 2003 eine neue Satzung. Wer hier noch durchblickt, ist entweder mit besonderer Erleuchtung gesegnet oder lebt nach dem Motto "Der Herr ist mit die Doofen".
Auszug aus der Zweitwohnungsteuersatzung der Landeshauptstadt Kiel vom 8. Oktober 2003: § 4 Abs. 2 b)
"Ab dem Kalenderjahr 2004 errechnet sich der Mietwert unter Zugrundelegung des Mietwertes Oktober 2000, der mit einem Hochrechnungsfaktor multipliziert wird. Der Mietwert Oktober 2000 ergibt sich, indem die Jahresrohmiete bezogen auf den 1. Januar 1964 mit dem Hochrechnungsfaktor 4,523 multipliziert wird. Der Hochrechnungsfaktor 4,523 ergibt sich aus der Indexzahl 1995 nach dem Preisindex für die Lebenshaltung (...) geteilt durch die für den Hauptfeststellungszeitpunkt 1. Januar 1964 geltende Indexzahl 29,5 (4,15) multipliziert mit dem Faktor 1,09. Der Faktor 1,09 gibt die Veränderung des Indexstandes Oktober 2000 (...) gegenüber dem Indexstand Oktober 1995 (...) wider.
Der Hochrechnungsfaktor ergibt sich, indem die sich für die einzelnen Kalenderjahre bezogen auf den Oktober des Vorjahres aus dem Verbraucherpreisindex (2000 = 100) ergebenden Indexzahlen geteilt werden durch die für Oktober 2000 geltende Indexzahl gemäß Verbraucherpreisindex (...) 100,3."
Zahl der Anträge auf private Insolvenz sprunghaft gestiegen
(31.8.2003) Die Zahl der Anträge auf private Insolvenz ist in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Seit dem 1999 hat sich die Zahl der Anträge auf Eröffnung eines so genannten Verbraucher- und Kleininsolvenzverfahrens von insgesamt 520 auf 1144 im Vorjahr nahezu verdoppelt. Tatsächlich eröffnet wurden 1999 allerdings nur 65 Verfahren. Im Jahr 2002 waren es 851 Verfahren.
Viel Lärm um nichts
(14.8.2003) Um 19:30 sollte sie losgehen, die 210. Sitzung des Ortsbeirates Gaarden. Um 19:50 ging es dann los, aber irgendwie doch nicht. Man war nicht beschlussfähig, ein Mitglied krank, zwei fehlten unentschuldigt, drei weitere sollten aus unbekannten Gründen später erscheinen.
Punkt eins der Tagesordnung war eine wirre Diskussion um die Renovierung einiger Straßen. Unter den selben TOP fiel die Aufstellung neuer Laternen in sogenannten "Angstzonen", also dunklen Ecken. Das ist natürlich zu begrüßen, aber: Die Elisabethstraße ist hell beleuchtet. Trotzdem lassen sich einige Vandalen nicht davon abhalten, hier ständig Schaufensterscheiben einzuschlagen.
Fazit: Thema verfehlt. Setzen. Ein Höflichkeits-Punkt für hilflose Bemühtheit.
Dann: Zwei Abstimmungen über die zwei Anträge des Abends mussten verschoben werden. In zwei Monaten war es nicht geschafft worden, die nötigen Informationen einzuholen bzw. Fachleute zu den Themen einzuladen. Und beschlussfähig war man ja sowieso nicht.
Das Urban-Büro kam zu Wort. Eine schöne Sache: Kinder dürfen ein paar der "grauen Kästen" am Straßenrand bemalen. Die bisherigen Ergebnisse sehen sehr gut aus. Habt Ihr gut gemacht, Kinder!
Schon wieder ist eine Marketing- und Image-Kampagne geplant, diesmal "in großem Stil". Skeptische Frage: Wenn schon für die Produktion eines Schulaufsatzes, genannt "Gaarden-Wegweiser" geschlagene eineinhalb Jahre ins Land gehen, wieviel Zeit wird dann für diese "große" Aktion verbraten?
Ob dann wenigstens die Wahl des Senioren-Beirates geklappt hat, wissen wir nicht. Wir haben die Unterbrechung zur geheimen Abstimmung sinnvoll genutzt und fluchtartig das Weite gesucht.
Inflation, Börsenkrach, 6 Millionen Arbeitslose. In den 20er Jahren gab es in Deutschland schon mal ähnliche Zustände wie im Moment. "Schwatzbuden" hat damals ein gewisser Adolf Hitler die Institutionen der "Demokratie" genannt. Der Mann wusste, auf welchem Boden Diktatoren groß werden können.
Süffisanterweise muss auch noch mal auf die letzte Wahlbeteiligung hingewiesen werden. Sie lag in Gaarden bei etwa 15%. Wen meinen die Damen und Herren also vertreten zu wollen? "Die Gaardener" bestimmt nicht. Hier halten sich mühsam ein paar Parteien-Cliquen am Leben, die irgendwie schon längst tot sind und sich nur noch aus Gewohnheit bewegen.
Die altgedienten Parteien sind ein Relikt vergangener Tage, den aktuellen Herausforderungen absolut nicht mehr gewachsen und in dieser Zeit ähnlich fehl am Platz wie eine Warze auf der Nase. Sie müssen weg. Die Bürger müssen wieder lernen, über sich selbst zu entscheiden.
Nicht was lebendig, kraftvoll
sich verkündigt, Ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz
Gemeine ists, das ewig Gestrige, Was immer war und immer wiederkehrt,
Und morgen gilt, weils heute hat gegolten! Friedrich Schiller, Wallensteins Tod, I, 4
Super-Preise und Leistungen
Noch mehr Steuern
(12.7.2003) Wie der Bund der Steuerzahler mitteilt, ist der Anteil der Steuern am Bruttoverdienst in diesem Jahr auf 52,4% gegenüber 52% im Vorjahr gestiegen.
Tabaksteuer in Deutschland
(2.7.2003) Im vergangenen Jahr bescherte die Tabaksteuer dem Staat 13,8 Milliarden Euro Einnahmen und ist damit
unter den Verbrauchssteuern die wichtigste Einnahmequelle nach der Mineralölsteuer. Über 95% der
Tabaksteuereinnahmen stammen dabei aus dem Handel mit Fertigzigaretten. Deshalb soll eine Schachtel
Zigaretten ab 1.1.2004 in drei Stufen um einen Euro teuerer werden, nachdem die Tabaksteuer bereits 2001
und 2002 zur Finanzierung der Terrorbekämpfung um jeweils 1 Cent pro Zigarette angehoben wurde. Die
Mehreinnahmen werden bei schätzungsweise vier Milliarden Euro pro Jahr liegen.
Die Tabaksteuer besteht in Deutschland aus zwei Anteilen: Zum einen muss der Tabakhersteller einen
Obolus abführen, der sich nach dem Verkaufspreis richtet; der zweite Anteil berechnet sich nach dem
Tabakrohgewicht der verkauften Menge. Aktuell liegt die Steuer bei:
ZIGARETTEN:
5,59 Cents pro Stück plus 23,31% des Packungspreises;
ZIGARREN UND ZIGARILLOS:
1,30 Cent pro Stück plus 1,00% des Packungspreises;
ZIGARETTEN-FEINSCHNITT:
19,15 Euro pro Kilogramm plus 17,02% des Packungspreises;
PFEIFENTABAK:
10,70 Euro pro Kilogramm plus 13,50% des Packungspreises;
SCHNUPF- UND KAUTABAK:
Tabaksteuer ist seit 1993 entfallen.
Die Tabaksteuer steht dem Bund zu und wird von der Bundeszollverwaltung erhoben. Sie wird direkt von den
Herstellern oder von den Importeuren entrichtet, die entsprechende Steuerzeichen an die Verpackungen
anbringen und die Tabaksteuer an die Verbraucher weitergeben.
Text mit freundlicher Genehmigung von: www.tabakanbau.de
telekom II: Kunde unbekannt
(16.6.2003) Wenn es darum geht, ihre Kunden zu halten, lässt sich die "telekom" schon einiges einfallen. Darauf muss mensch erst mal kommen.
Herr D. ist seit Jahren Kunde der "telekom". Und hat bisher immer pünktlich seine Rechnungen bezahlt. Nun möchte Herr D. zu einer lokalen Telefongesellschaft wechseln. Der Antrag zum Anschlusswechsel ging korrekt ausgefüllt an die neue Gesellschaft. Diese hat ihn an die "telekom" weitergeleitet.
Nach etwas über einer Woche kam der Antrag zurück. Im Begleitschreiben: Die "telekom" hat den Antrag auf Anschlussübernahme zurückgeschickt. Begründung: Wir kennen keinen Herrn D. Kommentar überflüssig.
Bock und Gärtner
(26.5.2003) Auf seiner Homepage berichtet der Nachrichtensender n-tv Folgendes: "Derzeit sind rund 70 Prozent der Abgeordneten Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes sowie politischer und öffentlicher Organisationen. Dagegen ist der Prozentsatz der Selbständigen im Bundestag eher gering: er beträgt lediglich sechs Prozent."
Da wundert vieles nicht mehr. Oder, wie Herr Parkinson schon im 19. Jahrhundert feststellte: "Beamte und Angestellte verschaffen sich gegenseitig Arbeit". Führt dies nicht die in der Verfassung vorgesehene Gewaltenteilung im Staat ad absurdum? Diejenigen die eigentlich dem Staat dienen sollen, beherrschen ihn gleichzeitig? Irgendwie nicht richtig.
telekom
(2.5.2003) Der Herr erschien um 9 Uhr morgens, vier Stunden vor dem vereinbarten Termin. Seine Arbeit bestand darin, einmal anzurufen und einmal angerufen zu werden. Nach fünf Minuten war er wieder verschwunden. Preis: Gute 50 Euro.
Halten die uns eigentlich für zu blöde, selbst den Hörer abzunehmen? Aber was solls, sich über die telekom aufzuregen. Die sind sowieso schon längst tot, nur gemerkt haben sie es noch nicht.
P.S. Der Herr, der uns das erzählt hat, betonte ausdrücklich, er sei kein Kunde der telekom. Aber dieser gehören immer noch die Leitungen, und daran kam seine Telefongesellschaft nicht vorbei. Sonst wäre der Spaß wahrscheinlich wesentlich billiger geworden.
Deutsche Post: Stolze Preise
(30.4.2003). Früher waren Nachsendeanträge der Post umsonst. Heute kostet so etwas 14,80 EUR. Wer den Mut hat, einen gewerblichen Umzug zu machen, zahlt stolze 24,00 EUR.
Frechheit. Vor allem deshalb, weil es Postboten gibt, die sowieso zu dämlich sind, die Briefe an die richtige Anschrift zu bringen. Was die Deutsche Post natürlich abstreitet. Sogar dann, wenn man sich selbst testweise einen Brief schreibt, Briefträger und Briefkasten tagelang genau im Auge hat und dann doch keine Post ankommt.
Sind Briefe eigentlich irgendwie nahrhaft?
Adressen und Links
Arbeitsloseninitiative Kiel e.V.
Iltisstraße 34, 24143 Kiel T. 732635, Info-Laden Hansastraße 48, T. 0431 - 563717
web: www.aloini-kiel.de
Die Bürgerbeauftragte im Schleswig - Holsteinischen Landtag
Karolinenweg 1, 24105 Kiel, T. 0431 - 9881240, Fax 9881239
e-mail: Buergerbeauftragte@lvn.parlanet.de
Sprechzeiten: Montags von 9:00 bis 19:00 Uhr, dienstags bis freitags von 9:00 bis 15:00 Uhr.
Beratungstermine können zusätzlich vereinbart werden.
Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein
Lornsenstraße 48, 24105 Kiel, T. 0431 - 563065
e-mail: schleswig-holstein@steuerzahler.de
Zitat: "Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen"
Schuldnerberatung Lichtblick Kiel e.V.
Rathausstr. 6, 24103 Kiel, T. 0431 - 92072
Sozial-Hilfswerk Kiel e.V.
Hilfe u. Beratung in allen Notlagen, tägl. 15-22 Uhr, T. 0431 - 528254
Sozialverband Deutschland e.V.
Landesverband Schleswig-Holstein, Muhliusstr. 87, 24103 Kiel, T. 0431 - 98388-0, Fax 98388-10
Info: Gegen einen geringen Monatsbeitrag bietet der Sozialverband eine Menge an Unterstützung und anderen Aktivitäten.
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.
Bergstr. 24, 24103 Kiel, T. 0431 - 51533, Fax 553509
Tipps im Internet
Patientenschutzbund
Bietet Hilfe für Schwerkranke, nicht nur in medizinischer Hinsicht, sondern auch bei der Bewältigung des Behördendschungels.
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